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Ernährung in der Stillzeit

Fakt ist: Stillen macht hungrig. Und zwar richtig. Nun sind da ja die kleineren oder größeren Fettpölsterchen aus der Schwangerschaft übrig, aus deren Reserven die stillende Mutter zehren kann – denn bis zu 2.700 (!) Kalorien pro Tag werden verbraucht, wenn eine Mutter ihr Baby voll stillt. Essen muss man aber trotzdem. Nur was? Einfach „rein schaufeln“ ist jedenfalls nicht empfehlenswert.

Es ist allgemein bekannt, dass eine stillende Mutter einen erhöhten Bedarf an Vitaminen, Eiweiß und Mineralstoffen hat und zusätzliche Kalorien benötigt. Stillen ist Schwerstarbeit. Aber wussten Sie, dass Ihr Essen auch den Geschmack der Muttermilch beeinflussen und bei Ihrem Baby wunden Po oder einen schmerzenden Blähbauch verursachen kann?

Gesunde Nahrungsmittel

Wählen Sie Ihre Lebensmittel mit Bedacht aus, achten Sie auf eine naturbelassene, gesunde Ernährung. Sie werden sich trotz einigen schlaflosen Nächte fitter und wohler fühlen, wenn Sie hochwertige Lebensmittel verzehren, die idealerweise aus biologischem Anbau stammen.

So könnte Ihre Ernährung in der Stillzeit aussehen, um eine optimale Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen zu gewährleisten:

  • Eiweißprodukte, pflanzlich und tierisch: Fisch, Eier, fettarmes Fleisch, Krustentiere, Hülsenfrüchte, Sojabohnen
  • Milchprodukte: Mager- oder Vollmilch, Buttermilch, Joghurt, Quark, Käse
  • Getreideprodukte: Vollkornbrot, Naturreis, Getreideflocken, Frischkornbrei aus Weizen, Hafer oder Gerste, Vollkornnudeln
  • Milde Obstsorten: Aprikosen, Mango, Äpfel, Birnen, Papaya, Bananen, Avocado, Weintrauben
  • Gemüse: Kartoffeln, Salat, Spinat, Chicorée, Karotten, Spargel, Fenchel, Paprika, Pastinaken
  • Kräuter: Kresse, Petersilie
  • Fette: ungesättigte und ungehärtete Öle (kaltgepresst), Margarine, Butter

Wunde Pos und aufgeblähte Bäuchlein

Generell dürfen stillende Mütter alles essen. Einige Lebensmittel können möglicherweise bei Ihrem Baby zu einem wunden Po oder zu Bauchschmerzen führen, das muss aber nicht grundsätzlich so sein. Es wäre falsch, ein Lebensmittel von vorn herein vom Speiseplan zu verdammen, da jedes Baby individuell reagiert. Zwiebeln und Lauch, Knoblauch, Kohl, Brokkoli und Sauerkraut stehen im Verdacht, dass sie besonders zu Beginn der Stillzeit nicht so gut vertragen werden. Auf scharfe Gewürze sollten Sie verzichten und vorsichtig sein bei stark säurehaltige Obst- oder Gemüsesorten (Zitrusfrüchte, Ananas, Tomaten). Haben Sie ein Lebensmittel im Verdacht, dass es einen wunden Po oder Blähungen verursacht, dann essen Sie es in einer kleinen Menge noch einmal und beobachten Sie ihr Baby. Oberste Priorität muss immer sein, dass Sie vollwertig und vielseitig essen und auf nichts verzichten, worauf Sie Appetit haben!

Aromen gehen in die Milch über

Auch Ihr Baby liebt die Abwechslung. In einer dänischen Studie wurden in der Muttermilch zum Beispiel die Aromen von Banane, Minze, Knoblauch, Kümmel, Lakritz und Vanille nachgewiesen. Der Geschmack der Milch kann sogar das Stillverhalten beeinflussen – Babys trinken länger an der Brust, wenn die Milch mit Vanille „aromatisiert“ wurde.

Ausreichend trinken

In der Stillzeit ist der Durst größer. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag sollten es sein, zum Beispiel Milchbildungstee (zwei Tassen pro Tag, mit Fenchel, Kümmel und Anis) und stilles Mineralwasser. Kohlensäurehaltige Getränke oder Fruchtsäfte sind nicht optimal und können dem Baby Probleme bereiten.

Keine Diät!

Zu guter Letzt: Bitte versuchen Sie nicht, in der Stillzeit abzunehmen. Bei einer Diät lösen sich Schadstoffe aus dem Fettgewebe, die in die Milch übergehen. Zusätzlich verschlechtert eine Mangelernährung die Qualität der Muttermilch.

Buchtipp

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