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Erfahrungsbericht zum Info-Nachmittag über Meningokokken

Am 24. April 2017, dem Welt-Meningitis-Tag, begleitete Botschafterin Shary Reeves als Moderatorin das bereits vierte Eltern-Info-Event zum Thema „Meningokokken“ im Rahmen der Kampagne MENINGITIS BEWEGT. Das Event fand im schönen Berliner Planet Photo Concept Store statt und wir waren Kooperationspartner.

Nur die wenigsten Eltern fühlen sich ausreichend über Meningokokken-Infektionen und deren mögliche Folgeschäden informiert – dies ergab eine Umfrage des Gesundheitsunternehmens GlaxoSmithKline (GSK). Hier Aufklärungsarbeit zu leisten, ist Ziel der von GSK initiierten Kampagne MENINGITIS BEWEGT. Durch eine interaktive Erlebnisausstellung und einem Kinderarztvortrag hatten die Besucher die Möglichkeit, sich näher mit dem Thema „Meningokokken“ auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Abgerundet wurde das Programm mit einem Beitrag von Sandra Thumm, die am Beispiel von schwangerinmeinerstadt.de den Umgang der Medien mit Gesundheitsthemen erläuterte.

Interaktive Erlebnisausstellung & Kinderbetreuung

Eine interaktive Erlebnisausstellung brachte den Besuchern das Thema multimedial näher. Den kleinen Gästen galt darüber hinaus besondere Aufmerksamkeit: Die angebotene Kinderbetreuung mit Basteln, Kinderschminken und vielem mehr ließ bei den Kleinen keine Langeweile aufkommen.

Shary Reeves eröffnet den Nachmittag

Shary Reeves startete die Veranstaltung und sorgte dank ihrer authentischen und persönlichen Art sofort für heitere Stimmung. Auf die Frage, warum sie gerne Botschafterin für diese Kampagne ist, antwortete sie: „Ich möchte mich für Kinder stark machen, denn sie können noch nicht für sich selbst sprechen.“ Das durfte sie sofort unter Beweis stellen, denn eine kleine 2-jährige Zuschauerin kommentierte jeden ihrer Sätze mit wildem Geblubber, was für fröhliches Lachen bei allen Beteiligten sorgte – und das trotz des ernsten Themas.

Kinderarzt Dr. Landwüst informiert

Es folgte der Vortrag von Dr. Stephan von Landwüst, der erfrischend und voller Energie den medizinischen Blick auf Meningokokken vermittelte. Meningokokken sind Bakterien, die leider sehr rasch und mit einem dramatischen Verlauf zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung) oder einer Sepsis (Blutvergiftung) führen können. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, sich mit den Bakterien anzustecken, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Die Herausforderung ist, dass sich die Anzeichen für eine Meningokokken-Infektion zunächst in Form von unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen, wie z.B. Fieber, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Berührungsempfindlichkeit etc. äußern.1 Das macht es für Eltern und manchmal sogar Ärzte schwer, eine Meningokokken-Infektion frühzeitig zu erkennen.

Bis zu einer von 10 Erwachsenen trägt Meningokokken-Bakterien im Nasen- und Rachenraum, ohne selbst daran zu erkranken. Sie können die Erreger jedoch durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen, Sprechen oder Küssen, leicht auf andere Personen übertragen.1

Bei ersten Anzeichen einer Meningokokken-Infektion sollten Eltern mit ihrem Kind sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Dann kann eine Therapie mit Antibiotika eingeleitet werden. Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto besser: Bei einer Meningokokken-Infektion zählt wirklich jede Minute!

Meningokokken: Imfung kann schützen

Es gibt weltweit zwölf verschiedene Unterstämme von Meningokokken, die Serogruppen genannt werden. In Deutschland sind die Serogruppen A, B, C, W135 und Y verbreitet. Säuglinge erkranken mittlerweile meist an der Serogruppe B, da die Erkrankungen an der Serogruppe C bereits durch konsequentes Impfen rückläufig sind.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgende Impfungen:

  • Meningokokken C ab dem zwölften Lebensmonat
  • Meningokokken B ab dem zweiten Lebensmonat bei eingeschränkter Immunfunktion oder bei engem Kontakt zu einem Meningokokken Erkrankten
  • Meningokokken A, W 135 oder Y bei gesundheitlicher Gefährdung oder bei Reisen in Risikogebiete

Die Ständige Impfkommission empfiehlt folgende Impfungen:

  • Meningokokken C ab dem zwölften Lebensmonat
  • Meningokokken B ab dem zweiten Lebensmonat bei eingeschränkter Immunfunktion oder bei engem Kontakt zu einem Meningokokken Erkrankten
  • Meningokokken A, W 135 oder Y bei gesundheitlicher Gefährdung oder bei Reisen in Risikogebiete

Umgang der Medien – transparente Quellen

schwangerinmeinerstadt.de schloss den Nachmittag mit einem kurzen Vortrag zum Thema „Medien und Gesundheit“. Wichtig ist ein sinnvoller Umgang mit Informationen und Quellen – egal, zu welchem Thema. Artikel, Videos oder Bilder sollten stets von wissenschaftlich seriösen Quellen veröffentlicht und die Information vertrauenswürdig sein sowie die Autoren transparent genannt werden. Hinterfragen Sie kritisch z.B. Schreckensvideos oder angstschürende Artikel. Und vor allen Dingen: Suchen Sie Rat bei dem Arzt oder der Ärztin Ihres Vertrauens.

DE/BEX/0075/16f; 05/2017

[1] BZgA-Erregersteckbrief „Meningokokken“: www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, Februar 2017.

Bildquelle: Silke Mayer/ GSK