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Schritt für Schritt zum Babysitter

Suchen und Finden. Babysitter findet man am besten auf Empfehlung, denn dann ist eine große Hürde, die Vertrauensfrage, schon ein Stück weit genommen. Auch mit Teenagern aus der Nachbarschaft, die man schon lange kennt, kann sich eine gute Zusammenarbeit entwickeln.
Weitere Möglichkeiten zur Suche gibt es über Inserate, Schwarze Bretter oder über entsprechende Internetseiten. Hat der Babysitter einen pädagogischen Hintergrund oder befindet sich in Ausbildung zu einem Beruf, der mit der Kinderbetreuung zu tun hat – umso besser.

Die Sicht der Kinder

Ihre Kinder sollten zum Einen bereits eine Fremdbetreuung gewöhnt sein, wenn Sie sich auf Babysitter-Suche begeben und zum Anderen ein gewisses Mitspracherecht haben. Auch ein sehr kleines Kind kann Ihnen bereits deutlich signalisieren, ob es sich in der Gegenwart eines Menschen wohlfühlt oder nicht.

Vorstellungsgespräch

Einer Zusammenarbeit geht, wie in jedem anderen Job auch, ein Vorstellungsgespräch voraus, in dem man sich besser kennenlernt und in dem Rahmenbedingungen, Regeln, Kosten, besondere Wünsche und die Flexibilität besprochen werden können. Aus diesem Gespräch sollten Sie mit einem 100 %ig sicherem Gefühl heraus gehen, dass der Babysitter die richtige Betreuungsperson für Ihre Kinder ist.

Probearbeiten

Vereinbaren Sie mit der Person Ihrer Wahl einen Termin zum Probearbeiten. Seien Sie in der Anfangszeit mit dabei, schauen Sie, wie der Babysitter auf Ihre Kinder zugeht und wie diese auf ihn reagieren. Lassen Sie Kinder und Babysitter dann eine Zeitlang alleine und sprechen Sie im Anschluss mit dem Babysitter darüber, wie er zurecht gekommen ist und mit Ihren Kindern darüber, wie es ihnen gefallen hat.

Die Kosten

Die Kosten für einen Babysitter variieren je nach Alter des Babysitters und seiner Aufgaben. Üblich sind fünf bis sieben Euro pro Stunde für einen Teenager und zehn bis zwölf Euro pro Stunde für einen älteren Babysitter, der möglicherweise auch Fahrten übernimmt oder Nachhilfe gibt.

Der Vertrag

Ein Vertrag, in dem die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit und dem Umgang mit den Kindern festgehalten sind, kann dabei helfen, dass sich beide Seiten sicher fühlen und dass das Betreuungsverhältnis ungetrübt von Fehlern in der Absprache eingegangen werden kann. Ist der Babysitter ein Teenager, so wird dieser Vertrag sicherlich kürzer und formloser ausfallen, als wenn man einen professionellen Babysitter engagiert.

Absicherung

Wichtig für einen reibungslosen Ablauf in der Kinderbetreuung ist, dass Sie den Babysitter entsprechend absichern. Hinterlassen Sie ihm eine oder mehrere Telefonnummern, unter denen Sie auch wirklich erreichbar sind.

Feedback

Auch wenn Sie noch so müde heim kommen und Ihr Babysitter schnell Feierabend machen möchte: Verzichten Sie nicht darauf, sich ein kurzes Feedback von der Betreuungszeit einzuholen. Ist alles gut gegangen? Hat sich Ihr Kind vor etwas erschreckt oder geängstigt? Ist es gesund und munter oder macht es den Eindruck, als würde es krank werden? Mit diesen und ähnlichen Fragen lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden und die Zusammenarbeit optimieren.

Das Gesetz

Schwarzarbeit ist verboten, das ist allgemein bekannt. Doch ab welchem Punkt handelt es sich bei meinem Babysitter um ein steuerpflichtiges Arbeitsverhältnis? Wo hört eine bezahlte Gefälligkeit auf und wo fängt die Schwarzarbeit an? Generell gilt: Nachbarschaftshilfe und Hilfe in der Verwandtschaft zählen nicht zur Schwarzarbeit, solange keine nachhaltigen Gewinne erzielt werden.

Schwarzarbeit tritt ein, wenn ein regelmäßiger Verdienst erzielt wird und nicht mehr die selbstlose Hilfe im Vordergrund steht. Im Fall von Minderjährigen müssen zusätzlich die Regelungen des Jugendschutzes beachtet werden. Bitte beachten Sie, dass dies nur eine allgemeine Empfehlung sein kann und klären Sie Ihre Situation individuell ab.