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Rückbildungskurs-Welcher ist der Richtige?

Ein Rückbildungskurs steht nach der Geburt bei fast allen Müttern ganz oben auf der To-Do-List. Auch unsere Autorin Silke Schröckert hat sich pflichtbewusst angemeldet. Und dann schnell gemerkt: Beim Beckenboden-Training ist es wie bei jedem anderen Sport: Man muss sich schon die Mühe machen, einen passenden Kurs zu finden …

Klar gehe ich zur Rückbildung! Macht doch jede Mami nach der Geburt! So motiviert war meine Einstellung, nachdem ich das erste Kind bekommen hatte. „Rückbildungs-Yoga“ wurde im Fitnessstudio bei mir um die Ecke angeboten. Das klang nicht nur cooler als „Beckenboden-Training“ – es reizte mich vor allem, weil ich eh schon immer mal Yoga ausprobieren wollte. Also besorgte ich mir eine Zehnerkarte, gönnte mir ein neues Sport-Outfit und machte mich samt Säugling auf den Weg.

Vollkommen begeistert war ich von der Ausstattung meines Studios: Wickeltische und Laufgitter standen in den Garderoben, Notfall-Windeln und Feuchttücher lagen auch bereit. Solche Details fallen einem als Nicht-Mama vorher ja überhaupt auf! Hochmotiviert trug ich also mein kleines Baby-Bündel in den Kursraum. „Endlich wieder Sport!“, freute ich mich. Dann ging es los.

„Und wie lange machst du schon Yoga?“

Zur Begrüßung erfragte die Trainerin die Yoga-Vorkenntnisse. Ups – nur meine Hand ging hoch bei der Frage, wer noch nie Yoga gemacht habe. Egal, nicht einschüchtern lassen. Ist ja als Anfänger-Kurs beschrieben! Die Übungen waren dann auch erstaunlich einfach. Um nicht zu sagen: zu einfach! Zunächst atmeten wir. Sehr lange. Sehr langsam. Seeehr lange und langsam. Dann kamen die einzelnen Yoga-Figuren, meist in Kombination mit Anspannung des Beckenbodens. Klar, darum geht es in diesem Kurs, das war mir bewusst! Aber ich merkte schnell, dass ich mich für diese Bewegungen keineswegs in Sportklamotten hätte werfen brauchen. Ins Schwitzen kam ich nicht. Im Gegenteil: Ich fand es noch nicht einmal angenehm anstrengend.

Nach einer sehr langen Übung (in der wir wieder sehr langsam geatmet hatten) sagte die Trainerin glücklich: „Und mit dieser Figur hast du jetzt etwas sehr Gutes für dein Wurzelchakra getan.“ Da wurde mir mein Fehler bewusst: Als Nicht-Yogi hatte ich in diesem Kurs einfach nichts zu suchen. Ich wollte nichts für mein Chakra tun! Ich wollte was für meinen Bauch, meinen Beckenboden, meine Fitness tun! Die bezahlten Stunden saß ich brav ab und machte so motiviert ich konnte mit – dann wechselte ich die Rückbildungssportart.

Kleiner Wechsel, große Wirkung

Als nächstes probierte ich Rückbildungs-Pilates aus. Pilates hatte ich schon ein paar Mal gemacht, also wusste ich zumindest im Groben, was mich erwartet. Auch hier geht es um langsame, fließende Bewegungen – aber ganz ohne Spiritualität. Und: Zumindest im direkten Vergleich der beiden Kurse, die ich besucht habe, um deutlich mehr Muskelaktivität und Körperanspannung. Nach den einzelnen Stunden hatte ich wirklich das Gefühl, etwas „für mich“ getan zu haben. Und ganz nebenbei auch noch etwas für meinen Beckenboden.

Das Rückbildungs-Pilates zog ich die ganze Elternzeit lang durch. Mehr noch: Über den Kurs habe ich Pilates auch fernab von Rückbildungsübungen für mich entdeckt. Ich mache es mittlerweile ohne Baby im Gepäck weiter – einfach so, für mich, weil es mir guttut.

Es gibt nunmal kein Rückbildungs-Volleyball

Es ist wohl wie so oft im Leben: Information ist alles! Denn leider gibt es keine Volleyball-Rückbildungskurse oder Tennis-Beckenbodentraining (DA hätte ich nämlich gewusst, was mich erwartet!). Hätte ich mich aber vorher ein bisschen besser über den Yoga-Kurs (und die Yoga-Lehre im Allgemeinen) erkundigt, dann wäre mir die Enttäuschung erspart geblieben. Deshalb mein Tipp: Machen Sie sich die Mühe, Ihren Rückbildungskurs nicht nur nach Anfahrtsweg und Preis auszuwählen, sondern vor allem nach den Inhalten. Eine Freundin von mir war beim reinen Beckenbodentraining. Kein Pilates, kein Yoga, kein anderer Sport drumherum. 60 Minuten am Stück „untenrum“ anspannen und loslassen – mehr nicht. Wie fürchterlich, dachte ich! Sie fand es großartig. Für jeden passt halt etwas anderes besser. Und mit dem wirklich passenden Kurs kann das Ganze sogar richtig Spaß machen.

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