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Erfahrungsbericht: Stillen gut geplant

Stillen gut geplant, beim zweiten Mal schlauer. Ein Erfahrungsbericht.

Meine ersten Still-Erfahrungen habe ich in ganz schlechter Erinnerung, aber ich bin noch heute stolz auf mich, dass es letztendlich doch geklappt hat und dass ich meine beiden Kinder jeweils 6 Monate lang stillen konnte.

Stillen, zum Ersten
Was ist also passiert… Die Geburt meiner ersten Tochter war chaotisch. Fruchtblase geplatzt, ins Krankenhaus gefahren, schnell noch eine PDA, Kind geboren, alles innerhalb von vier Stunden. Totale Überforderung meinerseits mit den Schmerzen der Geburt.

Trotz zwei Geburtsvorbereitungskursen und mehreren Büchern. Dann ein Zimmer im Krankenhaus mit zwei anderen Frauen, die pausenlos Besuch hatten, es war ein ständiges Kommen und Gehen. Zur Ruhe bin ich nie gekommen, Entspannung Fehlanzeige. Z

um Glück bin ich trotz allem im Krankenhaus geblieben, denn dann kam der Milcheinschuss. In der Nacht. Meine Brüste waren schmerzhaft und heiß, ich wusste nicht, ob ich liegen oder stehen sollte. Eine Krankenschwester hat mir die ganze Nacht lang kalte Wickel gemacht. Dann kam permanent zu viel Milch, mein Baby hat sich ständig verschluckt, wollte dann gar nicht mehr trinken, die Brustwarzen wurden wund.

Bei jedem neuen Stillversuch liefen mir vor Schmerz die Tränen übers Gesicht. Meine Brüste musste ich an der frischen Luft lassen, mit Kleidung war es nicht auszuhalten. Und immer dieser ständige Besuch der Zimmernachbarinnen. Zuhause kam dann die Wendung. Ich hatte Ruhe, wir haben uns eingependelt, die Schmerzen waren vorbei, alles super.

Stillen, zum Zweiten
Zwei Jahre später, beim zweiten Kind, war ich dann schlauer. Ich ging die Sache entspannt an und ließ mich bereits bei der Geburtsanmeldung im Krankenhaus für ein Einzelzimmer vormerken. Die Geburt dauerte 12 Stunden, aber diesmal hatte ich keine Angst, habe mich weder verloren noch unsicher gefühlt, denn ich wusste ja, was mich erwartet.

Nur der Milcheinschuss bereitete mir Sorgen, darauf hatte ich wirklich kein zweites Mal Lust. Als ich gemerkt habe, dass die Brüste langsam voller wurden, habe ich meine Tochter direkt angeschaut und ein ernstes Zwiegespräch mit ihr geführt. Wir haben vereinbart, dass wir die ganze Nacht alle zwei Stunden aufwachen und meine Brüste leer machen, damit es kein zweites Mal so ein Chaos gibt.

Und tatsächlich, so war es dann. Wie zwei kleine Maschinchen sind wir alle zwei Stunden aufgewacht und haben gestillt. Die entzündeten Brüste blieben aus, die Milchmenge ließ sich unter Kontrolle halten. Nur die Brustwarzen wurden wieder wund. Zu spät war mir eingefallen, dass ich erst schauen musste, dass der Mund weit genug offen ist, damit mein Baby nicht nur an der Warze nuckelt. Aber gut, hier war ich ja nun schmerzerprobt und dank Einzelzimmer mussten mir meine an der Luft heilenden Brüste auch nicht peinlich sein.

Autorin: Petra Kaiser (37) Mutter zweier Kinder aus Berlin
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