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Spätes Babyglück

Jedes 4. Kind, das in Deutschland geboren wird, hat eine Mutter, die älter ist als 35. Verglichen mit den 60iger Jahren, in denen die Frauen im Durchschnitt mit 23 ihr erstes Kind bekamen haben sich die Zeiten geändert – und auch grade in den Städten scheint es völlig normal Frauen über 40 mit einem Babybauch oder Kinderwagen in den Straßen zu sehen. Was sind die Gründe dafür und was für Vorteile und Nachteile hat das späte Babyglück?

Oft sind es vorallem die Karrierefrauen, die sich erst spät dazu entschliessen Mutter zu werden. Gesellschaftliche Zwänge, finanzielle Absicherung, die Karriereplanung, und der fehlende Partner, dem Frau auch die Vaterrolle zutraut sind oft verantwortlich dafür das Frauen immer später Kinder bekommen.
Auch bei vielen deutschen Promis hat man das mitbekommen. Moderatorin Frauke Ludowig beispielsweise hat erst mit 38 Jahren den richtigen Partner gefunden und mittlerweise zwei Töchter mit Ehemann Kai Roeffen. Auch Sandra Maischberger oder Birgit Schrowange bekamen erst später Kinder. Gerade in Hollywood liegt die Mutterfreude jenseits der 40 voll im Trend – Madonna, Kim Basinger oder Nicole Kidman – alle Mamis über 40.

3 mal soviele Mütter über 40 im Vergleich zu 1990

Hatten laut Geburtsstatistik im Jahr 1990 noch etwa 10.800 Neugeborene in Deutschland eine Mutter von 40 oder älter, waren es im Jahr 2000 mit circa 20.000 schon fast doppelt so viele, und laut Stand von 2009 hat sich die Zahl auf rund 34.600 erhöht – also mehr als dreimal so viele wie noch vor knapp 20 Jahren.

Medizinischer Fortschritt verringert Risikoschwangerschaften

Auch wenn die Frage nach den Gründen des späten Kinderkriegens immer sehr unterschiedlich beantwortet wird, teilen alle Spätgebährenden eines – nämlich die Riskoschwangerschaft. In Deutschland ist diese so definiert: Ab 35 Jahren steigt das Risiko ein Kind mit Down Syndrom (Trisomie 21) zu bekommen. Bei einer Schwangerschaft unter 35 liegt die Wahrschreinlichkeit bei etwa 1:7000, ab 35 Jahren steigt es bereits auf 1:385 und bei 40-jährigen Müttern erhöht sich die Zahl auf 1:90. Meistens führen Erbgutveränderungen wie diese bereits in den ersten drei Lebensmonaten zum Abbruch. Oft stellen Myome, gutartige Geschwüre in der Muskelschicht der Gebärmutter eine Komplikation dar. Diese wachsen unter dem hormonellen Einfluss der Schwangerschaft verstärkt und drängen in den Gebärmutterraum hinein. Dies erhöht das Risiko einer Fehlgeburt. Ärzte raten hier oft zu einer früheren Entbindung. Auch schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck oder Diabetes können das Baby gefährden, doch dank des medizinischen Fortschritts haben Frauen über 40 heute gute Chancen, eine normale Schwangerschaft zu erleben.

Vorteile von spätem Babyglück

Bringt eine Schwangerschaft in höherem Alter auch Vorteile mit sich? Wissenschaftler beobachten, dass Babys von älteren Müttern bezüglich ihrer geistigen Fähigkeiten oft ihrem Altern vorraus sind – dies kann auf die intensive Beschäftigung der reiferen Mutter zurückgeführt weden. Ältere Frauen nehmen statistisch gesehen auch öfter die empfohlenen Kontrolluntersuchungen regelmässig wahr und unterstützen somit optimal die ärztliche Betreuung in der Schwangerschaft.


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