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Ja oder nein? Die Grippeschutzimpfung für Schwangere

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Pro und Contra: Grippeschutzimpfung für Schwangere

Jetzt beginnt die kühle Jahreszeit und es begegnen uns die ersten Schnupfennasen. Deshalb sollte die Grippeschutzimpfung nun durchgeführt werden. Hier werden die wichtigsten Fragen beantwortet.

Warum sollten Schwangere sich gegen die Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt vor allem Personengruppen, die besonders anfällig gegenüber Grippeerkrankungen sind, die Schutzimpfung. Deshalb sollten vor allem Schwangere, die an chronischen Atembeschwerden, Diabetes, Störungen des Immunsystems oder anderen, schweren Grunderkrankungen leiden, die Grippeschutzimpfung in Betracht ziehen. Sie gehören zur Risikogruppe. Einmal angesteckt, kann die Grippe die Zeit der Schwangerschaft zu einer Tortur machen.

Kann die Grippeschutzimpfung mein Kind schädigen?

Die STIKO empfiehlt Schwangeren, sich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel impfen zu lassen. Die Weltgesundheitsorganisation hingegen empfiehlt schwangeren Frauen, sich jederzeit impfen zu lassen. Würde es den Verdacht geben, dass die Grippeschutzimpfung in irgendeiner Art und Weise schädigend sein könnte, würden diese Empfehlungen nicht ausgesprochen werden. Gerade wurden die Ergebnisse einer Studie publiziert, die nachweist, dass Schwangere, die sich bis zur 14. SSW gegen die H1N1-Viren („Schweinegrippe“) impfen ließen, nicht mehr Missbildungen ihrer Kinder hinnehmen mussten als Mütter, die sich später oder gar nicht impfen ließen.

Was sagen Studien zur Wirkung der Grippeschutzimpfung?

Ob die Grippeschutzimpfung tatsächlich wirkt und dieser Schutz von der Schwangeren auf das Kind übergeht, kann bisher jedoch keine Studie verlässlich nachweisen. Die Wissenschaftlerin Jennifer A. Hutcheon und ihr Team von der Universität British Columbia in Vancouver hat berechnet, dass für eine verlässliche Studie zur Wirkung der Impfung, etwa ein bis zweieinhalb Millionen schwangere Probandinnen nötig sind. Außerdem müssen die Studien strategischer vorbereitet werden und andere Einflüsse auf das Ergebnis ausgeschlossen werden. Wenn die Mutter raucht oder während der Schwangerschaft Alkohol trinkt, kann das Ergebnis einer solchen Studie stark beeinflusst werden. Außerdem wird vermutet, dass sich Impfvorteile, die sich in Studien belegen lassen, allein aus der Gruppe an Probandinnen ergeben: Schwangere Frauen, die sich impfen lassen, achten grundsätzlich eher auf ihre Gesundheit und minimieren so das Risiko, an einer Grippe zu erkranken.

Grundsätzlich gilt: Schwangere Frauen sollten den Kontakt zu infizierten Personen meiden und sich wie alle anderen auch regelmäßig die Hände waschen.