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Self-Shopping: „Das gönn’ ich mir jetzt!“

Warum eigentlich immer nur für den Nachwuchs shoppen? Sich selbst eine Freude zu bereiten ist nicht nur gut für die Laune, sondern auch für die Seele. Ein kleines Plädoyer für den Mut, sich öfter einmal selbst zu beschenken

Mit der Erstausstattung fängt alles an: Plötzlich sind wir Mamis im Kindersachen-Kauf-Modus! Ein süßer Body hier, ein kleines Spielzeug da und lieber noch ein paar Extra-Schuhe zum Wechseln mehr, man weiß ja nie.

Natürlich achten wir bei Kleidung und Spielsachen für unseren Nachwuchs auf die beste Qualität. Bio-Baumwolle und GOTS-zertifiziert, von Hand genäht und deshalb einzigartig, nachhaltig und schadstofffrei: Die Liste der Merkmale, auf die wir beim Kauf für unsere Kinder achten, ist lang. Und erstaunlicherweise sind wir häufig kompromisslos bereit, für unsere Lieblinge tief in die Tasche zu greifen.

Alles für die Kinder, nix für Mami?

Warum, frage ich mich, fällt es uns dann aber so schwer, uns selbst einmal etwas zu gönnen? Meine Sneaker trage ich seit sechs Jahren (und so sehen sie auch aus), der Wintermantel aus dem letzten Jahr hat zwar ein Loch, aber „geht ja noch“ (wie meine Oma sagen würde), und selbst wenn ich mit dem Vorsatz, mich nun endlich einmal mit neuen Handschuhen und schicker Mütze auszustatten, durch die Tiefen des Internets klicke, landet am Ende was in meinem Warenkorb? Genau: Kinderhandschuhe mit Pandagesicht und eine Bommelmütze mit Blinklicht in Größe 110.

Dabei ist es gerade im stressigen Elternalltag so wichtig, sich hin und wieder auch selbst eine Freude zu bereiten. Eine kleine Belohnung für die Anstrengungen des Alltags, das Besänftigen von kleinen Wutmonstern und das Aushalten von Trotzanfällen, das Organisieren von Playdates und das Packen von Brotdosen, den täglichen Kampf beim Zähneputzen, Haarewaschen, Regenhose anziehen und den unendlich vielen weiteren großen und kleinen Herausforderungen. Wissenschaftler wissen: Das Erzeugen von Freude hilft dabei, Stress und Leistungsdruck standzuhalten. Daher ist es tatsächlich gesund, sich etwas zu gönnen!


Ich shoppe mir selbst ein Geschenk!

All das lese ich im Internet, weil ich mal wieder mit mir selbst hadere: Bei der Kaschmir Damenkollektion im Online-Shop von C&A habe ich diese wunderschöne Weste entdeckt, die ich zwar nicht brauche –
aber die ich trotzdem so unfassbar gern hätte. Als schickes Teil für den Spielplatz, wenn die Nachmittage mit Kids draußen wieder kälter werden (und ich im Gegensatz zu den Kindern keinen Ganzkörper-Wollwalk-Anzug trage). Oder für meine längst überfällige Verabredung ganz ohne Kinder, wenn ich endlich mal wieder mit meinen Freundinnen essen gehe, jetzt, wo die Restaurants wieder geöffnet haben.

Als ich auf „Bestellen“ klicke, ist da tatsächlich nur dieses eine Teil in meinem Warenkorb. Keine Panda-Handschuhe, keine Blinki-Bommelmütze, gar nichts für Kinder. Ein Warenkorb nur für mich. Das fühlt sich gut an. In dem Moment, als ich die Bestellung abschicke. Dann das nächste Mal ein paar Tage später, als es an der Tür klingelt und mein Päckchen ankommt. Und seitdem jedes Mal, wenn ich meinen Kaschmir-Poncho trage.

Ich habe schon lange nicht mehr ein so schönes Geschenk bekommen. Und nehme mir vor, mich künftig viel häufiger selbst zu beschenken.

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