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Vehütungsmethoden nach der Schwangerschaft

Nach der Schwangerschaft sollten Sie sich Gedanken um die Verhütung machen. Von einer sofortigen erneuten Schwangerschaft raten Ärzte ab, damit sich der Körper erst einmal erholen kann. Erfahren Sie hier mehr allgemeine Informationen zur Verhütung nach der Schwangerschaft.
Es gibt zahlreiche Verhütungsmethoden. Wir haben die gängigsten für Sie zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass man nicht automatisch nicht empfänglich ist, nur weil man stillt. Sie sollten, sofern Sie verhüten möchten, gleich nach dem Wochenbett damit beginnen.

„Barrieremethoden“

Zu den sogenannten „Barrieremethoden“ gehören Kondome und Diaphragma. Ein Diaphragma ähnelt einer kleinen Gummikappe und besteht aus einem mit Silikon überspannten flexiblen Ring. Es wird vor den Muttermund gesetzt und verhindert das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter. Bei korrekter Anwendung sind das Diaphragma wie auch Kondome sichere Verhütungsmethoden.

Pille und Minipille

Manche Pillenpräparate sind für stillende Mütter ungeeignet, wie die „Kombinationspille“. Die darin enthaltenen Östrogene können die Milchproduktion vermindern und das Baby nimmt möglicherweise eine gewisse Hormonmenge über die Muttermilch auf. Besser geeignet sind „Minipillen“, die nur das Hormon Gestagen in einer niedrigeren Dosis enthalten und sich nicht auf die Milchproduktion auswirken. Ab sechs Wochen nach der Entbindung ist die Einnahme der Minipille möglich. Durch die schwächere Dosierung sollten Sie allerdings strenger als bei der Kombinationspille darauf achten, die Pille immer zum gleichen Zeitpunkt einzunehmen.

Die Spirale und das Hormonimplantat

Spiralen haben keinen Einfluss auf die Milchproduktion und sind für stillende Mütter geeignet. Sechs bis acht Wochen nach der Geburt, also nach vollständiger Rückbildung der Gebärmutter, kann sie durch einen Frauenarzt eingelegt werden. Man unterscheidet verschiedene Arten von Spiralen, wobei alle Arten in der Stillzeit angewendet werden können, auch die Hormonspirale, die ausschließlich Gestagen enthält. Für die Verwendung von Hormonimplantaten gibt es noch relativ wenige Studien, aber grundsätzlich enthalten auch sie nur Gestagen. Nebenwirkungen sind hier jedoch häufiger. Krankenkassen übernehmen selten die Kosten für eine Spirale oder ein Hormonimplantat, weshalb Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten lassen und diese Varianten als langfristige Verhütungsmethoden in Betracht ziehen sollten.

Dreimonatsspritzen (Depotspritze)

Die Dreimonatsspritze wird alle drei Monate in den Gesäßmuskel oder in den Oberarm injiziert. Die Dreimonatsspritze eignet sich ebenfalls für stillende Mütter, da sie nur Gestagen enthält und darf der Mutter ab sechs Wochen nach der Geburt verabreicht werden. Die Gestagendosis ist allerdings recht hoch, so dass Ärzte dieses Verhütungsmittel nur in Ausnahmefällen verschreiben, zum Beispiel bei einer chronischen Magen-Darm-Erkrankung, die eine Pilleneinnahme unmöglich macht. Nebenwirkungen wie Libidoverlust, Kopfschmerzen und Gewichtszunahme können auftreten.

Vaginalring und Verhütungspflaster

Auch der Vaginalring und das Verhütungspflaster enthalten wie die Pille eine Kombination aus Östrogen und Gestagen, weshalb sie für die Stillzeit nicht empfehlenswert sind. Danach stellen sie aber eine weitere mögliche Verhütungsmethode dar.

Auf die Natur setzen

Natürliche Verhütungsmethoden wie Schleim- und Temperaturmethode sind kurz nach der Geburt sehr unsicher, da der Zyklus sich nach der Hormonumstellung erst nach und nach wieder einpendelt. Die fruchtbaren Tage sind somit schwer bestimmbar. Sobald eine erneute Schwangerschaft grundsätzlich nicht unerwünscht ist, können die natürlichen Methoden ein sanfter Weg sein, die Empfängnis ein wenig zu steuern.

Eisprungcomputer/ Verhütungscomputer

Eisprungcomputer sagen durch unterschiedliche Messverfahren (Temperaturmessung, Hormonmessung oder einer Kombination daraus) den Eisprung rein rechnerisch vorher. Sie sind eine kleine Hilfe, wenn Sie schwanger werden möchten, jedoch weniger geeignet, wenn sie eine Schwangerschaft vermeiden möchten. Oftmals findet der Eisprung eben nicht um den 14. Zyklustag herum statt und die Hormonumstellung nach der Geburt bringt die Messungen zusätzlich durcheinander.