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Wunschkaiserschnitt (Wunschsectio)

Krankenkassen übernehmen nur die Kosten für geplante Kaiserschnitte, die aus einer medizinischen Notwendigkeit heraus vorgenommen werden, zum Beispiel wenn das Größenverhältnis zwischen dem Becken der Mutter und der Größe des Kindes nicht stimmt oder wenn das Baby in einer Querlage in der Gebärmutter liegt.

Sogenannte „Wunschkaiserschnitte“ gibt es deshalb in Deutschland offiziell nicht oder kaum, da die Mütter die Kosten selbst übernehmen müssten. Heutzutage kommen Ärzte und Krankenhäuser dem Wunsch der Mutter oftmals jedoch gern entgegen und finden eine medizinische Argumentation für einen Kaiserschnitt, der eigentlich nicht sein müsste. Gründe dafür sind, dass Kaiserschnitte von den Krankenkassen besser honoriert werden und dass sie in Zeiträume gelegt werden können, in denen der Kreißsaal leer ist.

Jedes dritte Baby kommt per Kaiserschnitt zur Welt

Aktuell sind ca. 30 % der Geburten Kaiserschnitte. Da der Wunschkaiserschnitt eigentlich nicht existiert, gibt es keine Zahlen darüber, wie viele Kaiserschnitte tatsächlich notwendig sind und wie viele nicht.

Wunschkaiserschnitte sind modern, die Welt der Stars und Sternchen mit ihrem Glanz und Glamour trägt ihren Teil dazu bei. Prominente Frauen wie Viktoria Beckham, Britney Spears und Lilly Becker stehen öffentlich zu ihrem Wunschkaiserschnitt.

Da das Gewicht einer Schwangeren nach dem achten Monat noch mal so richtig ansteigt, wählen Frauen, die im Rampenlicht stehen, einen sehr frühen Kaiserschnitt – so finden sie später leichter wieder zu ihrer alten Figur zurück.

Als offizielle Gründe für den Wunschkaiserschnitt werden jedoch eher die gute Planbarkeit oder die große Angst vor den Geburtsschmerzen, den Geburtskomplikationen und dem Kontrollverlust während der Geburt genannt.

Weitverbreiteter Irrglauben

Ein Kaiserschnitt ist eine Operation, weshalb eine Kaiserschnitt-Geburt weder sicherer noch schmerzärmer ist als eine normale Geburt, es sind einzig und allein andere Schmerzen.

Auch sollte man sich bewusst sein, dass ein Wunschkaiserschnitt immer vor den eigentlichen Geburtstermin gelegt wird. Das Baby kommt also früher zur Welt als von der Natur vorgesehen, was zusätzliche Probleme für Mutter und Kind mit sich bringen kann.