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Schwanger mit „Nummer Zwei“: Das kommt auf Sie zu

Mit dem ersten Kind ist alles anders. Plötzlich ist immer jemand da, der Mutter und Vater braucht. Ein Paar ist nicht mehr nur für sich, sondern hauptsächlich für den Sprössling da, der auf die Fürsorge der Eltern angewiesen ist. Kündigt sich dann ein zweites Kind an, kann sich die Familie auf den Zuwachs freuen. Zeitgleich bedeutet es aber auch eine Doppelbelastung – schließlich braucht eine werdende Mutter viel Zeit für sich, während das neue Leben in ihr heranwächst. Was in dieser Schwangerschaft vielleicht anders läuft und was die Familie währenddessen zu beachten hat, gibt es hier im Überblick.

Es ist schon verrückt, wie ein so kleines Wesen das ganze Leben auf den Kopf stellen kann. Denn tatsächlich: Mit der Geburt des ersten Kindes ist plötzlich alles anders. Während Mama und Papa auch während der Schwangerschaft noch größtenteils ihren eigenen Rhythmus leben konnten, diktiert jetzt der kleine Knirps Schlaf- und Wachphasen. Und wo jetzt also dieses dritte Mitglied die kleine Familie auf den Kopf stellt, kündigt sich auch schon Nummer zwei an.

Manchmal geht das schneller als gedacht – und die Doppelbelastung bereitet den werdenden Zweifach-Eltern Sorgen. Auf der anderen Seite kann es aber auch sehr praktisch sein, die Familienplanung bereits nach wenigen Jahren abschließen zu können. Zwei Kinder sind zwar doppelter Stress, dieser ist dafür dann aber nach kurzer Zeit schon ganz ad acta gelegt…es gibt also durchaus Argumente die dafür, aber auch welche, die dagegen sprechen.

Egal ob geplant oder nicht: In einer zweiten Schwangerschaft mit Kleinkind ist alles anders als zuvor. Dinge brauchen jetzt mehr Vorbereitung, mehr Zeit und auch mehr Kraft. Auf der anderen Seite können die werdenden Eltern entspannter sein – schließlich wissen sie jetzt, wie der Hase läuft. Dennoch ist es essentiell, auch Hilfe anzunehmen und auch mal alle fünfe gerade sein zu lassen. Als werdende Mutter werden Sie dieses Mal Ihre Müdigkeit wahrscheinlich mehr spüren als bei der letzten Schwangerschaft – schließlich fordert das Kleinkind nach wie vor Aufmerksamkeit ein und kann es nicht so leicht akzeptieren, wenn Mama schlafen geht. Deshalb ist es wichtig, Ruheräume einzuräumen, in denen die Mutter abschalten kann, ohne auf das Kind zu achten. Oma und Opa können an dieser Stelle aushelfen, aber auch Freunde und weitere Familienmitglieder helfen sicherlich gerne, der Schwangeren Zeit für sich zu ermöglichen.

Gelassener sein und Hilfe annehmen

Ihren Körper und seine Reaktion auf die Schwangerschaft hingegen kennen Sie bereits. Das bedeutet, dass entspannter in die neun Monate gestartet werden kann. Zwar ist jede Schwangerschaft anders, aber gerade die körperlichen Entwicklungen werden dem vorherigen Mal ähneln. Morgenübelkeit fällt in der zweiten Schwangerschaft oft geringer aus als in der ersten, Komplikationen können aber genauso auftreten, weswegen bei Bedarf durchaus eine engmaschigere Überwachung durch den Gynäkologen oder die Hebamme sinnvoll sein kann. Dennoch: Gehen Sie bewusst gelassen an die Phase der Entwicklung heran. Freuen Sie sich auf das, was da kommt – das entspannt auch die Familie um Sie herum und nicht umsonst heißt es „Entspannte Eltern haben entspannte Kinder“.

Um mehr von dieser Entspannung annehmen zu können, kann es sinnvoll sein, für Kleinigkeiten im Haushalt eine Hilfe zu engagieren. Eine saubere Umgebung ist mit einem Kind schließlich wichtiger, als noch vor der Geburt des Erstlings – den Haushalt stehen und liegen lassen ist also nicht mehr so einfach wie zuvor. Die Mutter hilft sicherlich gerne, die Wohnung sauber zu halten, Wäsche zu waschen und auch mal zu kochen. Ist diese jedoch eingespannt oder nicht in der Nähe, kann es sich lohnen, eine Haushaltshilfe für die Zeit des Übergangs einzusetzen. Natürlich – das kostet Geld, ist aber im Hinblick auf die dadurch freigeschaufelte Zeit sicherlich gut investiert.

Sich Zeit für die wichtigen Dinge nehmen

Denn diese Zeit wird dringend benötigt. Die erste Schwangerschaft und das erste Kind haben bereits einen großen Effekt auf die Beziehung. Ist nun die Belastung durch Kind und Schwangerschaft ungleich höher, kann es durchaus sein, dass die Paarbeziehung stark darunter leidet. Dem entgegenzusteuern ist wichtig – schließlich sollten Eltern immer Liebespaar bleiben, auch wenn dieses natürlich unter der Familiengründung strapaziert wird. Richten Sie sich bewusst Zeit für einander ein. Ein Kind, das noch im Elternbett schläft, muss spätestens jetzt umgewöhnt werden. Wenn Zeit für Massagen, Spaziergänge oder andere „Me-Time“ ist, kann diese auch als Eltern-Zeit genutzt werden, die beide zusammen verbringen. Bewusst mehr Gewicht auf die Qualität der gemeinsam verbrachten Zeit zu legen, sorgt dafür, dass ein Paar auch wirklich Paar bleiben kann – und sich nicht über Kind und Schwangerschaft irgendwo verliert.

Das gleiche gilt auch für die Familienzeit mit dem Erstlings-Kind. Dieses muss schließlich verstehen, dass das Geschwisterchen zwar in Zukunft ebenfalls Aufmerksamkeit von den Eltern einfordern wird, aber dennoch immer wichtig bleibt. Sonst entstehen schnell Eifersüchteleien, die gerade bei Kleinkindern ungeahnte Ausmaße annehmen können. Schon in der Schwangerschaft ist es deshalb wichtig, ein paar besondere Erlebnisse zu schaffen und das Kind daran teilhaben zu lassen. Das können Familienausflüge zu besonderen Anlässen sein – gerade jetzt im Frühjahr laden Mutter-, Vater- und Kindertag dazu ein, einen Ausflug zu unternehmen und die Familie dabei besonders wertzuschätzen. Das bewusst als Quality-Time wahrzunehmen und auch dem Kind besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, wird auch bei ihm für tolle Erinnerungen sorgen und den Druck der wachsenden Familie zumindest für eine kurze Zeit vergessen machen – für alle Beteiligten.

Ein Geschwisterchen sein – Gewöhnungssache

Die Einbeziehung des großen Geschwisterchens ist auch sonst besonders wichtig. Nur durch eine solche Vorbereitung kann es lernen, sich auf den kleinen Bruder oder die kleine Schwester zu freuen, dass es etwas Besonderes ist, Geschwisterkind zu werden. Kleine Kinder können vielleicht auf Mamas Bauch fühlen und so schon einmal den ersten Kontakt mit dem Geschwisterchen aufnehmen. Etwas größere Kinder können vielleicht bei der Herrichtung des Kinderzimmers helfen, die Einkäufe miterleben und vielleicht etwas Besonderes für den Nachwuchs aussuchen. Wichtig ist ebenfalls, dass während der Schwangerschaft verstärkt darauf geachtet wird, dass das Kind sich an eine neue Bezugsperson gewöhnt, da die Mama gerade in den ersten Wochen nach der Geburt doch sehr eingespannt ist und nicht mehr alles im Alltag mit dem „Großen“ erledigen kann. Um diesen Effekt abzumildern, kann beispielsweise der Vater einen stärkeren Bezug aufbauen, mehr mit dem Kind alleine unternehmen, ihm vielleicht etwas über das neue Geschwisterchen vorlesen und so auch der schwangeren Mutter etwas Zeit für sich verschaffen.

Je nach Alter des ersten Kindes fallen diese Unternehmungen natürlich anders aus. Ebenso ist das Alter dafür entscheidend, ob sich ein Kita-Platz, eine Tagesmutter oder eine andere Form der Betreuung finden lässt. Das ist sehr hilfreich, besonders im Hinblick auf die Zeit als Hochschwangere und für die erste Zeit mit dem neuen Baby. So lernt das erste Kind ein wenig Selbstständigkeit, hat für einen halben Tag Beschäftigung und – das als ganz besonderer Vorteil – zu Hause gibt es nicht zwei Kinder, die es zu versorgen gilt. Wer dabei ein schlechtes Gewissen bekommt, sollte sich keine Gedanken machen: Natürlich haben beide Kinder nach wie vor einen großen Stellenwert, allerdings ist es auch schwierig, beiden gerecht zu werden, wenn sie gleichzeitig zu Hause sind. Dem Größeren in dieser Hinsicht ein wenig Freiheit zu schenken und halbtags zur Betreuung mit anderen Kindern zu schicken, tut ihm letztendlich gut und wird ihm viel mehr gerecht, als eine gestresste Mutter zwischen den Bedürfnissen von Baby und Kleinkind.

Denn auch das darf eine baldige Zweifach-Mama: An sich denken und auch mal aus diesem Gedanken heraus argumentieren. Es tut gut, mal loszulassen, die Schwangerschaft einfach zu genießen und fünfe gerade sein zu lassen. Dass andere in dieser Zeit einmal öfter etwas für Sie erledigen müssen, werden sie bestimmt nicht krumm nehmen. Viel mehr freuen sie sich, Teil einer wachsenden Familie zu sein, denn schließlich gehören die Freunde der engen Familie auch irgendwie dazu.

Mal fünfe gerade sein lassen und sich auf den Familienzuwachs freuen

Mit einer lockeren Einstellung, Durchhaltevermögen und einer guten Versorgung des Körpers sind die Monate dann schneller vorbei als gedacht. Wichtig ist vor allem, es sich gut gehen zu lassen und noch mehr als sonst auf die Ernährung acht zu geben: Energie kostet der Alltag schließlich schon genug – wertvolle Kohlenhydrate, viel Obst und Gemüse sowie gute Fette geben diese zurück und halten den geschwächten, gestressten Körper am Laufen. Übrigens tut auch moderater Sport gut, um den Körper auf die Geburt vorzubereiten und zwischendurch abzuschalten. Aber keine Sorge – auch lange Spaziergänge können als Sport gewertet werden und sorgen für körperliche Ertüchtigung.

Auf diese Weise kommen Sie gut durch Ihre zweite Schwangerschaft – und können sich auf den kleinen Familienzuwachs freuen. Das ist das wichtigste, also denken Sie daran, was Sie schönes erwartet, wenn der Stress Sie zwischendruch übermannt und einfach nichts laufen will, wie es soll: Es wird noch viele, viele Jahre geben, in denen Sie Haushalt und die Familie mit zwei (oder mehr!) Kindern perfekt managen können.

Bilquellen:

Bild 1: fotolia.de ©nataliaderiabina #144605635

Bild 2: fotolia.de ©kichigin19 #73114637

Bild 3: fotolia.de ©Antonio Diaz #143040196

Bild 4: fotolia.de ©WavebreakMediaMicro #105081808