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Was ziehe ich meinem Baby im Winter an?

Baby Winter ModeBabys können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren. Das bedeutet: Wir Eltern müssen das für sie übernehmen – mit der richtigen Kleidung. Gerade in der kalten Jahreszeit keine leichte Aufgabe: Wie ziehe ich mein Kind an, damit es nicht friert? Und wie warm ist zu warm? Unsere Autorin ist Mutter von zwei Kindern. Eins kam im Dezember, das andere war 7 Monate alt, als es draußen richtig kalt wurde. Hier verrät Sie ihre drei besten Winter-Anzieh-Tipps für Kinder im ersten Lebensjahr.

Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Viele Babys werden im Winter viel zu warm angezogen! Body, Strumpfhose, Strampler, Schneeanzug und Daunendecke – aus lauter Angst vor der Kälte lassen Eltern ihr Kind im Kinderwagen oft ungewollt schwitzen. Und ist das Baby erst einmal nassgeschwitzt, steigt die Erkältungsgefahr rapide. Also: natürlich nicht zu wenig, aber bitte auch nicht zu viel anziehen. Am einfachsten geht das so:

Schneeanzug BabyTipp 1: das Zwiebelsystem nutzen

Ziehen Sie Ihrem Kind bei fallenden Temperaturen mehrere Kleidungsschichten an. Das altbewährte Zwiebelsystem, das schon unsere Großeltern kannten, funktioniert folgendermaßen:

  • zuerst kommt eine dünne Unterschicht (Body und Strumpfhose)
  • dann eine oder mehrere Wärmeschichten (zum Beispiel Shirt, Pulli, Jäckchen oder Strampler)
  • schließlich eine Außenschicht (Schneeanzug oder Jacke mit Schneehose).

Wie viele Wärmeschichten Sie anziehen sollten, hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab: Wie kalt ist es draußen? Und: Wird Ihr Kind die meiste Zeit im Kinderwagen (also zusätzlich unter einer Daunendecke) oder Buggy (also im Fußsack) sein? Oder befindet es sich tatsächlich an der Luft (zum Beispiel auf Ihrem Arm)? Immer noch unsicher, wie viele Schichten richtig sind? Ein Hebammen-Richtspruch, der sich auch bei uns bewährt hat, lautet: Ziehen Sie dem Baby immer eine Schicht mehr an als sich selbst – drinnen wie draußen.

Tipp 2: Kleidung immer anpassen

Aus der Kälte in den überfüllten Bus oder warmen Supermarkt – wir Erwachsenen können uns in solchen Situationen schnell die dicke Jacke ausziehen oder einfach einen Reißverschluss öffnen. Babys können das nicht. Deshalb müssen wir auch das für die Kleinen übernehmen. Denn sonst beginnt das Baby zu schwitzen und muss schließlich nassgeschwitzt wieder in die Kälte. Wenn aus dem schnellen Windelkauf ein ausgedehnter Streifzug durch die Drogerie wird, packen Sie Ihr Baby also ein wenig aus: Decke entfernen oder Fußsack öffnen, Reißverschlüsse öffnen, Mützchen und gegebenenfalls Handschuhe (siehe Tipp 3) ausziehen. Das gilt leider auch dann, wenn das Kind gerade schläft und man Gefahr läuft, es zu wecken. Achten Sie bei der Kleidungsauswahl daher auf leicht zu öffnende Stücke. Auch wenn Strickjäckchen mit Knopfleiste zuckersüß sind – für das Zwiebelsystem eignen sich Oberteile mit leicht zu öffnendem Reißverschluss besser.

Tipp 3: die richtigen Accessoires wählen

Baby MuetzeÜber den Kopf geben Babys viel Wärme ab, daher ist ein Mützchen Pflicht. Doch irgendwann fangen die Kleinen an, ihre Hände zu entdecken (und zu benutzen). Dann bleibt die Mütze nicht lange auf dem Kopf, sondern wird in regelmäßigen Abständen runtergezogen. Wichtig deshalb bei der Wahl der Kopfbedeckung: Achten Sie auf ein kleines Kinnbändchen zum vorsichtigen Festschnüren der Mütze.

Auch bei Handschuhen gilt: Wer nicht ständig einen davon auf der Straße oder im Fußsack suchen möchte, wählt am besten direkt einen Schneeanzug mit integrierten Handschühchen. Hier sind die Handschuhe am Ärmel befestigt, können aber dennoch ausgezogen werden.

Wenn Sie keinen Schneeanzug, sondern die Kombination aus Jacke und Schneehose wählen, braucht Ihr Kind zusätzlich natürlich warme Schuhe an den Füßen. Gefütterte Überziehschuhe sind in den ersten Monaten am praktischsten.

Neben diesen 3 Tipps hören Sie jetzt, wenn es kälter wird, sicher jeden Tag noch tausend andere zum Thema Winterkleidung – ob Sie wollen oder nicht … Daher habe ich noch einen allerletzten (den wichtigsten!) Tipp für Sie: Lassen Sie sich nicht verrückt machen! Die eigenen Eltern kennen Ihr Baby am besten. Und haben in der Regel ein hervorragendes Bauchgefühl dafür, ob es gerade friert, schwitzt oder sich einfach pudelwohl fühlt.