Menü ◀ zurück
  1. schwangerinmeinerstadt.de
  2. Informationen
  3. Baby & Kleinkind
  4. Stillen
  5. Homöopathie rund ums Stillen
News

Homöopathie bei Brustentzündung

Stillen – Schluck für Schluck Gesundheit

Die beste Nahrung für Säuglinge ist von Geburt an die Muttermilch. Schluck für Schluck wird das Baby mit einem optimalen Gesundheitsschutz versorgt, wenn es seine ersten sechs Lebensmonate gestillt wird. In dieser Zeit sollte möglichst auch nicht mit dem Fläschchen beigefüttert werden.

Muttermilch

Muttermilch ist die maßgeschneiderte Babynahrung, da sie neben allen notwendigen Nährstoffen in den richtigen Mengen auch besondere Abwehr- und Schutzstoffe enthält. Sie schützt nicht nur vor Infektionen, sondern prägt auch die Abwehrmechanismen des Kindes für sein gesamtes Leben – eine bessere Allergie-Prävention gibt es nicht.

Die Milch ist leicht verdaulich, Magen-Darm-Störungen treten nur selten auf. Allerdings sollten sich stillende Mütter mit scharf gewürzten Speisen, säurehaltigen Früchten in großen Mengen und allem was bläht zurückhalten. Nicht nur Bauchschmerzen und ein wunder Po sind die Folgen, sondern auch schlaflose Nächte für die ganze Familie.

Doch auch für die Mutter hat das Stillen viele gesundheitliche Vorteile: Der Saugreiz an der Brust aktiviert Hormone, die zur Gebärmutterrückbildung, zur Blutstillung und zu einer Verminderung des Wochenflusses beitragen. Auch erreichen stillende Frauen wieder leichter ihr Gewicht, dass sie vor der Geburt hatten, da die Milchproduktion viel Energie braucht.

Keine Diät in der Stillzeit

Zu viel Gewicht sollte aber in der Stillzeit nicht verloren werden, da ansonsten Schadstoffe aus dem Fettgewebe in die Muttermilch gelangen könnten. Ausschließliches Stillen ist sogar eine gute Methode der natürlichen Empfängnisverhütung, da in dieser Zeit der Eisprung unterdrückt wird. Neben diesen körperlichen Effekten bedeutet das Stillen aber auch Sicherheit, Geborgenheit, Trost und Freude für das Kind und fördert das gegenseitige Kennenlernen von Mutter und Kind.

Homöopathie bei Brustentzündungen während des Stillens

In der Stillzeit kann es zu meist einseitigen Entzündungen der Brust kommen, die sehr schmerzhaft sind. Manchmal bedeutet die Brustdrüsenentzündung das Ende des Stillens, deshalb sollten erste Anzeichen sehr ernst genommen werden. Ein unangenehmes Spannungsgefühl ist zum Beispiel ein solches Alarmzeichen, mit dem sich ein Milchstau oder eine Entzündung ankündigt. An einigen Stellen kann die Brust dann auch gerötet und verhärtet sein.

Kopf- und Gliederschmerzen

Kopf- und Gliederschmerzen sind typische Begleiterscheinungen – kommt hohes Fieber hinzu, sollte eine homöopathische Ärztin oder ein homöopathischer Arzt die Behandlung übernehmen. Denn wird die Entzündung mit Antibiotika behandelt, kann nicht weiter gestillt werden. Das ist bei homöopathischen Arzneimitteln anders, sie wirken sich nicht nachteilig auf das Kind aus. Die Entzündung klingt schneller ab, wenn das Kind weiter an der Brust trinkt – zuerst sollte das Baby an der entzündeten Brust angelegt werden. Vor dem Stillen sollte die Brust mit einem warmen Umschlag erwärmt werden und nach dem Stillen ein kalter Umschlag oder Quarkwickel aufgelegt werden.

Eine Übersicht

  • Belladonna: Tritt die Entzündung plötzlich in Verbindung mit einer Rötung und Hitze auf, ist die Tollkirsche das Mittel der Wahl. Typisch ist auch, dass die Symptome besonders schlimm im Liegen sind und das Sitzen, Wärme und Ruhe gut tun.
  • Bryonia: Die Schmerzen sind stechend und werden bei der kleinsten Berührung schlimmer, Druck auf die schmerzende Stelle hingegen lindert. Genauso das Liegen auf der Brust, keine Wärme und viele kalte Getränke.
  • Lachesis: Typisch ist eine dunkelrot bis bläulich verfärbte Entzündung meist der linken Brust. Jede Berührung tut weh, enge Kleidung ist unangenehm und Wärme verschlechtert den Zustand.
  • Phytolacca: Die Brust ist stark geschwollen und der Schmerz kann bis in den Rücken ausstrahlen. Die Brustwarzen sind oft eingerissen und nachts ist die Entzündung schlimmer. Angenehme Wärme hilft und das Liegen auf dem Bauch oder auf der linken Seite.
  • Pulsatilla: Die Drüsen sind geschwollen, die Milchgänge verstopft und es besteht eine große Hitzeempfindlichkeit. Die Symptome bessern sich durch frische Luft, kühle Umschläge und festen Druck.

DZVhÄ-Empfehlung

2–3 Globuli in der Potenz C12 auf der Zunge zergehen lassen.
15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Einnahme sollte nichts gegessen und getrunken werden. Die Einnahme erst wiederholen, wenn die Wirkung abgeklungen ist. Homöopathische Arzneimittel erhalten Sie nur in der Apotheke.

Ärztliche Hilfe oder Beratung durch die Hebamme ist nötig bei

  • Veränderung der Milch
  • anhaltenden hohem Fieber
  • Beschwerden über mehrere Tage

Verfasser/in: Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) ist der Berufsverband homöopathisch tätiger Ärzte und klärt auch über Selbstmedikation, Kostenerstattung und Arztsuche auf. Weitere Informationen unter: www.homöopathie-online.info


Passende Artikel