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35 Tage mit den X-Days – ein Erfahrungsbericht

Unsere Autorin Silke hat das Ernährungsprogramm X-Days – gesund abnehmen und gesund bleiben mit Andrea Ballschuh – getestet und ihre Erfahrungen in einem kleinen Tagebuch festgehalten. Das Programm dauert 35 Tage. Was bringt das Ernährungsprogramm wirklich? Hier verrät sie es!

Ich bin das, was Ärzte und Sportler als „skinny fat“ bezeichnen: Bei einer Körpergröße von 1,80 Metern wiege ich 60 Kilo. Doch die wenigsten davon setzen sich aus Muskeln zusammen. Mein Körper – vor allem die Körpermitte – ist weich und wabbelig und kaum definiert. Das war schon vor meinen beiden Schwangerschaften so, und ist nach den Geburten natürlich noch auffälliger geworden. Ich bin also nicht zu dick, aber eben auch nicht „schön schlank“. Hinzu kommt, dass ich schon immer Probleme mit unreiner Haut habe. Jeden Monat zur Zyklusmitte blühe ich auf wie ein Teenager. Hat die Haut sich gerade davon erholt, geht es schon wieder von vorne los. Mitesser und verstopfte Poren habe ich eigentlich immer.

Während meiner zweiten Schwangerschaft wurde bei mir Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Meine kleine Tochter war die beste Motivation, meine Ernährung umzustellen. Und siehe da: Als ich auf Industriezucker verzichtete, verschwanden auch meine Hautunreinheiten wie von selbst. Es war wirklich unglaublich, wie strahlend meine Haut plötzlich aussah. Und: Ich habe mich – trotz Schwangerschaft! – einfach rundum wohl, viel fitter und energiegeladener gefühlt. Ich war wirklich baff, wie groß die Auswirkungen einer gesunden Ernährung auf das ganze Wohlbefinden sind.

Leider habe ich es nicht geschafft, den gesunden Ernährungsstil auch nach der Schwangerschaft weiterzuführen. Klar, einige Dinge sind hängengeblieben: Ich bevorzuge Dinkel und Roggen gegenüber Weizen, und Süßigkeiten esse ich eigentlich kaum noch. Dafür landen aber oft Fertiggerichte bei uns auf dem Tisch. Und ich fürchte, dass mein Alkoholkonsum auch eher über- als unterdurchschnittlich ist. Ich bin sehr gespannt, ob das X-Days-Programm es schafft, mir dasselbe „Feel-Good-Feeling“ zu bereiten, das ich schon einmal kennengelernt habe. Mein Ziel ist nicht unbedingt Gewichtsreduktion, sondern vor allem eine Veränderung meines Fett-Muskel-Verhältnisses und eine Verbesserung meiner Haut. Los geht’s!

TAG 0

Morgen ist mein erster Tag. Ich würde mich gern besser vorbereiten und schon einmal alles einkaufen, was ich für den ersten Tag benötige – doch leider sind die detaillierten Rezepte für die erste Woche noch nicht freigeschaltet. Also besorge ich erst einmal nur die Lebensmittel von der allgemeinen Einkaufsliste: Brot, Kartoffeln, Nudeln und ähnliches. Mit einer dicken Portion Süßkartoffelpommes verabschiede ich mich in 35 Tage gesundes Essen.

TAG 1

In der Nacht kommt die Mail mit meinen genauen Instruktionen für den ersten Tag. Lesen kann ich sie erst, als die Kinder in der KiTa sind – für die „Dehnungsübungen direkt nach dem Aufstehen“ ist es da leider zu spät. Macht nichts, die Übungen tun auch jetzt, 2 Stunden nach dem Aufstehen noch gut. Ich lese mir die Infos für die ersten Mahlzeiten durch und freue mich, dass ich dank der kleinen Einkaufsliste doch schon alles Nötige im Haus habe. Ich starte mit einem Frühstück aus Roggenbrot und Spiegelei mit Paprika und Tomaten. Meine Güte, tut das gut am Morgen! Und: Ich bin tatsächlich pappsatt hinterher ohne mich voll zu fühlen.

TAG 3

Es ist erstaunlich, was die gesunde Ernährung mit mir macht: Mein morgendlicher Kaffeedurst hat sich schon verabschiedet. Es ist krass, dass nach 2,5 Tagen guter Ernährung schon solche Veränderungen auftreten. Natürlich trinke ich weiter Kaffee (anders würde ich gar nicht durch den Tag kommen!), aber 2 bis 3 Tassen ersetze ich durch grünen Tee. Und irgendwie fühlt sich das erstaunlich gut an.

TAG 4

Gestern Abend habe ich gesündigt: Zwei Gläser Wein und einen Aperol gab es zum Essen mit meinen Freundinnen. Die Quittung: Heute wache ich mit dem altbekannten Kaffeedurst auf. Erstaunlich, wie viel besser man seinen Körper versteht, wenn man so auf die Ernährung achtet, wie ich gerade. Mir ist jetzt vollkommen bewusst, dass der Alkohol gestern Abend auch mein Befinden heute Morgen steuert. Abgesehen von meinen Drinks (die ich mir weiterhin gönnen werde) lässt sich die neue Ernährung wunderbar in meinen Alltag einbauen. Fast schäme ich mich ein bisschen: All die Dinge, die das Programm vermittelt, WEISS ich schon. Der innere Schweinehund ist das eigentliche Problem: Dinkel und Roggen statt Weizen, wenig Kohlenhydrate, Verzicht auf Zucker. Durch meinen Schwangerschaftsdiabetes ist das alles nichts Neues, wenn ich ehrlich bin – und dennoch fehlte mir nach der Schwangerschaft der Anreiz, mich an diese Regeln zu halten. Die morgendlichen E-Mails und die schnellen kleinen Erfolge helfen mir jetzt aber wunderbar beim Durchhalten. Mal sehen, ob das so bleibt!

TAG 7

Meine Haut sieht aus, als sei ich in der Hochphase der Pubertät: Überall kleine Entzündungen und Pickelchen. Ich muss mich beherrschen, nicht alles aufzukratzen. „Das ist ganz normal“, beruhigt mich meine Freundin, Redakteurin und Ernährungsexpertin, „das ist wie eine kleine Entgiftung. Jetzt kommt erstmal alles raus, danach wird die Haut besser.“ Ich hoffe, die behält Recht!

TAG 8

4x hätte ich in der ersten Woche Sport machen sollen. 2x habe ich es nur gemacht. Auf der einen Seite ärgert mich das. Auf der anderen Seite: Es sind immer noch 2x mehr als ich sonst gemacht hätte! Vor allem von den Liegestützen und den Push-Ups spüre ich einen leichten, angenehmen Muskelkater der mir bestätigt: „Du hast was getan!“ Das fühlt sich gut an.

TAG 11

Ich wiege ein Kilo weniger als an Tag 1. Das hatte ich gar nicht vor – schließlich habe ich bei allen Mahlzeiten immer gegessen, bis ich wirklich satt war. Aber dennoch: Allein die Umstellung nur auf „gute“ Lebensmittel zeigt einen Effekt, ganz von allein. Ich snacke mittlerweile gar nicht mehr zwischendurch, sodass ich mit angenehmem Hunger und richtigem Appetit in die einzelnen Mahlzeiten starte. Das werde ich auf jeden Fall auch nach den 35 Tagen beibehalten!

TAG 13

Gestern hat Toni Kroos in der 5. Minute der Nachspielzeit das entscheidende Tor für Deutschland geschossen. Ich habe das mit 3 Bier gefeiert. Und es ist Wahnsinn, wie sehr ich das heute Morgen schon wieder spüre. Klar, ich wusste schon vorher, dass Alkohol nicht gesund ist. Aber der direkte Einfluss auf meine Stimmung und körperliche Verfassung am nächsten Tag wird mir heute mal wieder so richtig bewusst.

TAG 16

Ich bin mittlerweile eine Meisterin im Grüne-Smoothies-Machen. Und erstaunt darüber, wie lecker die Dinger schmecken. Meistens mische ich einfach reife Banane mit viel Spinat, Feldsalat und Wasser. Den grünen Smoothie trinke ich in der Regel nachmittags und komme so problemlos über das kleine „Hungerloch“, das ich vor den X-Days mit Laugenbrötchen oder Müsliriegeln gefüllt habe.

TAG 20

Ich konnte zwei Freundinnen dazu bewegen, auch mit den X-Days zu starten. Gestern Abend habe ich mich mit einer von ihnen getroffen, und wir haben wie selbstverständlich Tee statt Prosecco getrunken. Als wir uns verabschiedet haben, mussten wir ein bisschen über unseren Gesundheits-Trip lachen – auf der anderen Seite stellen wir beide fest: Vermisst haben wir den Alkohol überhaupt nicht.

TAG 24

Eine Entwicklung hat sich nun richtig gefestigt in meinem Alltag: Morgens ist mein erster Gedanke schon lange nicht mehr „KAFFEEEEE!“. Erst nachdem ich den Kindern Frühstück gemacht habe, gehe ich in die Küche – und trinke erst einmal einen grünen Tee. Ganz auf Kaffee verzichten, wie das Programm es vorschreibt, kann und möchte ich weiterhin nicht (dabei trinke ich den sowieso nur schwarz). Aber ich habe noch mehr Tassen am Tag durch den grünen Tee ersetzt. Das soll dem Säure-Basen-Haushalt helfen, sich besser regulieren zu können. Und ich gebe zu: Es fühlt sich auch besser an.

TAG 26

In Sachen Getränke habe ich mir etwas Weiteres abgewöhnt: Das Glas Wein am Abend. Hin und wieder, wenn ich mit Freundinnen ausgehe, gönne ich mir trotz X-Days zwar ein Gläschen. Aber seit ich das Programm mache, habe ich mir kein einziges Mal abends beim Arbeiten eine Flasche Wein geöffnet. Im Gegenteil: Es würde sich mittlerweile sogar richtig komisch anfühlen, ganz allein zu trinken.

TAG 28

Es ist erstaunlich: Obwohl ich weiterhin esse, soviel ich möchte, habe ich noch ein halbes Kilo Gewicht verloren. Ich betone nochmal: Das hatte ich gar nicht vor! Aber die Umstellung der Lebensmittel und der Verzicht auf (den meisten) Alkohol haben ganz von allein diesen angenehmen Effekt.

TAG 30

Meine Haut strahlt. Ich habe zwar noch immer Mitesser (die werde ich in diesem Leben wohl auch nicht mehr los), aber keine einzige entzündete Stelle mehr. Wahnsinn! Außerdem ist meine ganze Haut viel weniger fettig als sonst.

TAG 32

Endspurt. Und mir wird heute noch etwas bewusst: Meine Haare werden viel langsamer fettig. Normalerweise muss ich sie jeden Morgen waschen. Diese Woche konnte ich schon das zweite Mal mit dem Waschen aussetzen.

TAG 34

In meiner Schublade schlummerte noch ein Gutschein für ein Personal-Pilates-Training. Da ich die Sport-Videos von X-Days nicht wirklich konsequent durchgezogen habe, entschließe ich mich heute, endlich einen Termin zu vereinbaren und wieder mit Pilates zu beginnen. Allein der Anruf zur Terminvereinbarung fühlt sich wie ein Neustart an.

TAG 35

Geschafft! Laut Waage bin ich insgesamt 2 Kilo losgeworden. Und mein Spiegelbild zeigt mir: Genau an den richtigen Stellen. Meine ganze Mitte fühlt sich straff und fest an. Auch mit weniger Sport als empfohlen spüre (und sehe!) ich deutlichen Muskelaufbau. Meine Haut ist rein, meine Haare glänzen. Kurz: Ich fühle mich mega!

FAZIT

Ich habe mich in den 35 Tagen vermutlich nur zu etwa 80 % an die Vorgaben des Programms gehalten. Die Lebensmittelempfehlungen habe ich beachtet, den grünen Tee und den täglichen Smoothie habe ich in meinen Tagesablauf aufgenommen. Ein wenig Sport habe ich gemacht und auf viel Alkohol und einigen Kaffee verzichtet. Allein diese Veränderungen in meinem Alltag haben einen enormen Effekt auf mein Wohlbefinden. Wer sich mit dem Programm nicht nur gesünder ernähren, sondern ganz konkret abnehmen möchte, wird sicher wahnsinnige Effekte erzielen – denn ich habe die 2 Kilo ganz unbewusst und quasi „aus Versehen“ verloren.

Was mir an den X-Days aber besonders gut gefällt: Es ist kein Programm, das nach 35 Tagen vorbei ist. Die Dinge, die ich für mich in dieser Zeit angewendet habe, werde ich künftig weiter durchziehen: der tägliche Smoothie, der grüne Tee, weniger Alkohol und Kaffee, wenig Weizen, viel Gemüse. Meiner Familie habe ich in den 35 Tagen kein einziges Mal Tiefkühl-Kost oder Fertigessen aufgetischt. Alles kam immer frisch auf den Tisch. Auch das möchte ich möglichst weiter durchziehen. Und nicht zuletzt haben mein Mann und ich jede Menge Geld gespart: Normalerweise bestellen wir ein bis zwei Mal die Woche Pizza oder bei einem anderen Lieferdienst. Das kommt mir heute, nur einen guten Monat später, schon total absurd vor.

Ich empfehle die X-Days daher auf jeden Fall weiter! Nicht nur zum erfolgreichen Abnehmen, sondern vor allem – wie in meinem Fall – als Kick-Start in ein gesünderes Leben!


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