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Stiftung Warentest: Viele Kinderwägen mangelhaft

Kinderwagen Stiftung WarentestRegelmäßig nimmt die Stiftung Warentest Kinderwägen verschiedener Hersteller genau unter die Lupe und kommt dabei zu einem erschreckenden Ergebnis: In der Testreihe vom Februar 2015 erhielt nur ein Kinderwagen das Prädikat „gut“. Die Firma Stokke hat den € 1.350 teuren „Trailz“, den Verlierer der 2015er-Testreihe, zurück gerufen. Ende März 2016 werden die allerneuesten Testergebnisse veröffentlicht und mit Spannung erwartet. Kinderwagenhersteller hauck startete bereits vor Veröffentlichung eine Rückruf-Aktion der Buggys Shopper Comfortfold (Produktion von 2015).
Ein Kinderwagen gehört zu den ersten großen Anschaffungen werdender Eltern und begleitet sie und ihr Kind durch die ersten drei Lebensjahre. Im Idealfall ist ein Kinderwagen zuerst als Liegekinderwagen nutzbar und kann später, wenn das Kind bereits sicher sitzt (frühestens ab dem 7. Lebensmonat), zu einem Buggy umgebaut werden. Viele Eltern legen zudem Wert darauf, dass der Kinderwagen leicht und komfortabel zu handhaben ist und dass er sich bequem zusammenbauen und im Kofferraum des Autos transportieren lässt. Diesen Komfort und das Gefühl, ihr Kind so optimal wie möglich zu transportieren, lassen sich Eltern einiges kosten – teilweise sogar € 1.000 und mehr.

Das testet die Stiftung Warentest

  • Kindgerechte Gestaltung (Gewichtung 45 %): z.B. Platzangebot für das Kind, Sitzkomfort, Gurtsystem, Regen- und Sonnenschutz
  • Handhabung (Gewichtung 35 %): z.B. Gebrauchsanleitung, Erstmontage, Umbau und Verstellbarkeit, Komfort beim Schieben, Bremsen, Reinigung
  • Haltbarkeit (Gewichtung 5 %): z.B. Prüfung der Haltbarkeit von Einzelteilen und Gelenken bei Belastung, Festigkeit der Räder
  • Sicherheit (Gewichtung 5 %): z.B. Quetschgefahr, Bremsverhalten, Wirksamkeit des Rückhaltesystems
  • Schadstoffe (Gewichtung 10 %): z.B. Testen auf PKA (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Weichmacher in Schiebegriffen, Testen von Materialien im Kontaktbereich des Kindes auf gesundheitsschädliche Stoffe

Kinderwägen im Fokus – der Test vom Februar 2015 im Überblick

Platz eins bis vier:

  1. Britax Go, € 950, Ergebnis: Gut (2,4) – Testsieger
  2. Knorr-Baby Voletto Sport, € 620, Ergebnis: Befriedigend (3,1)
  3. ABC-Desgin Turbo 6S, € 330, Ergebnis: Befriedigend (3,2)
  4. Hauck Malibu XL All in One, € 350, Ergebnis: Befriedigend (3,4)

Das „ausreichende“ Mittelfeld:

  • Bugaboo Cameleon3 Base, € 970, Ergebnis: Ausreichend (4,0)
  • Gesslein F6, Air+, € 680, Ergebnis: Ausreichend (4,0)
  • Hartan Topline S, € 720, Ergebnis: Ausreichend (4,0)
  • Maxi-Cosi Mura 4 Plus, € 750, Ergebnis: Ausreichend (4,0)
  • Mutsy Evo, € 570, Ergebnis: Ausreichend (4,0)
  • Naturkind Terra Plus, € 880, Ergebnis: Ausreichend (4,0)
  • Peg Perego Book Pop-up Modular, € 1.000, Ergebnis: Ausreichend (4,0)
  • Teutonia BeYou V2, € 915, Ergebnis: Ausreichend (4,0)

Die Verlierer:

  • Joolz Day Earth, € 950, Ergebnis: Mangelhaft (4,6)
  • Stokke Trailz, € 1.350, Ergebnis: Mangelhaft (4,8) – Rückruf

Hauptkritikpunkt 1: Schadstoffe

Was in einem Kinderwagen überhaupt nichts zu suchen hat, sind gesundheitsgefährdende Schadstoffe. Trotzdem enthalten die Testverlierer von Joolz und Stokke Stoffe, die unter Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Im Joolz Day Earth fand die Stiftung Warentest PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) im Bezug, beim Stokke Trailz kurzkettige Chlorparaffine im Schiebegriff. Beide Schadstoffarten können über die Haut in den Körper von Mutter und Kind gelangen. Stokke rief seinen Kinderwagen unmittelbar nach Information über die Testergebnisse zurück. Auch die Griffe der Produkte von Bugaboo und Maxi-Cosi wiesen Schadstoffe auf, jedoch in geringerer Konzentration.

Hauptkritikpunkt 2: unzureichendes Platzangebot für das Kind

Als komfortabel für ein schlafendes Kind sieht die Stiftung Warentest ein Platzangebot von 35x78 Zentimetern an. Im Test fiel auf, dass viele Tragetaschen deutlich kürzer oder schmaler sind, was die Kinder einengt (vor allem mit Kleidung oder Sack zum Warmhalten). Teilweise sind die Tragetaschen sogar unter 30 Zentimeter breit und so kurz, dass sie bereits zu klein sind, bevor das Kind sicher alleine sitzen kann. Während die Modelle von Naturkind, Gesslein, Hartan und Maxi-Cosi als zu schmal eingestuft wurden, sind die geprüften Tragetaschen von Peg Pegero und Mutsy zu kurz.

Hauptkritikpunkt 3: Verstellbarkeit des Sitzes

Damit ein Kind rückenschonend schlafen kann, sollte es möglichst flach liegen, also auch, wenn es nicht mehr in der Tragetasche, sondern bereits im Sitz spazieren fährt. Viele Sitze ließen sich im Test nicht ausreichend flach nach hinten verstellen. Die Lehne und/ oder das Fußteil der Bugaboo-, Joolz- und Stokke-Kinderwägen sind beispielsweise fixiert bzw. nur unzureichend verstellbar.

Rückruf 2016: Der Buggy Shopper Comfortfold (Produktion von 2015) von hauck

Bereits vor Veröffentlichung der Testergebnisse von 2016 durch die Stiftung Warentest ruft Hauck die 2015 produzierten Buggys Shopper Comfortfold zurück. Im Rahmen der „Anbietervorabinformation“ übermittelt die Stiftung Warentest allen Firmen, von denen ein Produkt überprüft wurde, das Testergebnis im Vorfeld. Auf der Website von Hauck wird der Rückruf des Shopper Comfortfold damit begründet, dass die Stiftung Warentest Chlorparaffine in den Schiebegriffen nachgewiesen hat. Die Buggys werden vorsorglich zurück gerufen, auch wenn firmeninterne Kontrollen zur Schadstoffbelastung noch nicht abgeschlossen sind.

Finden Sie hier die aktuelle News mit Teilung zum Rückfür des hauck Buggys Shopper Comfortfold

Quelle: Stiftung Warentest. Zum vollständigen Test 2015:
www.test.de/Kinderwagen-Nur-ein-Wagen-ueberzeugt-im-Test-4805700–0


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