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Wichtige Infos zur Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Kinder wie Erwachsene können sich das ganze Jahr mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit anstecken, die in Medizinerkreisen und Kindergärten scherzhaft Maul-und Klauen-Seuche genannt wird. Verwandt sind die beiden Viruserkrankungen nicht, aber unschön anzusehen schon.

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Bei dieser Erkrankung bekommen die Angesteckten zum Teil Fieber und Magen-Darm-Beschwerden. Kennzeichnend für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit sind aber die roten Flecken und Bläschen, die sich zumeist am und im Mund, den Handinnenflächen und Fußsohlen zeigen. Diese Symptome klingen nach etwa einer Woche wieder ab. Die Krankheitsverläufe sind zumeist leicht, manchmal stecken sich Kinder sogar an, ohne dass es die Eltern bemerken.

Ist die Hand-Fuß-Mund-Krankeit ansteckend?

Ja, sogar sehr. Sie ist bereits ansteckend, bevor die verräterischen Bläschen sichtbar werden. Auch nach dem Abklingen der Symptome werden die Erreger noch wochenlang über den Stuhl ausgeschieden. Bei nicht ausreichender Hygiene sind die Erkrankten also auch noch lange nach der akuten Phase ansteckend. Gerade deshalb findet sich die Hand-Fuß-Mund-Krankheit oft in Kindergärten und das besonders häufig in der nasskalten Jahreszeit des Herbstes.

Ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Kindern gefährlich?

Nein. In den meisten Fällen geht die Erkrankung in wenigen Tagen vorüber. Nur in einigen speziellen Fällen sollte besondere Vorsicht gelten. Das ist der Fall, wenn Kinder bzw. Erwachsene ein schwaches Immunsystem haben oder einer anderen Risikogruppe zugehörig sind. Die in Europa grassierenden Virenstämme der Hand-Fuß-Mund-Krankheit bringen trotzdem zumeist einen leichten Verlauf der Erkrankung mit sich. Im seltenen Fall kann eine Hirnhautentzündung daraus resultieren. Auch wenn sich schwangere Frauen anstecken, gibt es zunächst kein erhöhtes Risiko für sie selbst oder das Baby.

Wie kann man sich vor der Hand-Fuß-Mund-Krankheit schützen?

Der Virus wird über den Speichel, das Nasensekret sowie später über die Bläschen und den Stuhl weitergegeben. Das macht es sehr schwierig, sich zu schützen. Zur Vorbeugung sollten sich Kinder wie Eltern sehr gründlich, vor allem nach dem Stuhlgang, die Hände waschen.

Entwickelt man eine Immunität gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Grundsätzlich ja. Nur ist es so, dass die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in unseren Breitengraden durch 15 verschiedene Erreger verursacht wird. Ist das Kind also einmal erkrankt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es im nächsten Herbst die Hand-Fuß-Mund-Krankheit durch einen anderen Virenstamm erhält.

Wie lange muss das Kind bei einer Erkrankung zu Hause bleiben?

Sobald klar ist, dass sich ein Kind mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit angesteckt hat, darf es nicht mehr in die Kita, bis die hochansteckenden Bläschen abgeklungen sind. Das geschieht zumeist in einem Zeitraum von drei bis sieben Tagen nach dem ersten Auftreten. Sollte als Begleiterscheinung Fieber aufgetreten sein, darf das Kind erst wieder in die Kita, nachdem es mindestens 24 Stunden fieberfrei war.

Gibt es Mittel gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Nein. Symptome wie Fieber und Magen-Darm-Probleme können mit klassischen Medikamenten und Hausmitteln behandelt werden. Für das Behandeln der Bläschen gibt es spezielle Salben und Tinkturen für den Mundbereich, die den Heilungsverlauf unterstützen.