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Auto-Kindersitze: Was bedeutet i-Size?

Das Thema Auto-Kindersitze beschäftigt viele junge Eltern. Es gibt eine große Auswahl und die vielen unterschiedlichen Modelle verunsichern zusätzlich. Nur eins weiß man ganz genau: Das Kind soll so sicher wie möglich im Auto sitzen.

Im Juli 2013 wurde eine neue EU-Regelung für Kinderautositze (UN R129, kurz „i-Size“) verabschiedet. Für i-Size konforme Kindersitze werden die Verwendung von ISOFIX, ein zusätzlicher Seitenaufprallschutz und das rückwärtsgerichtete Fahren bis 15 Monate nun zur Vorschrift. Mit diesem neuen Standard sollen Kinder noch sicherer im Auto mitreisen. i-Size wird die aktuelle Norm ECE-R44/04 jedoch zunächst nicht ersetzen, diese behält auch weiterhin ihre Gültigkeit.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „i-Size“?

Ein Überblick:
(1) Das „i“ spiegelt die intelligenten, praktischen und gut durchdachten Eigenschaften der neuen Sicherheitsverordnung wider. „Size“ (engl. für „Größe“) zeigt, dass die Größe des Kindes bei der Wahl des Kindersitzes entscheidender ist als das Gewicht.

(2) Verbesserter Schutz: Der zusätzliche Seitenaufprallschutz bietet bei einem Seiten- und Frontalaufprall sowie im Kopf- und Nackenbereich wesentlich mehr Sicherheit. Dieser verbesserte Seitenaufprallschutz ist bei i-Size Sitzen verpflichtend. Daher bieten i-Size Sitze also immer ein höheres Schutzlevel für Ihr Kind.

(3) Die Verwendung rückwärtsgerichteter Kindersitze ist innerhalb der neuen i-Size Regelung nun für Kinder bis 15 Monate vorgeschrieben.

(4) i-Size fördert das weltweit standardisierte ISOFIX-System, welches das Risiko einer falschen Installation des Kindersitzes im Auto verringert. Wie Studien gezeigt haben, ist die Falschinstallation des Kindersitzes eine der größten und gefährlichsten Gefahrenquellen im Hinblick auf die Sicherheit von Kinderautositzen. Diese Gefahr wird durch die einfache Installation mit ISOFIX deutlich reduziert.

i-Size ist eine Weiterentwicklung der aktuellen ISOFIX-Kinderautositze und wird auch als „Super-ISOFIX“ bezeichnet.

(5) i-Size ist angelehnt an das Konfektionsgrößensystem von Kinderkleidung. Die Angabe der Sitzgröße erfolgt über die Körpergröße in cm. Das erleichtert den Eltern die Auswahl der richtigen Sitzgruppe, denn die Größe des Kindes hat man in der Regel leichter parat, als das Gewicht. Und wenn nicht – schaut man einfach in auf das Größenschild eines Bekleidungsstückes!

(7) Die neuen Kinderautositze unterliegen strengeren gesetzlich geforderten, speziellen Seitenaufprall- sowie Frontal-Crashtests. Ältere zugelassene Kindersitze entsprechen diesen Vorgaben auch. Dennoch lässt sich sagen, dass nach i-Size zugelassene Sitze nach strengeren Kriterien getestet werden und daher ein höheres Sicherheitslevel bieten.

Fragen und Antworten

Kann ich den Autositz mit der gängigen Norm ECE-R 44 weiterverwenden oder muss ich nun einen i-Size Sitz kaufen?
Nach der bisherigen Regelung können Eltern die Kinderautositze mit der ECE-R 44/04 Norm noch kaufen und auch weiterverwenden, bis das Kind herausgewachsen ist. Die Richtlinien werden in den nächsten Jahren parallel gelten, um dem Verbraucher eine Übergangsphase zu ermöglichen.

Warum sollen Kinder bis 15 Monate lieber rückwärtsfahren?
Der Kopf eines Babys ist bis zum Alter von 15 Monaten im Vergleich zum Rest des Körpers relativ schwer und die Nackenmuskulatur ist schwach ausgebildet. Bei einem Frontalzusammenstoß wirken starke Kräfte, denen ein Baby noch nicht standhalten kann und die in einem rückwärtsgerichteten Sitz besser über den Körper des Kindes verteilt werden.

Ab einem Alter von über 15 Monaten lässt die i-Size-Regelung Eltern die Wahl, ob sie ihr Kind vorwärts- oder rückwärtsgerichtet transportieren möchten, da mit der steigenden Körpergröße der Hals- und Nackenbereich des Kindes stärker wird.

Warum hängt die richtige Größe des Auto-Kindersitzes bei i-Size von der Körperlänge und nicht mehr vom Gewicht des Kindes ab?
Eltern kennen die Körpergröße ihres Kindes meist besser als sein Gewicht, da sich auch die Konfektionsgrößen der Kinderkleidung nach der Körperlänge richten. Die neue i-Size-Regelung ist also zum Teil eine Vereinfachung für den Alltagsgebrauch. Zudem zeigt die Körperlänge einfach besser an, ob ein Kind gut in einen Sitz passt als das Gewicht. Das alles verhindert die Gefahr, das Eltern ihre Kinder zu früh in den nächsthöheren Sitz setzen, der das Kind noch richtig schützen kann.

Welche Auswirkungen hat i-Size auf die Automobilhersteller?
Im Gegensatz zu ISOFIX, das verpflichtend für Fahrzeughersteller ist, ist i-Size nicht verpflichtend. Inzwischen werden jedoch bereits i-Size Fahrzeuge entwickelt, und alle i-Size Kindersitze sind mit allen i-Size Fahrzeugen kompatibel. Auch die meisten ISOFIX-Verankerungen eignen sich für i-Size Kindersitze. Bislang sind circa 95 % der ISOFIX-Fahrzeuge, die externen Tests unterzogen wurden, kompatibel mit i-Size Kindersitzen.