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Beikost

Beikost-Einführung bei Ihrem Kleinkind
beikost2.jpgMit dem Begriff „Beikost“ verbinden viele Eltern die Ernährungsumstellung des Säuglings von Muttermilch/Pulvermilch auf Brei-Kost oder andere Formen der festen Nahrung. Dabei hat der Begriff „BEIkost“ schon seine Berechtigung. Im gesamten ersten Lebensjahr gilt das Kind als Säugling. Haben Sie sich schon mal überlegt, was das Wort „Säugling“ eigentlich heißt?

Das kann man ruhig wörtlich nehmen, denn es bedeutet, dass sich der Sprössling durch Saugen ernährt, weil es ja zum Beispiel auch noch keine Zähne zum Beißen hat. Bei der Einführung von Brei oder generell festem Essen sollte also bedacht werden, dass das Kind zusätzlich zu dieser neuen Form der Nahrung auch noch idealerweise bis zum ersten Geburtstag eine Mahlzeit am Tag entweder aus der Mutterbrust bekommt oder aus der Flasche.

Beikost-Einführung heißt also einfach nur, dass langsam und schrittweise die Ernährung des Kindes umgestellt wird und nicht von jetzt auf gleich ausschließlich aus Fleisch, Karotten oder sonstigem Obst und Gemüse besteht.

Wann sie mit der Beikost beginnen, hängt in erster Linie von Ihnen und Ihrem Kind ab. Meistens geht dies Hand in Hand mit dem Abstillen einher und sollte daher möglichst nicht vor dem vollendeten 6. Lebensmonat stattfinden.

Das Vorgehen ist eigentlich ganz einfach. Sobald Sie merken, dass Ihr Kind nach Ihrem Essen am Mittagstisch giert, können Sie z.B. mit einer ungesalzenen Kartoffel oder sonstigem milden Gemüse oder weichem Brot ausprobieren, ob das Interesse wirklich dem Essen gilt oder es nur als Spielzeug von Bedeutung ist. In den meisten Fällen ist das Kind ernsthaft an der Erwachsenennahrung interessiert und leitet somit seine eigene Essensumstellung ein.

Prinzipiell gilt: Sobald das Kind für eine Weile allein sitzen kann, nach Dingen greift und sich in den Mund steckt und halbfestes Essen ohne Probleme herunterschlucken kann, ist es bereit für Brei und Co. Dann ist es wichtig, dass sie nach und nach und nicht zu schnell die Milchmahlzeiten ersetzen. Geben Sie sich ruhig mindestens 2 Monate Zeit, damit sich auch das Kind an die veränderte Nährstoffzufuhr gewöhnen kann. Für den Anfang eignen sich milde Gemüsesorten (z.B. Karotte, Pastinake, Broccoli), dann kann mildes Saisonobst (z.B. Birne, Banane oder Pfirsich) hinzugefügt werden, später kann dann auch mit Fleisch und Kartoffeln variiert werden. Führen Sie möglichst nicht zwei verschiedene Lebensmittel parallel oder kurz nacheinander ein, damit sich das Kind an die unterschiedlichen Geschmäcker gewöhnen kann und Sie auch beobachten können, wie der kindliche Körper auf das neue Essen reagiert. Achten Sie darauf, dass das Kind idealerweise maximal 3 Breimahlzeiten erhält und der Rest mit Milchmahlzeiten/Milchbreien gefüllt wird.

beikost.jpgBitte, bitte geben Sie Ihrem Kind im ersten Lebensjahr noch KEINE Kuhmilch, weder als Milch an sich, noch als Joghurt, Quark und Co. Kuhmilch kann zum einen allergiefördernd sein, enthält zu viel Eiweiß für das Lebensalter des Kindes und ist zu dem noch schwerer verdaulich. Verwenden Sie stattdessen lieber eine Anfangsmilch (z.B. PRE-Nahrung) oder sogar noch Muttermilch zur Zubereitung des Milchbreis.
Ob Sie selbst kochen oder fertige Gläschen zum Zufüttern benutzen, bleibt allein Ihnen überlassen. Heutzutage sind fast alle gängigen Marken ausreichend getestet und beinhalten keine schädlichen Zutaten. Natürlich schmeckt selbstgekochter Brei intensiver nach der jeweiligen Zutat und verfeinert gleich schon den Geschmackssinn des Kindes.

Grundsätzlich gilt ebenfalls: Wer isst, muss auch trinken! Daher sollte das Kind also zu jeder festen Mahlzeit Flüssigkeit zu sich nehmen. Mindestens 50–100 ml pro Mahlzeit, je nach Essensmenge, und am besten mit Wasser oder ungesüßten Tees.

Informieren Sie sich auch bei Ihrer persönlichen Hebamme, die Ihnen noch eine ganze Menge mehr Tipps zum Zufüttern und zur Beikost- Einführung geben kann. Hierfür stehen Ihnen und der Hebamme auch nochmal ein paar Termine, die von der Krankenkasse bezahlt werden, zur Verfügung.


Verfasser/in: Simone Ludwig, Hebamme aus Berlin-Spandau von der Hebammenpraxis Rundherum. Weitere Informationen zum Profil finden Sie auf der Webseite der Hebammenpraxis Rundherum.

Schlagworte: Beikost | Brei | Gläschen | selber kochen