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Wie ein Baby das eigene Leben verändert

Mit der Geburt des eigenen Kindes erfüllt sich für viele ein Herzenswunsch. Gleichzeitig beginnt damit eine völlig neue Lebensphase für die Eltern. So gut wie alle Lebensbereiche sind davon betroffen und müssen neu strukturiert und organisiert werden.

Vorfreude während der Schwangerschaft

268 Tage – so lange dauert eine Schwangerschaft im Durchschnitt. 268 Tage sind 38 Wochen und zwei Tage. Eine Schwangerschaft bedeutet 268 Tage Hoffen und Bangen, dass mit dem ungeborenen Kind alles in Ordnung ist und 268 Tage lang nichts passiert. Gerade die ersten drei Monate gelten als kritische Phase. Viele Frauen verlieren in diesem Zeitraum das Kind. So geben Experten die Häufigkeit für den Abort mit elf bis 15 Prozent an. Nach Ablauf der ersten zwölf Wochen spricht die Medizin von einer Fehlgeburt. Bereits vor der Geburt kann ungeborenes Leben den Alltag der Eltern ordentlich durcheinanderwirbeln. Aufgrund des Wissens um die Möglichkeit eines Aborts sind werdende Eltern bei jeder gefühlten Unregelmäßigkeit schnell beim Frauenarzt – oder gleich in der Notaufnahme der Geburtsklinik.

Ein weiterer Höhepunkt sind die Ultraschalluntersuchungen, in denen es um Geschlecht und angeborene Erkrankungen geht. Rückt der Geburtstermin näher, haben Eltern eine nervenaufreibende Zeit hinter sich gebracht. Die Monate und Jahre, welche jetzt vor ihnen liegen, stehen der Aufregung der letzten Wochen aber in nichts nach. Im Gegenteil: Die Schwangerschaft kommt vielen Eltern rückblickend als Zeit vor, in welcher die Welt noch in Ordnung war. Kaum ist das Kind geboren, hält es seine Eltern auf Trab.

Zeit: Mit einem Mal dreht sich die Uhr viel schneller

In jeder Familie werden Eltern diese Erfahrung bestätigen können. Kaum ist der Nachwuchs auf der Welt, hat scheinbar eine unsichtbare Macht jeder Stunde einige Minuten geraubt. Zeit scheint jetzt einfach schneller zu vergehen – sie rinnt fast wie Sand durch die Finger. Im Hinblick auf das Zeitmanagement hat ein Kind nachhaltig Einfluss. Soll heißen: Für Eltern beginnt ein komplett neuer Tagesrhythmus.

Plötzlich richtet sich der Alltag nicht mehr nach Terminen im Büro oder im Verein. Der Taktgeber ist das Baby, dessen Rhythmus in den ersten Wochen aus:

  • Stillen
  • Windeln
  • Schlafen

besteht. Allgemein lautet die Devise: Ein Säugling trinkt alle zwei bis drei Stunden. Dazwischen wird in den ersten Wochen geschlafen. Letzteres ist allerdings nur der Idealfall. Viele Eltern machen die Erfahrung, dass ihr Kind von dieser „Norm“ abweicht. Es wird vor dem Stillen geschrien – genauso wie nach dem Stillen. Und manchmal machen sich Säuglinge auch zwischendurch bemerkbar.

Tagesablauf neu strukturieren

Wo werden sich Eltern auf Veränderungen einstellen müssen? Ganz einfach: überall. Private Termine und das Einkaufen richten sich jetzt nach den Bedürfnissen des Kindes. Und auch in den Nachtstunden ist nicht mehr an Durchschlafen (oder ans Ausschlafen) zu denken. Viele Säuglinge und Kleinkinder sind auch in der Nacht zwei bis drei Mal wach. Eltern werden lernen müssen, auch tagsüber zu schlafen und sich dem Rhythmus des Kindes anzupassen.

Arbeiten und Kind: Wo passt beides zusammen?

Kinder wirbeln den Alltag der Eltern im Privaten kräftig durcheinander. Wie sieht das Ganze beim Thema Job und Beruf aus? Wer sich als Paar für ein Kind entscheidet, wird auch im Hinblick auf die Karriere Abstriche machen müssen.

Dies gilt vor allem in den ersten Jahren, wenn der Nachwuchs voll auf die Hilfe der Eltern angewiesen ist. Wie entsteht hier ein Gleichgewicht? In den ersten Lebensmonaten heißt die Lösung Elternzeit. Gesetzliche Grundlage des Ganzen ist das Elterngeldgesetz (BEEG) – speziell § 15. Generell kann ein Anspruch von bis zu 36 Monaten geltend gemacht werden (von der Geburt bis zum 3. Lebensjahr). Seitens des Gesetzgebers besteht die Möglichkeit, einen Teil der Elternzeit auf den Zeitraum bis zum 8. Lebensjahr des Kindes zu übertragen. Damit lassen sich Phasen wie der Wechsel in die Schule gestalten.

Eigene Wünsche mit dem Arbeitgeber abstimmen

Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen, berührt aber auch ganz alltägliche Fragen. Wird nach Ende der Elternzeit wieder sofort voll gearbeitet? Oder ist in den kommenden Jahren vielleicht auch Teilzeit eine Option? Mit genau solchen Fragen werden sich Eltern mit der Geburt ihres Kindes auseinandersetzen müssen.

Dabei kommt es nicht allein auf die eigenen Wünsche an. Auch der Arbeitgeber hat beim Thema Teilzeit immer noch ein Wörtchen mitzureden und muss der Gestaltung der Arbeitszeit in der gewünschten Form zustimmen.

Auch die finanzielle Situation ändert sich

Die Finanzen sind beim Thema Kind heikel. Generell sieht der Gesetzgeber Hilfen vor – wie zum Beispiel das Kindergeld oder eine Entlastung bei der Sozialversicherung und den Steuern. Trotzdem werden sich angehende Eltern im Klaren sein müssen, dass die Geburt zu einem kleinen Sturm in der Haushaltskasse führen wird.

Ein Grund ist der Bedarf für die Erstausstattung. Letztere kostet sehr schnell einige hundert Euro, oft auch mehr als 1.000 Euro. Und diese Ausgaben übernimmt kein Amt. Mit steigendem Alter des Nachwuchses kommen noch weitere Kosten hinzu. So wird es unter anderem bei:

  • Kita-Gebühren
  • Vereinsbeiträgen
  • Kleidung

zunehmend teurer. Und je größer Kinder werden, desto stärker verändern sich die Ansprüche. Soll heißen: Hat sich der Nachwuchs im Alter von drei Jahren noch mit einem Holzpferdchen zufriedengegeben, soll es mit neun Jahren ein echter Vierbeiner sein.

Wachsende Ausgaben für ein Kind

Das Kinder teurer werden, ist kein Geheimnis – und betrifft alle denkbaren Bereiche des Alltags. Im direkten Vergleich nimmt ein Fünfjähriger weniger zu sich, als ein Kind doppelten Alters. Und auch bei Ticketpreisen für die Bahn oder im Urlaub kosten ältere Kinder meist einfach mehr.

Für teurere Anschaffungen, wie etwa ein ausreichend großes Familienauto oder auch Möbel für das Kinder- oder Jugendzimmer bleibt dann oft nur die Möglichkeit der Finanzierung über einen Kredit. Auch hier müssen sich Eltern genau mit den Details und Konditionen auseinandersetzen. Zur Kreditsumme kommen noch weitere Kosten hinzu. Die Gesamthöhe hängt am Ende von einer Vielzahl an Faktoren ab. Neben den Zinsen und der Laufzeit ist vor allem das Einkommen ausschlaggebend. Frischgebackene Eltern sollten hier genau kalkulieren, da durch Eltern- und Betreuungszeiten meist ein Teil des bisherigen Einkommens wegfällt.

Weitere Veränderungen im Leben

Gerade junge Eltern, deren erstes Kind ins Leben getreten ist, haben sehr hohe Ansprüche an sich. Alles soll perfekt sein – vom richtigen Kinderwagen übers Kinderbett bis zur Babyflasche. Perfektion ist allerdings etwas, was im Vokabular eines Säuglings/Kleinkindes nicht vorkommt. Im teuren Stubenwagen wird nicht geschlafen und die Fahrt mit der Straßenbahn war eine denkbar schlechte Idee.

In dieser Situation spüren Eltern förmlich die Blicke anderer Passanten und Fahrgäste. Was aufkeimt, sind Verzweiflung und Hilflosigkeit. Das Gefühl, schlechte Eltern zu sein, die ihr Kind nicht im Griff haben und überfordert sind, macht sich breit. Eltern müssen eines lernen: Ihre eigenen Ansprüche herunterzuschrauben. Kinder leben im Hier und Jetzt, sie folgen ausschließlich den Bedürfnissen, die sie gerade eben verspüren – und stellen die Eltern, die bisher Planung und Organisation gewohnt waren, damit vor große Herausforderungen.

Fazit: ein Kind verändert alles

Wer Eltern fragt, ob Kinder bereichern oder eine Belastung sind, wird unterschiedliche Antworten bekommen. Oft sieht es so aus, dass Babys (und Kinder allgemein) die Geduld und Nerven der Eltern auf eine harte Probe stellen. Auf der anderen Seite gibt der Nachwuchs auch etwas zurück. Gerade in den ersten Jahren sieht es aber so aus, dass Kinder als sehr fordernd wahrgenommen werden. Kinder wirbeln das Leben ihrer Eltern durcheinander – und dies betrifft nicht nur das Zeitmanagement, sondern auch die Finanzen.

Wo sich ein Paar für Nachwuchs entscheidet, müssen solche Aspekte klar sein. Andernfalls kommt es nach der Geburt zu einigen Überraschungen, mit denen so nicht zu rechnen war. Wer sich jedoch bereits vorher darauf einstellt, kann die anfangs recht anstrengende Zeit gut meistern und sich voll und ganz auf das schöne Leben mit dem neuen Familienmitglied freuen.

Bild 1: fotolia.com © Boggy

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