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Roadtrip mit Baby: Vorüberlegungen und Tipps

Viele Menschen träumen von einem Roadtrip, sei es quer durch Europa, in den USA, mitten in Australien oder in anderen fernen Ländern. Er verspricht die ultimative Freiheit und eine Möglichkeit, in kurzer Zeit viel zu entdecken. Dementsprechend verlockend ist es, die Elternzeit für einen solchen Roadtrip zu nutzen. Doch kann ein Baby da überhaupt mit und was müssen Sie beachten? Wir geben Ihnen Tipps für einen gelungenen und stressfreien Roadtrip mit Kind.

Roadtrip ist nicht gleich Roadtrip!

Der Roadtrip liegt vor allem bei jungen Reisenden aktuell voll im Trend, sei es mit einem Wohnwagen oder via Auto, wobei zumeist in günstigen Unterkünften wie Hostels oder AirBnB geschlafen wird. Viele Reisende versprechen sich durch den Roadtrip Abenteuer und Freiheit. Wer mit dem eigenen Fahrzeug auf den Straßen unterwegs ist, kann schließlich frei entscheiden, wann er wohin fahren und wie lange er dort bleiben möchte. So können neue Länder in kürzester Zeit möglichst umfassend erkundet werden. Sie können an schönen Flecken der Erde verweilen oder an weniger schönen schnell weiterreisen.

Ja, es gibt viele gute Gründe für einen Roadtrip. Dennoch unterscheidet sich jede Reise je nach Destination, Fahrzeug & Co stark. Das ist Vor- und Nachteil zugleich aus Sicht frischgebackener Eltern: Einerseits bietet der Roadtrip zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, sodass in der Regel auch eine Reise mit Kind bei der richtigen Organisation problemlos machbar ist. Andererseits lässt sich nicht immer vorhersehen, welche Herausforderungen es bei dem Trip geben wird, was vor allem mit Baby an Bord zum Problem werden kann. Viele Reisewillige sind sich daher unsicher, ob sie einen Roadtrip mit Baby beziehungsweise Kleinkind wagen sollen oder lieber nicht.

Herausforderungen der Reise auf den Straßen

Wie immer im Leben, gibt es auch beim Roadtrip zwei Seiten der Medaille. Die Argumente für die Rundreise auf vier Rädern wurden bereits erwähnt. Allerdings bedeutet ein Roadtrip gleichzeitig auch deutlich mehr Stress als die Buchung einer Pauschalreise. Er bedarf einer Menge Organisationsaufwand, vor allem bei mitreisenden Kindern und beinahe jeden Tag müssen Sie sich wieder auf eine neue Umgebung einstellen. Eventuell machen Ihnen Herausforderungen wie eine Panne irgendwo im Nirgendwo das Leben schwer oder dem Kind wird auf der Rückbank langweilig und es beginnt zu nörgeln. Auf den Straßen können eine Menge Schwierigkeiten lauern. Zwar lassen sich diese in der Regel früher oder später meistern, doch viele Eltern schrecken davor zurück, ihr Baby solchen „Gefahren“ auszusetzen. Zurecht?

Roadtrip mit Baby: ja oder nein?

So manche Eltern, welche sich vom Roadtrip einen Spaß für die ganze Familie erhofften, wurden angesichts solcher Schwierigkeiten bitter enttäuscht. Das bedeutet aber keinesfalls, dass diese Form der Reise nicht für Familien mit kleinen Kindern geeignet ist. Stattdessen spielt die richtige Organisation eine tragende Rolle, um die Sicherheit aller Mitreisenden zu jeder Zeit zu gewährleisten und das Abenteuer für sämtliche Beteiligten möglichst entspannt zu gestalten. Prinzipiell spricht also nichts gegen den Roadtrip mit Baby, jedoch handelt es sich dabei stets um eine Einzelfallentscheidung.

Wenn Sie über einen Roadtrip nachdenken, sollten Sie also einige Vorüberlegungen treffen und anschließend eine vernünftige Entscheidung treffen. Lassen Sie sich nicht vom Wunsch nach einem Roadtrip leiten, wenn er auf Kosten Ihres Kindes ginge. Andersherum ist es aber ebenso wenig sinnvoll, sich von unbegründeten Ängsten abschrecken zu lassen. Die Antwort zum Roadtrip mit Baby lautet also: jein!

Vorüberlegungen für reisewillige Eltern

Wenn Sie einen Roadtrip mit Baby starten möchten, haben Sie bestenfalls schon einige Erfahrungen mit dem Reisen auf vier Rädern gesammelt. Denn auch ohne Kinder müssen Sie diese richtig organisieren und die eine oder andere Herausforderung stemmen. Kommen hingegen noch ein oder mehrere Kinder hinzu, wird der Roadtrip deutlich anstrengender und komplizierter. Stellen Sie sich daher Fragen, wie:

  • Haben Sie genügend Energie für einen Roadtrip oder wäre ein Entspannungsurlaub am Strand vielleicht die bessere Wahl?
  • Zu welchem Ziel möchten Sie gerne reisen?
  • Wann ist in dem betreffenden Land die beste Reisezeit?
  • Wie möchten Sie reisen (Wohnmobil, Mietwagen, eigener PKW, etc.)?
  • Wo wollen Sie schlafen?
  • Fahren Ihre Kinder gerne und problemlos Auto oder wird ihnen vielleicht schnell übel?
  • Wie lange würden Sie pro Tag im Fahrzeug sitzen?
  • Lauern im Zielland Gefahren (für Kinder) wie Krankheiten, gefährliche Tiere, extremes Klima, o. ä.?
  • Wie können Sie die Sicherheit aller Reisenden zu jeder Zeit gewährleisten?

Wenn es Ihnen und Ihren Kindern also nichts ausmacht, jeden Tag für mehrere Stunden im Auto zu sitzen und jede Nacht woanders zu schlafen, spricht eigentlich nichts gegen den Roadtrip. Vorausgesetzt eben, sie organisieren diesen „richtig“.

Tipps für die Organisation des Roadtrips mit Baby oder Kind(ern)

Wie so oft im Leben, sollten Sie auch beim Roadtrip mit der ganzen Familie lieber klein anfangen. Hat die erste Reise problemlos funktioniert, können Sie sich beim nächsten Trip „steigern“, sprich Sie sind länger unterwegs oder in etwas schwierigeren Ländern im Sinne von Sprache, Kultur, Klima & Co. Vor allem, wenn Kinder mit an Bord sind, sollte Sicherheit an erster Stelle stehen. Besonders gut geeignet ist dafür ein Roadtrip im eigenen Land oder zumindest in Europa. So sparen Sie sich die Anreise mit dem Flugzeug und können Ihren eigenen PKW nutzen. Zudem ist die Rückkehr jederzeit problemlos möglich. Auch das ist beim Roadtrip mit Baby nämlich essenziell: Halten Sie sich stets die Option zum Abbruch Ihrer Reise offen, wenn es dem Kind zu viel wird, es kränkelt, das Auto eine Panne hat, die Eltern an Ihre Grenzen stoßen oder Ihnen anderes Unvorhergesehenes einen Strich durch die Rechnung macht. Weiterhin sollten Sie folgende Tipps bei Ihrer Planung berücksichtigen:

  • Sie benötigen ein möglichst sicheres Fahrzeug, das richtige System für den Kindersitz und im Sommer unbedingt eine Klimaanlage. Das gilt sowohl für einen PKW als auch ein Wohnmobil, je nachdem, für welche Variante Sie sich schlussendlich entscheiden.
  • Besitzen Sie kein solches geeignetes Fahrzeug, können Sie es auch anmieten. Vor allem bei Wohnwagen, Kastenwagen oder Wohnmobilen ist die Miete oft günstiger, wenn Sie diese nicht jedes Jahr für mehrere Wochen nutzen. Achten Sie aber natürlich darauf, dass das Wohnmobil zu Ihrem Reisezweck passt und auch, oder vor allem, für das Kind ein sicheres sowie komfortables Reisen ermöglicht.
  • Bereiten Sie sich auf alle Eventualitäten wie eine Autopanne, extreme Hitze oder Kälte, Stau, das Nichterreichen einer Unterkunft für die Nacht und andere denkbare Szenarien vor. Wichtig ist also, dass Sie stets ausreichend Trinken sowie Nahrungsmittel, Decken, einen Hitzeschutz, Windeln & Co bei sich haben. Planen Sie in Ihrem Fahrzeug ausreichend Platz für das Gepäck ein.
  • Überprüfen Sie vorab Ihren Versicherungsschutz. Alle Mitreisenden müssen unbedingt krankenversichert sein, auch im Ausland. Sinnvoll ist unter Umständen zudem der Abschluss einer ADAC-Mitgliedschaft.
  • Planen Sie die einzelnen Etappen vorab und achten Sie darauf, niemals länger als vier Stunden am Stück im Auto zu sitzen. Am besten fahren Sie zu jenen Zeiten, zu welchen das Kind schläft. Weiterhin müssen Sie ausreichend Pausen einplanen. Bleiben Sie aber dennoch flexibel: Wenn Ihr Plan nicht exakt hinhaut, ändern Sie eben die Route oder legen Sie einen spontanen Zwischenstopp ein.
  • Nehmen Sie genügend Spielzeug zur Beschäftigung der Kinder mit oder überlegen Sie sich lustige Autospiele. Dennoch sollte Ihnen bewusst sein, dass sich vor allem bei älteren Kindern Langeweile oder schlechte Laune hin und wieder nicht vermeiden lassen.

Prinzipiell gilt auch beim Roadtrip das Motto: „Früh übt sich!“. Sie können ihr Baby beziehungsweise Ihre Kinder durchaus in jungen Jahren an den Urlaub auf der Straße gewöhnen. Dennoch sollten Sie die Bedürfnisse aller Familienmitglieder bei der Reiseplanung berücksichtigen und, wie bereits erwähnt, den Roadtrip notfalls abbrechen. Ob der Roadtrip mit Baby also für Sie geeignet ist oder nicht, müssen Sie letztendlich selbst entscheiden. Einen Versuch ist er aber allemal wert und mit der richtigen Organisation stehen Ihre Chancen gut, dass er zum gelungenen Abenteuer mit unvergesslichen Erinnerungen wird, welche die Familie noch enger zusammenschweißen.

Bilder

Abbildung 1: Fotolia.com © nadezhda1906 #119897585

Abbildung 2: Fotolia.com © Halfpoint #82753743

Abbildung 3: Fotolia.com © Tomsickova #213467647

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