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Tauffeier planen: Die wichtigsten Schritte

Mit der Taufe tritt ein Mensch in die Gemeinschaft der Christen ein. Für Gläubige ist der Akt ein bedeutendes Fest, das gebührend gefeiert werden will. Da im westlichen Kulturkreis vor allem Babys getauft werden, übernehmen in der Regel die Eltern die Planung der Feier. Am besten folgen Sie der folgenden Step-by-Step Anleitung, damit die Zeremonie ein voller Erfolg für Täufling, Angehörige und Freunde wird.

Grundentscheidungen und Terminvereinbarung

Bevor es an den Feinschliff geht, müssen einige Vorüberlegungen getroffen werden.

  • Wo und wann wird die Taufe stattfinden?
  • Wird es eine evangelische, katholische oder andere christliche Zeremonie werden?
  • Wer ist/sind der/die Pate/n?
  • Wie viele Menschen werden zur Taufe geladen?
  • Wird zu Hause oder auswärts gefeiert?

Steht die grobe Ausrichtung fest, geht es die nächsten Stepps. Vereinbaren Sie zunächst die möglichen Termine mit den Paten. Lassen Sie sich verschiedene Daten geben. Sind bestimmte Tage bereits ausgebucht, kann direkt ein anderer Termin fixiert werden.

Anschließend ist eine Absprache mit der gewünschten Kirchengemeinde notwendig. Handelt es sich um die Pfarrei, in der Sie auch wohnen, dann läuft die Organisation normalerweise wie am Schnürchen. Wird ein anderes Gotteshaus als Taufrahmen gewünscht, fragen Sie dort rechtzeitig im Vorfeld beim zuständigen Pfarrer an. Er trifft die Entscheidung, ob er auswärtige Täuflinge akzeptiert oder nicht.

Zur Anmeldung der Taufe werden diverse Unterlagen benötigt:

  • Familien-Stammbuch mit Taufscheinen und Trauschein der Eltern
  • Geburtsurkunde des Täuflings,
  • Kirchenzugehörigkeit der Paten

Während die Paten in der katholischen Kirche immer römisch-katholisch sein müssen, gibt es in der evangelischen Kirche teilweise Ausnahmen. Auch für diese Entscheidung suchen Sie wieder das Gespräch mit dem Pfarrer. Er gibt das Go oder No-Go.

Normalerweise findet zwischen Taufanmeldung und Taufe ein sogenanntes Taufgespräch mit dem Kirchenoberhaupt der Gemeinde statt. Dabei können die Eltern alle ihre Fragen rund um die Zeremonie und das heilige Sakrament stellen.

Gebete, Fürbitten, Musik

Die Pfarreien erlauben unterschiedlich viel Einfluss auf die Tauffeier. Haben die Eltern Mitspracherecht bei der Auswahl der Tauflieder, können Sie sich im Evangelischen Gesangsbuch (EG) unter den Nummern 200 bis 211 oder dem katholischen Gotteslob GL 355 – 403 Inspiration holen.

Zu den beliebten Musikstücken, die während Tauffeiern gespielt werden, zählen:

  • „Ins Wasser fällt ein Stein“ von Manfred Siebald
  • „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, Text Dietrich Bonhoeffer, Melodie Otto Abel
  • “Segne dieses Kind” in mein-gotteslob.de

Fürbitten sind kurze Gebete für den Täufling und seine Familie. Beziehen Sie doch bei der Auswahl auch die Paten mit ein. Wer eine kreative Ader hat, der darf die Verse auch selbst verfassen.

Am besten lassen Sie sich die fertigen Sprüche kurz vom Pfarrer absegnen. Anstatt eigener Zeilen verwenden die meisten Eltern sicherheitshalber Bibelverse. Diese passen immer und werden auf jeden Fall vom Kirchenoberhaupt anerkannt. Auch die Worte berühmter Dichter und Denker eignen sich. Wie wäre es mit einem Zitat von Jean Paul? Er schreib: “Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein ganzes Leben lang haushalten.” Das klingt doch stimmig, oder?

Bestimmen Sie, wer die Fürbitten vorlesen darf. Es kann sich um eine Einzelperson handeln, aber auch um mehrere Menschen. Vielleicht gibt es in der Familie Kinder und Jugendliche, die Spaß daran haben. Genauso dürfen aber auch Paten, Omas und Opas, Tanten und Onkeln, die Geschwister und Eltern zu Wort kommen.

Selbstverständlich können die Eltern auch den Pfarrer befragen, welche Mess-Inhalte er zu sprechen gedenkt. Die Geistlichen freuen sich über das Interesse der Menschen und den Austausch mit ihnen. Gerne können die Inhalte diskutiert werden. Woran es allerdings nichts zu drehen gibt, sind die vorgeschriebenen Bestandteile des Gottesdienstes. Das Vater Unser wird genauso gesprochen werden wie das Glaubensbekenntnis.

Möglicherweise ist hier eine kleine Auffrischung notwendig. Falls Eltern oder Paten schon längere Zeit keine heilige Messe mehr besucht haben, lesen sie sich vorher noch einmal die Gebete durch.

Einladungen, Dekoration, Taufkleid

Rund sechs Wochen vor der Feier geht es in den Endspurt der Organisation. Die Taufkartenabteilung von karten-paradies.de empfiehlt, die Einladungen rund sechs Wochen vor dem Termin zu versenden. So haben die Freunde und Familienangehörigen ausreichend Planungsspielraum. Denken Sie daran, um rechtzeitige Rückantwort zu bitten. Nur so können Sie berechnen, wie viele Speisen und Getränke vorbereitet werden müssen.

Apropos Speisen und Getränke. Wo möchten Sie feiern und in welchem Umfang? Bei Taufen sind kleine Feste genauso legitim wie Große. Sie können lediglich zu Kaffee und Kuchen ins eigene Wohnzimmer laden oder für den restlichen Tag ein umfangreiches Event planen. Entscheiden Sie sich dafür, womit Sie sich am wohlsten fühlen. Natürlich ist es vorteilhaft, zu Hause zu feiern, weil das Baby dort in gewohnter Umgebung ist. Außerdem ist es meist gemütlicher. Dafür steht die Bewirtung der Gäste auf dem Plan. Im Restaurant dagegen können sich auch die Eltern entspannt zurücklehnen und mitfeiern.

Stimmen Sie die Dekoration von Kirche und anschließender Feier aufeinander ab. Das geschieht am einfachsten durch die Auswahl gleicher Blumen, Symbole und Farben. Diese dürfen sich auch auf der Taufkerze widerspiegeln. Die Taufkerzen werden nach Absprache von den Eltern oder den Paten besorgt. Abhängig von der eigenen Kunstfertigkeit können die Modelle gekauft oder gebastelt werden. Kirchenhefte, Menü- und Tischkarten stammen am besten aus einer Hand. Dadurch ist ein einheitlicher Look gewährleistet.

Auch die Outfits dürfen drei bis sechs Wochen vor der Taufe ausgesucht und gekauft werden. Nicht nur der Täufling trägt ein besonderes Taufkleid. Auch die Eltern ziehen elegante, formelle Kleidung an. Achten Sie darauf, dass das Baby möglicherweise einen Wachstumsschub zurücklegt. Deshalb ist es besser, das Taufkleidchen eine Größe größer zu wählen.

Die Taufe soll lange in Erinnerung bleiben. Engagieren Sie doch einen Fotografen, der die schönsten Augenblicke einfängt. Das kann ein professioneller Bildermacher genauso sein wie ein begabter Hobbyfotograf aus dem Bekanntenkreis. Am besten hat er bereits vorab die Gelegenheit, sich die Location anzusehen und sich Gedanken über den Aufbau und die Bildfolge zu machen.

Darauf ist am großen Tag zu achten

Machen Sie den Täufling erst kurz vor der Abfahrt zurecht. Das Baby sollte satt sein und eine frische Windel tragen, bevor es losgeht. Denken Sie auch daran, wichtige Utensilien wie Schnuller oder das geliebte Schmusetiere einzustecken. Alles, was der Säugling gerne hat und ihn beruhigt, muss mit. Am besten wird die Wickeltasche mit Snacks, Windeln und Ersatzkleidung schon vorab ins Auto gestellt. So kann sie nicht vergessen werden.

Damit der Tag so stressfrei wie möglich abläuft, steht die Familie schon rechtzeitig auf. Ein ausgiebiges Frühstück stärkt. Nachdem Eltern und Täufling wie aus dem Ei gepellt aussehen, geht es zur Kirche. Eine rechtzeitige Ankunft erspart auch hier unnötige Hektik. Wer zu früh dran ist, der kann noch eine kurze Runde mit dem Kinderwagen drehen. Das entspannt sowohl die Eltern als auch den Täufling, bevor das heilige Sakrament beginnt.

Wer sich rechtzeitig vorbereitet und eng mit dem Pfarrer abstimmt, der wird garantiert eine schöne Tauffeier erleben.

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