Menü ◀ zurück
  1. schwangerinmeinerstadt.de
  2. Informationen
  3. Baby & Kleinkind
  4. Kinder Gesundheit
  5. Das erste Babyjahr
News

Das erste Babyjahr: Wie sich das Baby in zwölf Monaten entwickelt

Babys machen schon im Mutterleib enorme Fortschritte in ihrer Entwicklung und reifen in nur neun Monaten von einer einfachen Eizelle zu einem lebensfähigen Menschen heran. Noch vor ihrer Geburt beginnen sie damit, ihre direkte Umgebung zu erkunden, indem sie den Mutterleib betasten und den Geräuschen innerhalb und außerhalb des Bauches lauschen. Nach der Geburt geht die Entdeckungstour munter weiter. Babys lernen jeden Tag dazu und entwickeln sich in den ersten zwölf Monaten extrem schnell von Neugeborenen zu aktiven Kleinkindern.

Die ersten drei Monate: Die Bedeutung der Sinneswahrnehmungen

Babys sind vor allem im ersten Monat hauptsächlich damit beschäftigt, zu essen und zu schlafen. Sie können sich kaum eigenständig bewegen und auch die Sinneswahrnehmungen sind noch lange nicht voll ausgebildet. Sie hören noch nicht richtig, haben eine Sichtweite von gerade einmal 30 Zentimetern und sehen alles verschwommen.

Dennoch sind selbst Neugeborene alles andere als hilflos: Dank ihrer frühkindlichen Reflexe sind sie bestens auf das Leben und Überleben vorbereitet, wie etwa der Saug- und Schluckreflex oder der Atemschutzreflex. Diese Reflexe lassen im Laufe der Babyentwicklung nach.

Auch sonst verändern sich Babys jeden Monat. So fangen sie schon ab dem zweiten Monat an, gezielter nach Gegenständen zu greifen und nehmen ihre Bewegung immer bewusster und interessierter wahr. Da sie motorisch noch recht eingeschränkt sind, sind Babys am Anfang noch sehr auf ihre Sinneseindrücke angewiesen, die ihnen einen Eindruck von ihrer Umwelt verschaffen und sich immer weiter verbessern.

Ab dem zweiten Monat machen Babys schon erste Sprechübungen in Form von gurrenden und glucksenden Lauten, durch die sie erste Gespräche führen. Ab dem dritten Monat beginnen Babys, durch kräftige Strampelbewegungen ihre Beinmuskulatur zu stärken. Dadurch bereiten sie sich frühzeitig auf das spätere Krabbeln und Laufen vor. Im Liegen winkeln Babys nun öfter die Beine an und üben damit das Sitzen.

Bis zum sechsten Monat: Bewegung und Zähne

In den nächsten Monaten interessieren sich Babys immer stärker für alles, was in ihrer direkten Umgebung passiert und greifen nun schon sehr viel gezielter nach Gegenständen, um diese gründlich zu betrachten und zu untersuchen.

Außerdem werden sie immer bewegungsfreudiger: Neben dem Strampeln rollen sich Babys nun auch. Ab dem vierten Monat sind Babys zunehmend daran interessiert, mit anderen Menschen aus ihrem Umfeld Kontakt aufzunehmen und ihre Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. In diesem Zusammenhang lernen sie allmählich, zwischen vertrauten und fremden Personen zu unterscheiden.

Jetzt fangen viele Babys damit an, statt nur Milch auch Beikost zu essen. Die Beikost sollte allerdings erst ab dem fünften Monat zugefüttert werden, weil das Verdauungssystem der Babys vorher noch nicht ausgereift genug ist. Daher ist es wichtig, langsam mit dem Zufüttern zu beginnen und erst Gemüse, später dann auch Fleisch anzubieten.

Bis zum neunten Monat: Krabbelversuche und Emotionen

Schon ab dem sechsten Monat können die ersten Zähne kommen. Sie kündigen sich im Voraus an, indem Babys immer wieder auf Gegenständen herumkauen und vermehrt Speichel produzieren. Außerdem werden sie in dieser Zeit öfter krank. Besonders Durchfall und Fieber treten dann häufig auf.

Ab dem siebten Monat werden Babys in ihrer Bewegung immer selbstständiger: Sie rollen sich nicht mehr bloß hin und her, sondern können sich auch schon vom Rücken auf den Bauch drehen. Manche Babys starten bereits die ersten Krabbelversuche, außerdem klappt das Sitzen immer besser. Bis zum neunten Monat können sich die Babys dann schon alleine aufrecht halten und fangen an, sich an Möbeln in den Stand hochzuziehen.

Babys sind nun also schon ziemlich mobil und können in ihrer Umgebung schon ganz alleine auf Entdeckungstour gehen. Für die Eltern ist es einerseits natürlich schön zu sehen, dass sich ihr Sprössling so gut entwickelt, andererseits sind Babys dabei auch vielen Gefahrenquellen ausgesetzt.

Aus diesem Grund sollten Eltern das Haus kindgerecht machen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Das beginnt schon bei der Einrichtung des Kinderzimmers. Dort ist auf schadstofffreie Möbel, Bodenbeläge und Wandfarben zu achten und auch die Dekoration und das Spielzeug dürfen für das Kind keine Gefahr darstellen.

Außerdem sollte der Wohnraum so gestaltet sein, dass keine Möbel umfallen können, wenn Babys sich daran hochziehen. Schubladen und Schranktüren in Babyreichweite sollten so präpariert sein, dass sie nicht von kleinen Entdeckern geöffnet werden können. Das gilt ganz besonders für Schränke mit Putzmitteln, Medikamenten und ähnlichem.

Ansonsten muss alles außer Reichweite und abgesichert werden, was Babys gefährlich werden könnte, wie elektronische Geräte, Steckdosen, Treppen, Balkon und Garten. Wichtig ist es aber, die Kinder nicht in Watte zu packen, sondern sie auf sichere Weise mit den Gefahren vertraut zu machen.

Abgesehen von den motorischen Fähigkeiten entwickeln sich Babys nun auch auf der emotionalen Ebene weiter: Auf ihren eigenständigen Entdeckungstouren durch das Haus stoßen Babys immer wieder an ihre Grenzen und erleben Situationen, in denen nicht alles so klappt, wie sie es wollten. Sie lernen in dieser Entwicklungsphase also auch, mit Frust und Niederlagen umzugehen.

Außerdem können sie ab dem sechsten Monat Emotionen wie Ärger, Freude oder Angst zeigen und verstehen allmählich den Zusammenhang zwischen Handlungen und Konsequenzen: Sie beginnen, sich zu beschweren, wenn ihnen etwas nicht passt.

Bis zum zwölften Monat: Motorik und Sprache

All die Fertigkeiten, die die Babys in ihren ersten neun Monaten erlernt haben, werden nun noch weiter ausgereift. Die Sinne sind nun ziemlich gut entwickelt und sie können die Hände inzwischen so gut koordinieren, dass sie zwei Gegenstände halten und aneinanderschlagen können. Generell ist die Feinmotorik schon recht gut ausgebildet, sodass die Babys nun auch sehr kleine Gegenstände gezielt greifen können.

Bis zum zwölften Monat machen Babys vor allem in Sachen Motorik und Kommunikation große Fortschritte. Sie können nun schon eigenständig aus dem Liegen in die Sitzposition kommen und sitzen mittlerweile viel stabiler.

Wenn sie sich an Möbeln oder den Beinen der Eltern in den Stand hochziehen, werden sie nun immer öfter versuchen, einen Fuß anzuheben, eine wichtige Vorbereitung auf das Laufen.

Dann dauert es meist nicht mehr lange, bis Babys ihre ersten Schritte wagen, zunächst natürlich, während sie sich mit beiden Händen an einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson festhalten. Anfangs sind sie noch sehr wackelig unterwegs, werden mit viel Übung mit der Zeit aber immer sicherer auf den Beinen und können ihr Gleichgewicht auch im Stehen halten.

Nach einiger Zeit werden sie schon nur noch eine Hand zum Festhalten brauchen und im Alter von etwa zwölf Monaten sind die ersten soweit, dass sie die ersten Schritte alleine wagen. Andere lassen sich damit noch ein paar Monate Zeit, bis sie mit dem Laufen anfangen. Immerhin verlangt das Laufen den Babys viel in Sachen Gleichgewicht und Koordination ab, damit sie sich eigenständig auf zwei Beinen halten können.

Auch im Bereich Kommunikation werden die Babys in dieser Phase immer fitter. Sie fangen schon in den ersten Monaten damit an, mit einfachen Lauten ihre Sprache zu trainieren, die später in Brabbeln übergehen. Daraus werden im Laufe der Monate immer konkretere Laute und von da ist es nicht mehr weit bis zu den ersten Worten. Die sind allerdings noch sehr undeutlich und schwer verständlich, was sich aber im Laufe der nächsten Monate ändern wird.

Mit etwa zwölf Monaten erkennen Babys auch schon den Zusammenhang zwischen vertrauten Personen oder Gegenständen und ihren Namen, außerdem verstehen sie mittlerweile einfache Sätze wie Aufforderungen und Verbote. So lernen sie allmählich ihre Umgebung auch auf der sprachlichen Ebene besser kennen, eine wichtige Voraussetzung für die späteren Lernprozesse.

Bilder

Abbildung 1: Fotolia.com © Oksana Kuzmina #136941036

Abbildung 2: Fotolia.com © Oksana Kuzmina #147083779

Abbildung 3: Fotolia.com © Irina Schmidt #163858067

Abbildung 4: Fotolia.com © georgerudy #137968049

Wir Cookies und Google Analytics, um unsere Website für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.