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Adoption Bewerbungsverfahren

Zuständigkeiten für Adoptionsvermittlung
Für innerdeutsche Adoptionen sind in Deutschland die Vermittlungsstellen der Jugendämter, aber auch freie Träger wie der Caritasverband oder das Diakonische Werk zuständig.

Überall müssen die zukünftigen Adoptiveltern ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen. Zunächst sind einige formale Voraussetzungen zu erfüllen, z. B. seit mindestens zwei Jahren verheiratet zu sein, ein gesichertes Einkommen nachzuweisen und eine Wohnung, die groß genug für drei ist. Führungs- und Gesundheitszeugnisse sind ebenso vorzulegen wie ausführliche Lebensberichte.

Bewerbungsverfahren
Ein Verfahren zur Feststellung der Eignung beim Jugendamt kann unterschiedlich ablaufen. Zum Beispiel gibt es Jugendämter, die Gruppenspiele mit Bewerbern veranstalten. In der Regel führt ein SozialarbeiterIn mehrere persönliche Gespräche mit dem Bewerberpaar, oft mit Ankündigungzuhause bei den Bewerbern (damit will man sich ein Bild der Umgebung machen). Man sollte dabei die Gelegenheit nutzen, Fragen zu stellen.

Nach dem Eignungstest und während der Wartezeit ist es ganz wichtig, weiterhin Kontakt zum Jugendamt zu halten um sich immer wieder in Erinnerung zu bringen, z. B. dass man für eine bestimmte Zeit nicht erreichbar ist oder sich dies oder jenes (positiv) geändert hat, dass es noch Fragen gibt, ob das Jugendamt Info-Abende zum Thema Pflegekind/Adoption anbietet oder ob es Adoptivfamilien gibt, die man besuchen darf. Je nach Vermittlungsstelle gibt es unterschiedlich viele Gespräche und Hausbesuche.

Warten, warten, warten
Nachdem das Jugendamt die Bewerbung angenommen hat, beginnt das große Warten. In dieser Zeit bieten viele Vermittlungsstellen so genannte Eltern-Trainings an. Dort wird über die Besonderheiten der Adoptivfamilie gesprochen, über die Probleme der abgebenden Mutter, über Probleme der jugendlichen Adoptierten bei ihrer Suche nach dem biologischen Ursprung, über Fragen, wann das Kind über seine Herkunft aufgeklärt werden soll, u.s.w.

Keine Stelle geht bei der Adoptionsvermittlung streng nach Warteliste vor. Wichtig für die Behörden vor allem ist, die passenden Eltern für das Kind zu finden, nicht das passende Kind für die Eltern! Wenn ein Paar für ein bestimmtes Kind besonders geeignet scheint, weil es zum Beispiel bereit ist, ein behindertes Baby oder ein älteres Kind aufzunehmen, kann es sein, dass sich das Jugendamt schon nach wenigen Monaten meldet. Läuft es weniger gut, z. B. weil sich die Bewerber die Aufnahme eines bestimmten Kindes nicht zutrauen und es ablehnen, kann es aber auch mehrere Jahre dauern.

Der große Moment ist da
Der lang ersehnte Moment ist da. Das Kind wird einem zugesprochen. Die Freude riesig. Aber: Die Nachricht von der Vermittlungsstelle ist erfahrungsgemäß für alle Bewerber ein Schock. Alles geht plötzlich ganz schnell. Oft kann das Kind schon wenige Tage später mit nach Hause genommen werden. Alles wird sich aber sehr schnell einpendeln und ein neues, reicheres Leben beginnen.


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