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Was ist ein guter Vater? Alte und neue Vaterbilder

Väter als Ressource in der Arbeit der SchreiBabyAmbulanzen
Ein kluger, erfahrener Mann hat einmal gesagt: „Wenn du Vater wirst, bist du auch die Verpflichtung eingegangen, Muhammad Ali, Albert Einstein und David Copperfield zu sein“, und brachte damit zum Ausdruck unter welchem Erwartungsdruck werdende Väter häufig stehen. Liebevoller Fürsorger, Ernährer, kluger Ratgeber zu sein, dennoch stark und mächtig – eben regelrecht ein Zauberer. Wie soll das alles zusammen gehen, fragt Gerd Poerschke, Krisenbegleiter in Schwangerschaft Baby und Kleinkindzeit, der in verschiedenen SchreiBabyAmbulanzen tätig ist.

Gerade in der Schwangerschaft und rund um die Geburt braucht die werdende Mutter Halt. Sie ist in Ihrer Situation auf Unterstützung angewiesen und sucht die liebevolle Zuwendung eines fürsorglichen Umfeldes, vor allem die des werdenden Vaters. Im Arbeitsalltag in den SchreiBabyAmbulanzen offenbaren Mütter häufig ihre Sehnsucht nach mehr männlicher bzw. väterlicher Unterstützung.

Immer mehr Väter in Elternzeit

Auf den werdenden Vater strömen jedoch viele unterschiedliche Erwartungen ein: plötzlich Ernährer für eine Familie zu werden, Verantwortung für ein Kind zu haben. Manche Männer stürzen sich in dieser Situation mit voller Kraft in die Arbeit. Die väterliche Energie, die zu Hause so dringend gebraucht würde, ist damit oft schon reichlich erschöpft.
Dennoch engagieren sich heute auch viele Väter und gehen tatsächlich in Elternzeit, um sich ihrem Kind zu widmen. Immer mehr Väter nehmen das staatliche Elterngeld in Anspruch – allerdings nur für kurze Zeit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Anteil der Väter in Elternzeit auf einen neuen Höchststand von mehr als einem Viertel (27,3 Prozent). Der Anteil bei Müttern liegt bei 95 Prozent. In der Regel bleiben allerdings die Männer nur etwa drei Monate zuhause.

Es sei ein großer Gewinn für die Arbeit mit Säuglingen, wenn auch der Vater präsent sei, versichert uns Poerschke, so könne er versuchen, den Vater mit seinen Stärken einzubinden und helfen Unstimmigkeiten zu harmonisieren.


Verfasser/in: Dipl. Psych. Gerd Poerschke, geb. 20.10. 1956. Rückhalt-Krisenbegleiter für Schwangerschaft Baby und Kleinkindzeit, Leiter der Berliner SchreiBabyAmbulanzen in den Nachbarschaftszentren, Co-Leiter des Weiterbildungsinstituts für körperpsychotherapeutische Krisenbegleitung (WIKK), Fortbildung und Supervision in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Autor, Körperpsychotherapeut in freier Praxis.


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