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Was lernt ein Kind in der Vorschule?

Viele Kindergärten bieten spezielle Angebote für Vorschulkinder (ab fünf bzw. sechs Jahren) an. Mancherorts ist die Vorschule auch in die Grundschule integriert und stellt eine Verbindung zwischen Kindergarten- und Schulalter dar. Der „Lehrplan“ der Vorschule ist den Bundesländern selbst überlassen, hier gibt es keine einheitlichen Regelungen.
Auch wenn es keine bundesweit einheitlichen Anforderungen an die Vorschule gibt, so ähneln sich die Inhalte in vielen Kindergärten. Ziel der Vorschule ist, die Kinder neugierig auf die Schule zu machen und ihnen die Angst vor der Veränderung zu nehmen. In vielen Vorschulen oder Kindergärten mit Vorschul-Angebot werden erste Schreib-, Lese- und Rechenkenntnisse vermittelt sowie die Konzentrationsfähigkeit gefördert.

Disziplin, Konzentration und die Einhaltung von Regeln

Während des Vorschul-Angebots herrschen eigene, schulähnliche Regeln, die den Kindern im Vorfeld erklärt und je nach Bedarf vor Beginn der Übungen wiederholt werden. Die Vorschulkinder lernen so, Aufgaben in Ruhe und konzentriert zu bearbeiten und die „Schulstunde“ diszipliniert zu absolvieren. Bewegungsspiele kommen aber trotzdem noch häufig zum Einsatz.

Erste Schreibkenntnisse

In der Vorschule üben Kinder zuerst einmal grob- und feinmotorische Fertigkeiten, wie das Halten eines Stiftes für Rechts- und Linkshänder. Fingerspiele und Lockerungsübungen, die richtige Sitzhaltung und die Schulung der Auge-Hand-Koordination gehören ebenfalls dazu. Anschließend lernen Vorschulkinder spielerisch die ersten Symbole und Formen zu schreiben.

Vorbereitung auf das Lesen lernen

In diesem Themenkomplex lernen Kinder, Zeichen und Symbole zu verstehen. Dazu können Verkehrszeichen und Firmenlogos gehören, aber auch Großbuchstaben. Anschließend werden den Zeichen passende Laute zugeordnet („Laut-Zeichen-Verbindung“), um den Kindern klarzumachen, dass es zu jedem geschriebenen Buchstaben eine entsprechende Aussprache gibt. Kombinationen wie „A wie Affe“ und „S wie Sonne“ vertiefen das Verständnis.

Sprachförderung

In der Vorschule besteht die Möglichkeit, die Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund zu verbessern oder mit Kindern, die einen Dialekt sprechen, verstärkt Hochdeutsch zu üben. Auch auf kleinere individuelle Schwächen wie das Ersetzen des Buchstabens „R“ durch ein „L“ beim Sprechen („Blot“ statt Brot) kann hier eingegangen werden. Vorlese-Geschichten mit anschließenden Fragen zum Verständnis, Wort- und Silbenspiele sowie Hörübungen runden die Sprachförderung ab.

Zahlen und Mengen

Im Kindergarten-Alltag und zu Hause begreifen Kinder bereits, dass es Zahlen und Mengen gibt. Sie besitzen zum Beispiel eine große Menge Bausteine, aber der Freund hat noch mehr, sie möchten nur eine kleine Portion Gemüse, dafür umso mehr Nudeln. Auch die ersten Zahlen erlernen sie ganz nebenbei, zum Beispiel wenn sie drei Jahre alt werden und drei Geburtstagsgäste einladen dürfen. In der Vorschule wird bis zehn vorwärts und rückwärts gezählt, über Nachbarzahlen gesprochen und es werden Mengen abgezählt.

Herangehen an komplexe Aufgaben

Viele Kindergarten-Vorschulen bringen den Kindern bei, wie sie sich an komplexe Projekte herantasten können. Auch Erwachsenen ist die Situation nur allzu bekannt, dass eine Aufgabe so umfangreich ist, dass zuerst gar nicht klar ist, an welcher Stelle angesetzt werden soll. Vorschulkindern werden Strategien gezeigt, wie sie Aufgabenstellungen analysieren und in Teilschritte zerlegen, um sie Stück für Stück zu bewältigen, ohne sich überfordert zu fühlen. Dazu befindet sich zum Beispiel das gesamte Material zum Basteln einer Katze mit beweglichen Beinen in einem Karton. Eine einfache Bastelanleitung liegt ebenfalls bei. Die Aufgabe des Kindes ist es, den Inhalt des Kartons zu ordnen, die Anleitung zu studieren und zu verstehen, und die Aufgabe, also das Basteln der Katze, mit Hilfe der Anleitung durchzuführen.

Spielerische Vorgehensweise

Alle Inhalte werden in der Kindergarten-Vorschule sehr spielerisch vermittelt und größtenteils durch Aktivitäten, die die Kinder bereits aus dem Kita-Alltag kennen, untermalt. Dazu gehört Ausmalen, Basteln, Geschichten hören, Lieder singen, Musizieren, Bewegungsspiele usw.