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Mein Baby nimmt eine Vorzugshaltung ein – was tun?


Baby VorzugshaltungNicht selten zeigen Säuglinge schon in den ersten Monaten eine Vorzugshaltung und dadurch bedingt starke Unruhe. Als Kinderarzt führt Herr Dr. med. Robert Spenner aus Hamburg die sogenannten Lagereaktionen nach Vojta durch und erkennt so schon in der Vorsorgeuntersuchung U3 oder U4 die Ausprägung der Vorzugshaltung und kann frühzeitig Therapiemaßnahmen in die Wege leiten.

Wie erkenne ich eine Vorzugshaltung?

Säuglinge halten bei einer Vorzugshaltung ihren Kopf überwiegend nach links oder rechts und damit verbunden ist eine C-Haltung des Rumpfes. Blickt ein Kind nach rechts, krümmt sich der Rumpf C-förmig nach links und umgekehrt. Fast immer flacht der Hinterkopf auf der bevorzugten Liegeseite ab.

Was sind die Folgen für mein Kind?

Die Abflachung des Kopfes kann nach Monaten so extrem werden, dass eine Helm-Behandlung zu Korrektur der Kopfform als rein symptomatische Maßnahme empfohlen wird.

Viel wichtiger aber ist die Behandlung der Ursache, in der Regel eine Blockade im Bereich der Wirbelsäule, die eine Bewegungsrichtung beschwerdefrei ermöglicht, während die andere Missempfinden hervorruft und vom Säugling vermieden wird.

Welche therapeutischen Ansätze gibt es?

Es gibt verschiedene Therapierichtungen, die das Problem ursächlich beheben:
Osteopathie, Manualtherapie nach Arlen, Physiotherapie und Ergotherapie für Säuglinge.

Dabei ist wichtig, dass nicht nur die gelegentliche punktuelle Behandlung in der Therapiestunde erfolgt, sondern die Therapiemaßnahmen zu Hause fortgesetzt werden.

Ein optimales Therapiekonzept umfasst somit:

  • Die Beratung des richtigen Handlings
  • Die Durchführung der Therapie selbst in den Therapiestunden mit Anleitung der Eltern zur täglichen Übung zu Hause
  • Die „Verlängerung“ der Therapie durch Tapen oder Stimulation ausgewählter Akupunkturpunkte (Reiskörner).

Was kann ich von der Therapie erwarten?

Mit einem derartigen Therapie-Konzept klingt es fast immer, eine Vorzugshaltung aufzulösen, somit eine Helm-Behandlung zu vermeiden und die korrekte Ausführung der motorischen Wechselmuster (Robben und Krabbeln) zu erreichen.

Die Mühe lohnt sich, nicht nur für die korrekte grob motorische Entwicklung des Säuglings, sondern auch für die spätere feinmotorische Entwicklung und Körperwahrnehmung des Kleinkindes.


Verfasser/in: Dr. med. Robert Spenner
Privatpraxis für Kinder- und Jugendmedizin Homöopathie und Naturheilverfahren
Hamburg/ www.praxis-spenner.de/
Tel.: 00 49 (0) 40 514 307 50