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Kuhmilchallergie beim Kind

Sie vermuten, dass Ihr Kind an einer Kuhmilchallergie leidet? Wenn entsprechende Symptome auftreten, könnten Sie Recht haben: Gerade Lebensmittelallergien bei Babys und Kleinkindern kommen heute doppelt so häufig vor wie noch vor zehn Jahren. Neben Asthma sind es vor allem Allergien gegen Kuhmilch bzw. gegen das darin enthaltene Milcheiweiß, die bereits bei Kindern auftreten.

Die gute Nachricht ist: Eltern brauchen keine Angst haben, wenn Ihr Kind Symptome einer Kuhmilchallergie zeigt, denn eine Lebensmittellallergie schränkt die Lebensqualität kaum oder gar nicht ein. Wichtig ist, dass Sie als Mutter oder Vater die Symptome erkennen und anschließend von einem Kinderarzt eine gesicherte Diagnose stellen lassen. Im Alltag wird Ihr Kind kaum Einschränkungen im Hinblick auf die Ernährung haben, da es viele kuhmilchfreie Produkte gibt.

Die Symptome bei einer Kuhmilchallergie sind unspezifisch

Eine Kuhmilchallergie kann sich schon bei nicht gestillten Säuglingen bemerkbar machen, denn normale Milchnahrung für Babys enthält immer Kuhmilchanteile. Häufige Symptome für eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß sind ein roter Ausschlag im Gesicht, tränende, wässrige Augen und eine verstopfte Nase. Manchmal reagieren Kinder auch mit veränderten Atemgeräuschen, Schwellungen der Augenlider und Lippen, sowie mit Unruhe, Schlafproblemen und Nesselsucht. Es kann aber auch zu Durchfall, Koliken und Blähungen kommen. Sehr selten erleiden Babys und Kleinkinder mit einer stark ausgeprägten Kuhmilchallergie einen allergischen Schock, der ein sofortiges Eingreifen durch einen Notarzt erforderlich macht.

Verzögerte Symptome

In der Regel treten die genannten Symptome sofort auf, nachdem das Kind ein Lebensmittel zu sich genommen hat, in dem Kuhmilch enthalten ist. Es kann aber auch zu verzögerten Symptomen kommen, die sich erst nach mehreren Stunden zeigen.

Wichtig für Eltern zu wissen: Viele Babys und Kleinkinder bekommen oft Ausschläge oder Durchfall und gerade in den Wintermonaten ist eine verstopfte Nase kein sicheres Anzeichen für eine Allergie gegen Kuhmilch. Keines der Symptome kann grundsätzlich einer Kuhmilchallergie zugeordnet werden, häufig sind die auftretenden Probleme unspezifisch.

Wenn Sie Gewissheit haben möchten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser führt dann einen Bluttest oder alternativ einen Hautritztest durch. Wenn die Kuhmilchallergie bestätigt wird, sollten Sie vorerst darauf verzichten ihr Kind mit entsprechenden Lebensmitteln zu ernähren. Ihr Arzt wird Sie im Hinblick auf alternative Lebensmittel beraten und kann Ihnen bei Bedarf auch eine hypoallergene Säuglingsnahrung empfehlen, welche Sie Ihrem Baby ohne Risiko für seine Gesundheit zubereiten können.

Kuhmilchallergie oder Laktoesintoleranz

Im Alter von etwa drei Jahren haben die meisten Kinder ihre Kuhmilchallergie überstanden und zeigen keine Symptome mehr. Allerdings haben Studien gezeigt, dass bei ehemals betroffenen Kindern wenn sie älter werden ein doppelt so hohes Risiko für eine asthmatische Erkrankung besteht wie bei Kindern ohne Vorerkrankung.

Von einer Kuhmilchallergie abzugrenzen ist die Laktoseintoleranz, obwohl die beiden Begriffe fälschlicherweise oft synonym verwendet werden. Im Gegensatz zu einer Kuhmilchallergie handelt es sich bei einer Laktoseintoleranz nicht um eine Allergie, sondern um eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker.

Diese lässt sich nicht durch einen Bluttest nachweisen, sondern durch einen speziellen Atemtest beim Gastroenterologen. Menschen mit einer Laktoseintoleranz fehlt ein bestimmtes Enzym im Darm, das für die Verdauung von Milchzucker vorgesehen ist. Daher kommt es nach dem Genuss von Milchprodukten zu Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen. Der Windelinhalt von betroffenen Babys sieht unverdaut aus und riecht in der Regel unangenehm.

Damit Sie sicher sein können, ob Ihr Kind tatsächlich unter einer Kuhmilchallergie leidet oder ob eine Laktoseintoleranz vorliegt, sollten Sie es daher unbedingt bei einem Arzt vorstellen, wenn es entsprechende Symptome zeigt. Eine Ernährungsumstellung ohne Absprache mit dem Kinder- oder Facharzt ist nicht zu empfehlen.