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Wunschkaiserschnitt – die Kosten

Obwohl es „Wunschkaiserschnitte“ in Deutschland kaum gibt, weil keine Kostenübernahme durch die Krankenkassen vorgesehen ist, steigt die Anzahl der Kaiserschnitte kontinuierlich an. 2012 lag die Kaiserschnittrate bei 31,9 %. Laut WHO sind nicht mehr als 10 % dieser Schnittgeburten tatsächlich medizinisch notwendig.
Auf der einen Seite steht die Krankenkasse: Ein Kaiserschnitt kostet rund € 3.000, das ist doppelt so viel wie eine vaginale Geburt kostet. Auf der anderen Seite steht das Krankenhaus: Bei der besser kalkulierbaren und planbareren Geburts-Variante, dem Kaiserschnitt, verdient das Krankenhaus in nur 60 Minuten € 3.000. Eine vaginale Geburt kann bis zu 24 Stunden dauern, erfordert viel Personal und wird mit nur € 1.500 vergütet.

Aufgeschlossene Krankenhäuser

Mittlerweile gibt es zahlreiche Krankenhäuser und Kliniken, die ausdrücklich betonen, Wunschkaiserschnitten gegenüber aufgeschlossen zu sein und die den werdenden Müttern entsprechend beratend zu Seite stehen. Auch diese Einrichtungen übermitteln die Schnittgeburten meist als geplante, aber medizinisch angezeigte Kaiserschnitte an die Krankenkassen, um eine Kostenübernahme zu gewährleisten.

Medizinische Notwendigkeit

Durch das zunehmende Alter der Schwangeren wächst der Anteil der Risikoschwangeren, denen Hebammen und Ärzte zu einem Kaiserschnitt raten. Viele weitere Faktoren können eine Schnittgeburt notwendig machen: Dazu gehören eine ungünstige Lage des Babys, ein Missverhältnis zwischen der Größe des Babys und dem Becken der Mutter sowie gesundheitliche Probleme des Kindes oder der Mutter. Ob auch die panische Angst einer Schwangeren vor Schmerzen und Kontrollverlust als medizinische Notwendigkeit für einen Kaiserschnitt einzustufen ist, entscheidet der Arzt individuell, da auch Panik zu einer Notsituation während es Geburtsverlaufs führen kann.

Angst vor der Geburt

Kritiker bezeichnen den Wunsch einer Schwangeren nach einem Kaiserschnitt oftmals als die Äußerung ihrer Angst vor der Geburt. Werdende Mütter fühlen sich unsicher beim Gedanken an den Geburtsverlauf, haben Angst vor den Schmerzen der Wehen und des natürlichen Geburtsvorgangs. Auch die Ängste, nach einer Geburt nicht mehr attraktiv zu sein, vor Inkontinenz oder davor, den Sex mit dem Partner unbefriedigender zu erleben, werden als Gründe für einen Wunschkaiserschnitt genannt.

Was sind die Pros & Contras eines Wunschkaiserschnitts?