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8 Tipps, wie Sie Ihr Kind emotional stärken

Die Bindung und Beziehung zwischen Eltern und Kinder in den ersten Lebensjahren trägt maßgeblich dazu bei, welches Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Ur-Vertrauen die Kinder entwickeln können. Viele Eltern setzen sich unter Druck, weil sie alles perfekt und richtig machen wollen. Abgesehen davon, dass dies sowieso ein nicht erreichbares Ziel ist, geht es vielmehr darum, eine echte, aufrichtige und authentische Beziehung zu seinem Kind zu haben. Kinder sind sehr intuitiv und spüren die Qualität der Beziehung ohnehin – deshalb gilt hier: Je echter und ehrlicher der Kontakt, desto besser für die Entwicklung des Kindes.

Und hier finden Sie nun Tipps, wie Sie ihr Kind emotional stärken können.

Bei den ersten 3 Tipps geht es weniger darum, etwas zu tun oder in Aktion zu treten. Sondern hierbei geht es um die Grundeinstellung, die innere Grundhaltung ihrem Kind gegenüber.

1. Ich sehe Dich
Nehmen Sie ihr Kind wahr. Sehen Sie ihr Kind. Dabei geht es nicht darum, Ihrem Kind Aufmerksamkeit zu schenken, sondern darum es als selbstverständliches Mitglied Ihrer Familie zu sehen und es auch so zu behandeln.

2. Aha, so bist Du
Akzeptieren Sie, dass ihr Kind ein eigenständiges und individuelles Geschöpf ist. Es ist wichtig, dass Sie erkennen und wahrnehmen, wie Ihr Kind ist.

3. Es ist okay, wie Du bist
Auch wenn Ihr Kind vielleicht ganz anders ist als Sie, oder vielleicht Eigenschaften von Ihnen hat, die Sie selbst nicht an sich mögen: Akzeptieren Sie Ihr Kind in Ihrer Einzigartigkeit und Individualität. Und vermitteln Sie ihm das Gefühl, das es okay ist wie es ist. Wichtig ist dabei, dass Sie das auch tatsächlich fühlen.

4. Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst
Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst, auch wenn Sie z.B. der Meinung sind, dass es jetzt ja gar keinen Grund zu weinen gibt. Für Ihr Kind gibt es einen Grund, sonst würde es nicht weinen. Wenn Sie die Gefühle Ihres Kindes nicht ernst nehmen, kommt folgende Botschaft bei Ihrem Kind an: „Ich bin falsch, meine Gefühle sind falsch, Mama hat recht.“ So lernt das Kind schon sehr früh, ihren eigenen Gefühlen zu misstrauen und auch die eigenen Bedürfnisse zurückzustecken und als falsch zu betrachten.

5. Respektieren Sie die Grenzen Ihres Kindes
Die gesunden Regulierung aus Nähe und Distanz ist enorm wichtig, um ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Daher ist es sehr ratsam, die Grenzen Ihres Kindes von Anfang an zu respektieren. Wenn es z.B. den Kopf zur Seite dreht und kein Küsschen will, dann akzeptieren Sie das. Auch wenn Sie vielleicht gerade Schmuse-Einheiten mit Ihrem Kind möchten, respektieren Sie seine Grenzen. Wenn es bereit ist zu schmusen, wird Ihr Kind Ihnen das zeigen.

6. Ihr Kind kann sich selbst regulieren
Natürlich ist Ihr Kind in vielerlei Hinsicht noch mittellos und bedürftig, dennoch verfügt es von Natur aus über eine gesunde Selbstregulation. Ihr Kind weiß, wann es müde ist, Hunger hat, spielen will usw.. Geben Sie ihrem Kind die Chance, sich selbst zu regulieren, auch wenn sich das nicht mit Ihren Vorstellungen deckt, und Sie denken, es müsste z.B. viel mehr schlafen oder essen. Vertrauen sie auf die selbstregulierenden Fähigkeiten Ihres Kindes.

7. Gehen Sie auf die Bedürfnisse Ihres Kindes ein
Vor allem im ersten Lebensjahr ist dieser Punkt sehr wichtig. Ihr Baby wird evolutionsbedingt schon „programmiert“ bevor es das Licht der Welt erblickt. Allerdings ist diese ursprüngliche, von der Natur gesteuerte Programmierung nicht auf unsere zivilisierte Lebensweise abgestimmt. Kinder brauchen Nähe, Wärme, die Eltern (oder Bezugspersonen) um sich. Sie können nichts anfangen mit zivilisierten Dingen wie Termine, Uhrzeiten, vorgegebene Schlafenszeiten usw. Je mehr Sie sich auf Ihr Kind einlassen können, desto leichter wird sich das miteinander gestalten.

8. Wenn sich ihr Kind unsozial verhält, versuchen Sie herauszufinden, was dahinter steckt
Kinder sind von Natur aus soziale Wesen. Wenn sich ein Kind unsozial verhält, dann hat das immer einen Hintergrund. Wenn z.B. Ihr älteres Kind das jüngere Geschwister ärgert, ist das nicht per se ein unsoziales Verhalten. Vielmehr zeigt das ältere Kind damit, dass es z.B. Schwierigkeiten hat, sich an die neue Situation anzupassen. Ihr Kind ist noch nicht in der Lage zu Ihnen sagen: „Ich hab zwar meine kleine Schwester lieb, aber ich muss mich in die neue Situation erst einfinden“. Ihr Kind zeigt Ihnen das auf andere Art.