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Muttermilch-Ersatznahrung

Wenn Sie sich in der Schwangerschaft dazu entschieden haben Ihr Kind nicht stillen zu wollen, sollten Sie sich Gedanken darum machen, wie Sie Ihr Kind alternativ ernähren wollen. Bitte teilen Sie den Hebammen Ihre Entscheidung möglichst schon vor der Geburt im Kreißsaal mit, spätestens aber, wenn das Kind geboren ist. Sie bekommen dann ein Medikament, dass die Milchproduktion nach der Geburt unterdrückt und sie keinen Milcheinschuss bekommen.

Bewusste Entscheidung

Wichtig: Wenn Sie sich für das primäre Abstillen entschieden haben, ist es nur schwer bis gar nicht mehr möglich, die Milchproduktion danach wieder anzukurbeln, falls Sie es sich doch anders überlegen sollten. Treffen Sie die Entscheidung also ganz bewusst.

Die Aufgaben der Hebammen und Krankenschwestern besteht in erster Linie dann darin, Ihnen die richtige Säuglingsnahrung zu empfehlen. Der Markt ist heutzutage sehr unübersichtlich. Mehr als 80 verschiedene Nahrungen werden angeboten und die Industrie entwickelt sich stetig weiter. Auch Ihre persönliche Hebamme zuhause wird Sie mit aktuellem Fachwissen und nach den neuesten Richtlinien bei der Flaschenernährung Ihres Kindes unterstützen.

PRE-Nahrung und mehr

Es ist ganz wichtig, dass Sie Ihrem Kind die richtige Nahrung geben. Dabei ist nicht unbedingt die herstellende Firma ausschlaggebend, sondern die unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Es gibt PRE-Nahrungen, 1er-, 2er- und 3er Nahrungen. Die PRE-Nahrung ist die Nahrung der Wahl. Sie ist von der Zusammensetzung her der Muttermilch am ähnlichsten und kann genauso wie beim Stillen nach Bedarf gegeben werden.

Bei der 1er-Nahrung ist zusätzlich Stärke enthalten. Für Babies mit erhöhtem Allergierisiko empfiehlt es sich, die PRE- und die 1er-Nahrung als HA-Nahrung zu geben.

HA Nahrung

HA steht für „hypoallergen“ und bedeutet, dass das Eiweiß durch ein spezielles Verfahren aufgespalten ist. Diese HA-Nahrungen sind dann notwendig, wenn Eltern oder Geschwister des Neugeborenen unter einer Allergie leiden oder gelitten haben (z.B. Neurodermitis oder allergisches Asthma). Zur Wirksamkeit von HA Nahrung wurde auch eine großangelegte Allergiepräventions-Studie durchgeführt.

GINI: Die weltweit größte Allergiestudie mit HA Nahrung

Die German Infant Nutritional Intervention (GINI) Studie ist die weltweit größte durchgeführte Allergiepräventionsstudie und wurde vom Bundesministerium für Forschung und Bildung sowie der Stiftung Kindergesundheit in München finanziert. Ziel der Studie war es herauszufinden, ob eine Säuglingsmilchnahrung mit hydrolysiertem Eiweiß (HA Nahrung) das Risiko für Allergien senken kann. Dafür wurden verschiedene HA-Nahrungen gegen eine Standardnahrung als Vergleichsnahrung in der Studie getestet. Hier erfahren Sie alle Ergebnisse der GINI Allergiestudie.

Dosierung & Abkochen

Achten Sie bei der Zubereitung der Flaschennahrung darauf, dass Sie die Zubereitungsanleitung und die Dosierung auf der Packung genau einhalten und nur geeignetes Wasser (bei vorhandenen Kupferleitungen bitte abgepacktes Wasser) verwenden. Verfüttern Sie die zubereitete Nahrung in einer geeigneten Zeit und erwärmen Sie angefangene Flaschen nicht noch einmal.

Ebenso wichtig für die hygienische Zubereitung ist das regelmäßige Auskochen von Flaschen, Saugern und Schnullern. Auch bei der Ernährung des Kindes mit der Flasche ist Ihre persönliche Hebamme zuhause die ideale Ansprechpartnerin und kann Ihnen individuelle Tipps auf Ihre Fragen geben.


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