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Gefühlsstark: Was ist das eigentlich?

„Das ist ein ganz schön schwieriges Kind!“ haben Sie diesen Satz schon einmal über Ihren eigenen Nachwuchs hören müssen? Oder ist er Ihnen selbst schon einmal rausgerutscht? Als Sie von einem fremden Kind genervt waren, das sich selbst einfach nicht unter Kontrolle hatte?

„Schwieriges Kind“ ist ein Stempel, der weh tut. Er ist negativ, er verurteilt. Und doch geht er einem schnell über die Lippen oder schießt uns zumindest in die Gedanken, wenn wir Menschen in bestimmten Situationen beobachten. Das kleine Mädchen zum Beispiel, das jeden Tag in der KiTa-Garderobe einen Schreianfall bekommt. Den klammernden Sechsjährigen, der nie ohne seine Mutter beim Fußballtraining bleiben möchte. Oder dieses eine Kind, das einfach immer anfängt zu weinen, sobald es in einer neuen Umgebung ist – und deshalb schon nicht mehr zu Kindergeburtstagen eingeladen wird.

Doch ist es wirklich „schwierig“, starke Emotionen zu zeigen? Es gibt einen Begriff, der es neutraler, ja sogar positiv beschreibt: gefühlsstark. In diesem Artikel wollen wir die wichtigsten Fragen rund um diesen Begriff klären.

Woher kommt der Begriff „gefühlsstark“?

Die Buch-Autorin und Journalistin Nora Imlau hat den Begriff geprägt. Als gefühlsstarke Kinder bezeichnet sie Jungen und Mädchen, die von Geburt an anders sind als andere Kinder: wilder, bedürfnisstärker, fordernder. Aber gleichzeitig auch feinfühliger, sensibler, verletzlicher.

Ist „gefühlsstark“ eine Krankheit?

Nein. Es ist weder eine Diagnose noch ein medizinisch eingegrenzter Begriff. Es ist einfach ein Teil der Persönlichkeit: So wie ein Kind eher ruhig und in sich gekehrt sein kann oder eher laut und aktiv, so kann es eben auch gefühlsstark sein.

Was genau bedeutet es, wenn ein Kind gefühlsstark ist?

Gefühlsstarke Kinder springen laut Nora Imlau „wie ein Flummi“ von einem emotionalen Extrem ins nächste: himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. Sie leben und erleben ihre Gefühle in der Regel in ihrer ausgeprägtesten Form: Sie sind nie nur ein bisschen wütend oder ein bisschen traurig, sondern leben und erleben diese Emotionen stets besonders stark.
Finden Sie hier eine Liste mit den 8 typischen Merkmalen von gefühlsstarken Kindern.

Sind Kinder, die nicht gefühlsstark sind, im Umkehrschluss denn gefühlsarm?

Nein. Sie haben natürlich ebenso starke Emotionen, können diese nur besser regulieren. So gesehen sind sie regulationsstark.

Woran erkennt man gefühlsstarke Kinder?

Gefühlsstarke Kinder haben oft als Baby schon sehr starke Bedürfnisse. Sie sind oft spannungsgeladen oder gelten als unzufrieden, vertragen Übergänge schlecht oder haben einen besonderen Bewegungsdrang, können nachdenklich bis pessimistisch sein und gleichzeitig sehr leidenschaftlich und begeisterungsfähig für Dinge, die sie lieben. Kurz: Gefühlsstarke Kinder erkennt man, wie der Name schon sagt, an ihren starken Gefühlen.
Sie haben das Gefühl, dass Ihr Kind gefühlsstark ist? Machen Sie auf der Webseite des Köselverlags jetzt den Test.

Wie viele Kinder sind gefühlsstark?

Laut Nora Imlau kommt jedes siebte Kind mit dieser besonderen Spielart der Persönlichkeitsentwicklung zur Welt.

Woran erkenne ich, ob mein Kind gefühlsstark ist?

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Kind wirklich gefühlsstark ist (oder einfach nur manchmal starke Gefühle hat), empfehlen wir den Test auf www.gefuehlsstarke-kinder.de. Hier können Sie auch sich selbst als Erwachsenen auf Gefühlsstärke testen.

Wo erfahre ich mehr zum Thema?

Nora Imlaus Buch „So viel Freude, so viel Wut“ hilft dabei, gefühlsstarke Kinder zu verstehen und zu begleiten. Es enthält auch einen Einschätzungsbogen, der helfen kann, die Gefühle des eigenen Kindes besser zu deuten. Nora Imlaus neues Buch „Du bist anders, du bist gut“ ist eine ebensolche Stütze speziell für Eltern gefühlsstarker Kinder ab 6 Jahren.

Wo können sich Eltern gefühlsstarker Kinder austauschen?

Nora Imlau hat die Facebook-Gruppe Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten gegründet. Leser ihrer Bücher können sich hier mit Gleichgesinnten austauschen.

Zur Person: Nora Imlau ist vierfache Mutter und Journalistin für Elternthemen. Sie veröffentlichte bereits mehrere Ratgeber zur Baby- und Kleinkindzeit. Ihr Buch „So viel Freude, so viel Wut“ war nach Erscheinen nahezu umgehend vergriffen und ist bereits in der sechsten Auflage erschienen. Auch das zweite Buch „Du bist anders, Du bist gut“ wurde innerhalb kürzester Zeit wieder zum Bestseller.


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