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Kochen mit Kindern

Kinderküche

Nach der Arbeit noch einkaufen, Hausaufgaben kontrollieren und dann schnell das Abendessen zaubern: Für gemeinsames Kochen mit Kindern bleibt vielen Eltern nur wenig Zeit. Das ist schade, denn beim Schnippeln, Rühren oder Kneten kommt der Hunger ganz von allein – sogar auf Gemüse…

Schlechte Nachrichten in Sachen Ernährung: Deutsche Kinder, aber auch Erwachsene essen zu wenig Obst und Gemüse, sie nehmen zu viel Fleisch und Wurst zu sich. Wir alle essen zu süß, zu fett, zu kalorienreich und trinken viel zu häufig zuckerhaltige Getränke. So entsteht häufiger Übergewicht bei Kindern. Die gute Nachricht: Was ein Mensch gern isst, bestimmen zum Teil die Gene. Mindestens ebenso wichtig sind Prägungen und Lernprozesse.

Wer etwas für die Gesundheit seines Kindes tun möchte, hat also leichte Hand. Frische, abwechslungsreiche Vollwertkost ist das A und O einer gesunden Ernährung. Süßigkeiten, Fertiggerichte, tierische Fette sollten äußerst sparsam dosiert werden. Obst und Gemüse dagegen gehört fünfmal täglich auf den Tisch. Getreide sollte möglichst aus vollem Korn sein. Milchprodukte gibt es in Familien, die sich und ihrer Gesundheit etwas Gutes tun wollen, täglich, Fleisch dafür nur ein- bis zweimal wöchentlich, Fisch einmal pro Woche. Das ist die gängige Formel, die alle Lebensmittel umfasst, die Kinder zum Gedeihen brauchen.

Gute Planung spart Zeit

Von besonderer Bedeutung für die gesunde Ernährung von Kind und Familie ist das Kochen. In vielerlei Hinsicht sind selbst gekochte Mahlzeiten den im Handel erhältlichen Fertiggerichten überlegen. Selbstgekochtes enthält meist weniger Salz und Zucker und keine Geschmacksverstärker, weil frische Nahrungsmittel reicher an Geschmack sind.

Selbstgekochtes kommt ohne Konservierungsstoffe aus. Und wer selbst kocht, hat die Möglichkeit, auf hochwertige, regionale, saisonale und dadurch preisgünstige Produkte zu achten. Zugegeben, Kochen verlangt nicht nur Übung, es kostet auch Zeit. Bei guter Planung ist der Zeitaufwand allerdings geringer als gedacht. Ein umsichtig gefüllter Vorratsschrank, die Möglichkeit, etwas einzufrieren, ein geräumiger Kühlschrank und ein vernünftiger Wochenplan erleichtern die Arbeit erheblich. Bei der Planung heißt es dann Kohlenhydrate durch wechseln, also einen Reis-, einen Nudel-, einen Kartoffel- und einen Teigtag einführen. Einige frische Zutaten dazu kaufen. Aufwändigere Gerichte in größeren Mengen kochen und einfrieren. Lieblingsgerichte, Standards und Routinen entstehen mit der Zeit wie von selbst.

Kinder sind mit Begeisterung dabei

Den Königsweg beschreiten Eltern, die zusammen mit ihren Kindern kochen. So legen sie den Grundstein für das spätere Koch- und Essverhalten der Kinder. Und die Familie verbringt kostbare gemeinsame Zeit. In Krippen und Kindergärten werden die Kleinen meist sorgsam ans Kochen herangeführt. Grundschulkinder haben aber häufig keine Möglichkeit mehr, außer Haus zu kochen. Kein Wunder, dass ihnen später grundlegende Kenntnisse über die Herkunft von Nahrungsmitteln ebenso fehlen wie die in der Küche nötigen Fertigkeiten. Dabei müssen Kinder meist gar nicht lange zum gemeinsamen Kochen überredet werden.

Damit die Kids in der Küche nicht zu Schaden kommen, werden ein paar grundsätzliche Gefahrenquellen vermieden. Heißes Nudelwasser etwa gießen nur die Erwachsenen ab. Köchelnde Tomatensaucen sind gefährlich, weil sie so sehr spritzen. Für kleine Köche eignen sich Hocker besser als wackelige Stühle. Geschnitten wird am besten am Tisch mit Messern, die bei größeren Kindern ruhig scharf sein dürfen, aber gut in der Hand liegen müssen.

Zusammen am Tisch genießen

Tortellini selbst machen, Gnocchi formen, Brot backen – das ist natürlich aufwändig und sprengt die Möglichkeiten selbst ambitionierter Alltagsfamilienköche. Wie also für und mit Kindern kochen, wenn die Zeit knapp ist? Ein guter Tipp ist, die Kinder bei großer Eile, am besten nicht kochen zu lassen, sondern stattdessen Salat zupfen oder Rohkost schneiden lassen. Für das gemeinsame Kochen unter der Woche tun es auch schnelle Gerichte. Ein buntes Rührei mit Kräutern oder Schinken und Käse zum Beispiel. Nudeln mit Gemüsesoße oder Sandwiches aus dem Ofen, mit Tomaten und Mozzarella, von den Kindern selbst belegt. Und wenn das Essen fertig ist, können alle die Früchte der eigenen Arbeit genießen. Zusammen am Tisch und mit berechtigtem Stolz.


Verfasser/in: Die BKK·VBU (BKK Verkehrsbau Union) ist eine gesetzliche Krankenkasse mit Sitz in Berlin. Sie hat rund 400.000 Versicherte und betreut ca. 70.000 Arbeitgeber.


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