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Säure-Basen-Haushalt: Was ist das genau?

Stress, Alkohol, Nikotin, fettreiche Ernährung und eine ungesunde Lebensweise – täglich setzen wir unseren Körper zahlreichen Belastungen aus. Diese Schad- und Giftstoffe wirken sich negativ auf unseren Säure-Basen-Haushalt aus. Ist der erst einmal aus dem Gleichgewicht, kann es zur Übersäuerung kommen. Und die hat weitreichende Folgen. Aber was genau ist eigentlich der Säure-Basen-Haushalt? Und: Was kann ich tun, damit er dauerhaft ausgeglichen bleibt?

Unser Körper besteht zum großen Teil aus verschiedenen Flüssigkeiten. Jede dieser Flüssigkeiten hat einen anderen pH-Wert. Der pH-Wert gibt die Konzentration von Säuren beziehungsweise Basen in Flüssigkeiten an. Saure Flüssigkeiten haben einen pH-Wert von 0 bis 6,9. Basische Flüssigkeiten erreichen pH-Werte von 7,1 bis 14. Der Wert 7 ist pH-neutral. Die Magensäure zum Beispiel ist, wie der Name schon sagt, eine saure Flüssigkeit. Sie hat im Normalfall einen pH-Wert von etwa 1,2 bis 2,0. Unser Blut sollte einen pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 halten und ist damit im basischen Bereich. Wir haben sogar Organe im Körper, bei denen der Wert von sauer bis basisch schwanken kann: Im Zwölffingerdarm zum Beispiel variiert der pH-Wert zwischen 4,8 und 8,2.

Welche Rolle spielt der Säure-Basen-Haushalt für die Gesundheit?

Nun gibt es Jemanden, der permanent dafür sorgen muss, diese sauren und basischen Flüssigkeiten im gesunden Gleichgewicht zu halten: unser Körper. Wenn wir über die Nahrungsaufnahme Säuren zu uns nehmen, benötigt er Mineralstoffe, um diese zu neutralisieren. Nur so schafft unser Körper es, den pH-Wert des Blutes im idealen Bereich von 7,35 bis 7,45 zu halten. Wer seinen Körper durch eine ungesunde Ernährung und Lebensweise mit zu viel Fett, Nikotin, Alkohol, Weißmehl und Zucker strapaziert, verursacht zwei Dinge: Zum einen bilden sich vermehrt Säuren im Körper. Zum anderen aber enthält er seinem Körper die notwendigen Mineralstoffe vor, um diese Säuren auszugleichen. Es kommt zum Mineralstoffmangel – und schließlich zur Übersäuerung.

Übersäuerung, Azidose und Alkalose

Wobei wir an dieser Stelle zwei Dinge unterscheiden müssen: als erstes die tatsächliche Übersäuerung des Körpers, die sogenannte Azidose. Sie tritt auf, wenn der Körper den pH-Wert im Blut nicht mehr zwischen 7,35 und 7,45 halten kann. Fällt er unter 7,35, liegt eine Azidose vor. Steigt der pH-Wert über 7,45, handelt es sich um eine Alkalose, also ein Anstieg der Basen im Blut. Beides sind lebensgefährliche Stoffwechselstörungen, deren Ursachen meist bei schwerwiegenden Lungenerkrankungen wie Asthma, Lungenverletzungen, starkem Alkoholismus, Magersucht oder Vergiftungen liegen.

Das, was wir im Sprachgebrauch als „Übersäuerung“ bezeichnen, meint keine Azidose, sondern einfach eine übermäßige Säurebelastung des Körpers. Der Organismus leidet auf Dauer massiv unter diesem Ungleichgewicht. Und da der Säure-Basen-Haushalt Auswirkungen auf unseren gesamten Körper hat, können die Symptome sehr verschieden sein: von Durchfall und Sodbrennen über Hautprobleme und Müdigkeit bis hin zu Übergewicht und einem geschwächten Immunsystem. Insgesamt wirkt eine solche „Übersäuerung“ sich nachhaltig negativ auf unser Wohlbefinden und unsere gesamte Gesundheit aus.

Wie kann ich einer Übersäuerung entgegenwirken?

Lebensmittel können basisch oder säurebildend sein. Eine gesunde Ernährung sollte zu 70 bis 80 % aus basischen Lebensmitteln und zu 20 bis 30 % aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen. Dabei kommt es nicht auf den Geschmack der Lebensmittel an: Ein Laugenbrötchen zum Beispiel ist ein säurebildendes Lebensmittel. Zitronen, die ja von sich aus sehr sauer schmecken, sind hingegen basisch. Der regelmäßige und bewusste Konsum von Zitronenwasser, grünen Tees und grünen Smoothies [Artikel verlinken!] zum Beispiel hilft dem Körper wunderbar beim Säure-Basen-Ausgleich. Eine sehr hilfreiche und umfangreiche Liste, die Nahrungsmittel in basische, gute und schlechte säurebildende und neutrale Lebensmittel unterteilt, haben wir hier gefunden.

Gesunde Ernährung, gesunder Haushalt

Rund 50 % aller Menschen sind Schätzungen zufolge „sauer“. Dieser Zustand kann auf Dauer zu starken gesundheitlichen Problemen führen. Eine gesunde Ernährung ist der beste Weg, dem Körper bei der ganzen Arbeit mit dem Säure-Basen-Haushalt ordentlich unter die Arme zu greifen. Am besten, Sie starten noch heute damit!


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