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Beratung und Unterstützung für schwangere Frauen und Eltern von Babys aus der Ukraine

Ukraine Schwangerschaft BeratungDie Schwangerschaftsberatungsstellen aus München und Umgebung bieten auch für Ukrainer*innen umfangreiche kostenlose Information, Beratung und Begleitung an. Mit Hilfe von Dolmetscher*innen helfen sie zu praktischen Fragen rund um Schwangerschaft und Elternzeit, finanziellen Hilfen für die Babyerstausstattung, bei Anträgen und Formalitäten sowie in Krisen rund um die Geburt oder bei einer ungeplanten Schwangerschaft.

Die Flucht aus dem eigenen Land ist eine überwältigende Belastung für jede Person. Wer diese auch noch schwanger oder mit Säugling überstehen muss, ist in der Regel auf Unterstützung angewiesen. Diese bieten die Münchener Schwangerschaftsberatungsstellen jetzt unkompliziert und kostenlos auch auf Ukrainisch an: „Natürlich darf zu uns jeder und jede kommen, egal welcher Herkunft“, erklärt Sabine Simon, Leiterin des Evangelischen Beratungszentrum München e.V. (ebz). „Zu den Beratungen können wir Dolmetscher*innen vom Gemeindedolmetscherdienst des Bayerischen Zentrums für transkulturelle Medizin hinzuziehen – dank der Unterstützung der Stadt München sogar kostenlos. Sie alle haben viel Erfahrung in der Arbeit, sind sehr kultursensibel und nehmen Rücksicht auf die Belastungen, die geflüchtete Menschen mit sich bringen“, weiß Sabine Simon.

Консультаційні послуги для вагітних та жінок, які нещодавно народили:
–>www.schwangerinmuenchen.de

Die Dolmetscher*innen helfen bei der Sprachbarriere, wenn es zum Beispiel darum geht, den Zugang zu medizinischen und sozialen Leistungshilfen zu ermöglichen: „Als Schwangere in einem fremden Land überwältigen einen zahlreiche Fragen: Wie funktioniert das alles hier mit der Vorsorge und Nachsorge? Muss ich das selbst bezahlen? Und was ist, wenn ich noch im Asylbewerberstatus bin – dann ist man nämlich nicht krankenversichert. Hebammensuche, Krankenhaussuche, all diese Dinge werden ja noch komplizierter, wenn man weder das deutsche System noch die Sprache kennt.“

Hilfe bei allen Formalitäten

Die Beratungsstellen unterstützen bei allen oben genannten Themen. Sie erklären Anträge und finden heraus, welche Leistungen in Anspruch genommen werden können. „Dabei geht es nicht nur um Sozialleistungen wie das Arbeitslosengeld II oder einmalige finanzielle Hilfen für die Babyausstattung“, betont Sabine Simon, „sondern auch um Familienleistungen wie das Mutterschaftsgeld, Kindergeld oder das Elterngeld – all die Themen, zu denen wir auch deutsche Eltern beraten.“ Die Digitalisierung von Behördenangelegenheiten ist dabei nicht immer von Vorteil „Die digitale Ausstattung von vielen unserer Klient*innen ist nicht immer optimal“, weiß Sabine Simon aus Erfahrung. „Wir helfen dann auch klassisch analog.“

Ein wichtiger Aspekt, so Sabine Simon, seien auch die bürokratischen Hürden, die es in Deutschland nun einmal gibt: „Habe ich meine Heiratsurkunde dabei? Meine Geburtsurkunde? Die der älteren Geschwister? Müssen die übersetzt werden? Und inwiefern verzögert oder verhindert das sogar die Ausstellung der Geburtsurkunde für mein Baby? Wer flüchten muss, denkt vielleicht nicht an diese Unterlagen – und plötzlich werden sie hier dann wichtig.“

Auch in Krisensituationen, zum Beispiel bei ungewollten Schwangerschaften und bei Schwangerschaften nach einer Vergewaltigung stehen die Beratungsstellen unterstützend und sensibel zur Seite.

Bitte weitererzählen!

Wichtig ist Sabine Simon vor allen, dass das umfangreiche kostenfreie Beratungsangebot nun weiter publik gemacht wird: „Wir müssen die Frauen erreichen, die in Unterkünften oder privat in Familien untergekommen sind. Sie müssen erfahren, dass es unser Angebot gibt, damit sie es nutzen können. Und uns ist wichtig, dass die Gastfamilien über unsere Beratungsstellen informiert werden. Es ist großartig, dass es so viele ehrenamtliche Helfer gibt in dieser Zeit! Und es ist wichtig, dass sie von uns erfahren – denn sie müssen nicht alles allein in die Hand nehmen.“

Unter www.schwangerinmuenchen.de kann man sich über die umfangreichen Angebote informieren – auch auf Ukrainisch!

Die Münchener Schwangerschaftsberatungsstellungen (unter anderem ebz, Frauen Beraten, pro familia, Gesundheitsreferat der Stadt München, Landratsamt und Sozialdienst katholischer Frauen) helfen bei sprachlichen, bürokratischen und persönlichen Herausforderungen.

Geben Sie diesen Hinweis gern weiter, vor allem an gastgebende Familien, die derzeit geflüchtete Menschen bei sich aufgenommen haben.

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