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Interview Anja Constance Gaca

Wie die Ergebnisse der großen Pampers Umfrage zeigen, hat sich das Rollenbild von Vätern über die letzten Jahre stark verändert. Der Papa von heute wickelt nicht nur regelmäßig, sondern stellt seine Familie ganz klar an erste Stelle. Pampers hat mit Hebamme und Pampers Expertin Anja Constance Gaca über die modernen Väter gesprochen und
sie nach Tipps gefragt, wie werdende Väter sich bestmöglich auf ihre neue Rolle vorbereiten können.

Wie siehst du als Hebamme die Rolle der Väter heutzutage aus? Was zeichnet den modernen Papa von heute aus?

Die Generation unserer Väter, die wir von früher kennen, war oft viel weniger präsent als die Väter der heutigen Zeit. Das Tolle an den Papas heutzutage ist, dass es – außer dem Stillen – nichts gibt, was sie
mit ihren Kleinen nicht machen können. Mama und Papa sind gleichberechtigt und können sich die
unterschiedlichen Aufgaben ganz selbstverständlich untereinander aufteilen. Daher ist es auch keine
Seltenheit mehr, dass sich der moderne Papa von heute ein Babytragetuch umschnallt, die Kleinen
wickelt oder mit ihnen zum Spielplatz geht.

Wie hat sich das Rollenbild des Vaters in den letzten Jahren verändert?

Nicht nur in den Medien, sondern auch im eigenen Bekannten- und Freundeskreis hat sich die Rolle des
„neuen“ Vaters heutzutage fest verankert. Moderne Papas sehen in ihren eigenen Eltern kaum mehr eine Vorbildfunktion. Als ich vor 15 Jahren als Hebamme angefangen habe, war der Vater mit Tragetuch noch außergewöhnlich – heute hat das Ganze eine andere Selbstverständlichkeit. Auch die Tatsache, dass Väter die Geburt begleiten, hat eine gewisse Normalität bekommen, die vor ein paar Jahrzehnten noch nicht auszumalen war.

Für werdende Mamis ist der Partner der wichtigste Begleiter durch die Schwangerschaft. Welche Möglichkeiten gibt es für werdende Väter, ihre Partnerin vor und nach der Geburt zu unterstützen?

Die wichtigste Unterstützung ist die Anteilnahme an den Veränderungen und Emotionen der Partnerin
während der Schwangerschaft: Die Männer können ihre Liebste zum Beispiel zur Vorsorgeuntersuchung
oder zum Hebammengespräch begleiten. Darüber hinaus macht es die werdenden Eltern glücklich,
wenn der Vater mit dem ungeborenen Kind Kontakt aufnimmt, beispielsweise indem er die Hand
auf den Bauch legt oder mit dem Kleinen spricht. Was werdenden Mamis auch hilft: Wenn Männer
ausreichend informiert sind und nicht in Panik geraten. Besonders während der Geburt sollte der Partner der Ruhepol sein, der voll und ganz für die werdende Mama da ist. Ist das Kleine erst einmal auf der Welt, steht die Entlastung der frischgebackenen Mutter an oberster Stelle. Der Vater sollte seiner Partnerin die Möglichkeit geben, das Wochenbett einzuhalten und ihr den Rücken frei halten – das gilt besonders für den Haushalt.

Wie können sich werdende Papas bestmöglich auf ihre neue Rolle als Vater vorbereiten?

Eine gute Möglichkeit für Männer, sich mit ihrer bevorstehenden Rolle als Papa auseinanderzusetzen,
sind Geburtsvorbereitungskurse. Es gibt viele Gesprächsrunden, die sich speziell auf die Rolle der
Väter spezialisiert haben und den Männern eine tolle Plattform bieten, Informationen zu bekommen
und Fragen zu stellen. Frei nach dem Motto „von Vater zu Vater“ gibt es auch Kurse, die von Männern
geführt werden und eine großartige Möglichkeit darstellen, sich untereinander auszutauschen. Wenn
die werdenden Väter darüber hinaus aktiv die Schwangerschaft begleiten, sich mit dem Ungeborenen
beschäftigen und eine Bindung zu ihm aufbauen, wachsen sie nach und nach ganz von selbst in die Rolle als Vater.

Wo informieren sich Väter in der Regel über die Themen Kindererziehung und Vatersein?

Geburtsvorbereitungskurse sind nach wie vor eine super Möglichkeit, viele Informationen in kurzer Zeit
zu bekommen. Auch der Austausch im Freundes- und Bekanntenkreis ist eine wichtige Informationsquelle für werdende Väter. Ansonsten ist es in den meisten Fällen so, dass Väter die Dinge einfach auf sich zukommen lassen – und in Teilen ist es tatsächlich auch der beste Weg, auf das eigene Bauchgefühl zu hören.


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