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Erkältungstee und Nasenspray trotz Babybauch? Das ist bei Erkältungen in der Schwangerschaft zu beachten

Schwanger erkältetWenn die Tage wieder kühler und nasser werden, lässt meist auch die erste Erkältungswelle nicht lange auf sich warten. Herbstzeit ist Schnupfenzeit und in vielen Familien wird jetzt schon wieder die Hausapotheke aufgefüllt. Es gibt eine große Auswahl an pflanzlichen und pharmazeutischen Mitteln gegen Erkältungsbeschwerden. Davon sind allerdings längst nicht alle für Schwangere geeignet. Wenn Sie mit Babybauch durch die Erkältungszeit kommen müssen, ist Vorsicht geboten. Doch es gibt eine ganze Reihe erprobter Hausmittel, um Schnupfennasen und Co. zu behandeln, und auch die Apotheke hält einige Präparate bereit, die für Schwangere gut verträglich sind. So kommen Sie und Ihr Baby gut durch die Erkältungszeit.

Schwangere sind häufiger erkältet als andere Menschen

Die meisten Frauen wünschen sich, möglichst ohne eine Erkrankung durch die Schwangerschaft zu kommen. Immerhin sind die Behandlungsmöglichkeiten aus Rücksicht auf das ungeborene Baby je nach Krankheitsbild stark eingeschränkt.

Leider neigen Schwangere aber gerade in der Erkältungszeit dazu, häufiger krank zu sein als andere Menschen. Der Grund dafür ist die Umstellung des Immunsystems, das sich während der Schwangerschaft vermehrt darauf konzentriert, die Gesundheit des Fötus im Mutterleib zu schützen. Für die werdende Mutter bedeutet das, dass sie möglicherweise viele eher dazu neigt, sich einen Infekt einzufangen, als vor der Schwangerschaft.

Darüber hinaus verändern die Hormone während der Schwangerschaft die Schleimhäute im Körper der werdenden Mutter. Sie sind häufiger geschwollen, was schnell zu einer verstopften Nase führen kann. Vor allem im letzten Trimester der Schwangerschaft neigen viele werdende Mütter unter dem so genannten Schwangerschaftsschnupfen, der mit einer dauerhaft verstopften Nase und anderen Erkältungssymptomen plagen kann.

„Für das ungeborene Baby besteht unter normalen Umständen keine Gefahr“, beruhigt der Gynäkologe Dr. Vincenco Bruni im Gespräch mit dem Erkältungs-Ratgeber. „Selbst bei einer schweren Grippe wird in der Regel nur die Mutter, nicht aber das Kind beeinträchtigt.“ Wichtig ist, dass die werdende Mutter sich auch während einer Erkältung gut versorgt, damit auch weiterhin alle wichtigen Nährstoffe in der Plazenta ankommen. Außerdem ist Schonung angesagt, denn der Körper benötigt jetzt seine ganze Kraft, um gleichzeitig das ungeborene Baby zu versorgen und die Erkältung abzuschütteln.

Eine einfache Erkältung darf grundsätzlich selbst behandelt werden. Wer zum ersten Mal schwanger und erkältet ist, tut allerdings gut daran, sich beim Gynäkologen hilfreiche Tipps rund um erlaubte und nicht erlaubte Medikamente und alternative Behandlungsmethoden einzuholen. Hält die Erkrankung ungewöhnlich lange an, sollte ein Arzt konsultiert werden. Ärztlicher Rat ist außerdem wichtig, wenn sich hohes Fieber zu den typischen Erkältungssymptomen gesellt.

Viele andere Symptome können allerdings auch in der Schwangerschaft gut behandelt werden. So kommen Sie gut durch die Erkältungszeit.

Freie Nase für mehr Wohlbefinden

Eines der typischsten und gleichzeitig anstrengendsten Erkältungssymptome ist eine verstopfte und ständig laufende Nase. Die Meinung zu Nasensprays in der Schwangerschaft gehen auseinander.

Salzwassernasensprays und Nasenduschen mit Salzwasser können jederzeit bedenkenlos angewendet werden. Allerdings dienen sie lediglich dazu, die Nasenschleimhäute besser zu befeuchten und die Nase zu reinigen. Ein Abschwellen der Schleimhäute für erholsamen Schlaf lässt sich dadurch nicht erreichen. Die gute Nachricht: Es gibt durchaus abschwellende Nasensprays, die auch in der Schwangerschaft verwendet werden dürfen. Lassen Sie sich am besten von Ihrem behandelnden Arzt oder direkt in der Apotheke zu entsprechenden Produkten beraten.

In der Schwangerschaft und Stillzeit muss die tägliche Dosierungsempfehlung unbedingt eingehalten werden. Die abschwellenden Inhaltsstoffe im Nasenspray fördern nicht nur die Durchblutung der Nasenschleimhaut, sondern auch der Plazenta. Das kann bei einer Überdosierung unerwünschte Nebenwirkungen für das ungeborene Baby haben. In der Stillzeit kann sich der Gebrauch von abschwellenden Nasensprays auf die Milchproduktion auswirken. Deshalb sollte auch hier die Höchstdosierung pro Tag keinesfalls überschritten werden.

Eine schonende Alternative kann ein abschwellendes Nasenspray für Babys oder Kleinkinder sein. Diese Präparate sind schwächer dosiert, erzielen häufig aber trotzdem die gewünschte Wirkung.

Inhalieren gegen Erkältungsbeschwerden

Ein bewährtes und zugleich schonendes Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden sind Dampfbäder zur Inhalation. Zum Inhalieren wird kochendes Wasser in eine Schüssel gefüllt. Als Zusätze eignen sich vor allem Kamillenblüten, in frischer Form oder als Teebeutel, sowie Latschenkiefer und, ab dem zweiten Trimester, auch ausgewählte ätherische Öle wie Lavendel. Auch hochwertige ätherische Öle mit Mandarine und Orange können sich in einem Dampfbad wohltuend auswirken. Auf Zusätze wie Menthol oder Eukalyptus sollten Schwangere lieber verzichten.

Am besten wirkt das Dampfbad, wenn der Kopf mit einem großen Handtuch über die Schüssel gebeugt wird. Anschließend tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder ausatmen. Ärzte und Hebammen empfehlen ein etwa zehnminütiges Dampfbad zweimal täglich.

Fieber bei Erkältungen in der Schwangerschaft

Viele Erkältungen gehen ohne Fieber vorüber. Trotzdem gehört eine erhöhte Körpertemperatur zu den typischen Erkältungssymptomen. Ab einer Körpertemperatur von über 39 Grad besteht ein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind, insbesondere dann, wenn das Fieber über einen längeren Zeitraum anhält. Fiebersenkende Mittel sollten in der Schwangerschaft auf keinen Fall ohne Zustimmung des behandelnden Arztes eingenommen werden.

Besonders häufig wird in der Schwangerschaft der Wirkstoff Paracetamol zur Fiebersenkung verschrieben. Entsprechende Medikamente sollten allerdings nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, in der empfohlenen Dosis und über einen kurzen Zeitraum hinweg eingenommen werden.

Eine sanfte Alternative zu fiebersenkenden Medikamenten sind altbewährte Hausmittel wie Wadenwickel. Dafür werden Handtücher in handwarmes Wasser eingelegt und anschließend um die Waden gewickelt. Ein trockenes Handtuch darüber sorgt für angenehme Wärme. Nach 10 bis 15 Minuten sollte der Wickel erneuert werden, spätestens aber, wenn das nasse Handtuch spürbar warm geworden ist. Wadenwickel ziehen die Hitze auf schonende Weise aus dem Körper und können Fieber wirkungsvoll senken.

Liegt das Fieber länger als drei Tage um 39 Grad oder sogar darüber, sollten Schwangere unbedingt einen Arzt konsultieren.

Schwangerschaft TeeDer heiße Schluck gegen Husten und Heiserkeit

Auch verschiedene Heißgetränke eignen sich zur Behandlung von Erkältungssymptomen. Sie liefern dem Körper wertvolle Vitamine, insbesondere Vitamin C, und sorgen für wohlige Wärme und Entspannung.

Für Schwangere gut geeignet sind Kräutertees, besonders Kamille, Lindenblüte und Holunder. Aufgüsse mit heißer Zitrone und heißem Holunder liefern viel Vitamin C und stärken so ganz natürlich das Immunsystem. Darüber hinaus gibt es speziellen Tee für Schwangere, der im Idealfall aus Brennesselkraut, Himbeerblättern, Johanniskraut, Melissenblättern, Scharfgarbenkraut und Frauenmantel besteht. Kurz vor der Geburt empfiehlt es sich, Himbeerblütentee zu trinken – dieser fördert die Durchblutung des Beckenraums und lockert die Muskulatur und den Muttermund.

Ein echter Geheimtipp aus Großmutters Hausapotheke ist Zwiebelsaft mit Kandis. Dafür wird eine große Gemüsezwiebel in Würfel geschnitten und zusammen mit 250 ml Wasser und 250 g braunem Kandis (alternativ geht auch Honig) in einen Topf gegeben. Das Gemisch wird zum Kochen gebracht und darf anschließend unter regelmäßigem Rühren mindestens 10 bis 15 Minuten köcheln. Anschließend wird der Topf vom Herd genommen und der Sud durch ein Sieb abgeschüttet. Am besten lässt sich dieser natürliche Hustensaft in einer Flasche oder einem Einmachglas mit Schraubverschluss auffangen. Zwei bis drei Esslöffel täglich genossen können Husten und Heiserkeit sanft, aber wirkungsvoll lindern.

Auch ein frischer Ingwertrunk kann Erkältungsbeschwerden lindern. Da Ingwer wehenfördernd sein kann, sollten Risikoschwangere und schwangere in den ersten Monaten lieber darauf verzichten.

Mit einem großen Löffel Honig wird das Heißgetränk angenehm süß und der Honig legt sich außerdem beruhigend auf den Hals und kann so Halsschmerzen und Hustenreiz lindern.

Eine tolle Hilfe rund um natürliche und wirkungsvolle Hausmittel für die Schwangerschaft und die ganze Familie bietet die Hausmittel-App der BKK-VBU.

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