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Hebammenverband setzt sich für Frauenrechte ein

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Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) setzt sich für Selbstbestimmungsrechte von Frauen ein. Die Frauen sollen selbst bestimmen können, wann und wo sie ein Kind zur Welt bringen. Sie brauchen dafür weltweit einen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Verhütungsmitteln.

Der Hebammenverband kritisiert anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März das Global Gag Rule. Die United Nations Foundation, die International Confederation of Midwives (ICM) und weitere Organisationen haben sich bereits dagegen gewandt. Das Global Gag Rule wurde erst kürzlich wieder eingesetzt vom Amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Keine finanzielle Unterstützung mehr

Nichtregierungsorganisationen erhalten damit keine finanzielle Unterstützung mehr aus den USA, wenn sie Informationen oder Dienstleistungen zu Schwangerschaftsabbrüchen bieten. Dies betrifft vor allem Organisationen in Entwicklungsländern, die sich um Familienplanung kümmern.

„Das Leben von Frauen und Mädchen darf nicht gefährdet werden durch Schwangerschaft oder Geburt“, betont Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V. Insbesondere in Entwicklungsländern ist der Zugang zu gesundheitlicher Versorgung und Verhütungsmitteln häufig schwierig. Die Situation verschärft sich, wenn Nichtregierungsorganisationen ihre Arbeit vor Ort aufgeben müssen, weil sie keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten aufgrund des Global Gag Rule. Wenn keine sicheren Möglichkeiten für eine Abtreibung zur Verfügung stehen, wird die Sterblichkeitsrate von Frauen steigen, da dann alternative, oft lebensgefährliche Abtreibungsmethoden eingesetzt werden.

Über den Deutschen Hebammenverband e.V. (DHV)

Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 18.500 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftlerinnen, Hebammen in den Frühen Hilfen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.