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Spielsachen sinnvoll kaufen – Material-, Spar- und Sicherheitstipps

Baby- und Kinderspielzeug kann mehr als nur als Beschäftigungsmöglichkeit für die Kleinen dienen. Mit dem richtigen Spielzeug werden motorische Fähigkeiten ausgebaut und erste Erfahrungen gesammelt. Doch nicht jedes Spielzeug ist für jedes Kindesalter geeignet. Und auch beim Kauf sollte einiges beachtet werden. Ein paar einfache und grundlegende Tipps können helfen, bei der großen Auswahl auf dem Markt, die geeigneten Spielzeuge für das eigene Kind zu finden.

Kleine Materialkunde

Zu den wichtigsten Fähigkeiten, die bei Kleinkindern erst noch trainiert werden, gehört der Tastsinn. Umso mehr verständlich also, dass das Material des Spielzeugs dabei eine wesentliche Rolle spielt. Durch Tasten und Spüren werden unterschiedliche Gegenstände kennen und unterscheiden gelernt. Je mehr Sinneseindrücke geboten werden, desto mehr lernt das Gehirn. Dabei ist die Beschaffenheit der Oberfläche genauso wichtig, wie das verwendete Material. Je nach Altersklasse und Art des Spielzeugs stehen dabei folgende Materialien im Vordergrund:

Spielzeuge aus Stoff

Für die Jüngsten werden bevorzugt Spielzeuge aus Stoff angeboten, denn durch diese besteht in der Regel wenig Verletzungsgefahr. Durch verschiedene Oberflächen, wie gröberen, feineren oder flauschigen Stoff, kann auch hier bereits der Tastsinn trainiert werden. Wichtig ist es hier allerdings darauf zu achten keine Stoff-oder Plüschtiere zu verwenden, die ihre Fasern verlieren. Außerdem sollten Baumwoll- und Naturmaterialien bevorzugt sowie auf Waschbarkeit geachtet werden.

Spielzeuge aus Gummi

Gummispielzeuge wie Bade-Enten oder Beißringe werden ebenfalls schon für Babys angeboten. Auch hier ist die Verletzungsgefahr gering. Da jedoch viele Gummispielzeuge Weichmacher enthalten können, muss beim Kauf besonders auf die Zusammensetzung geachtet werden. Je jünger die Kleinen sind, desto häufiger werden die Materialien in den Mund genommen und sollten daher von Farben und Material her unbedenklich sein.

Spielsachen aus Holz

Echtholz gehört zu den besonders hochwertigen Materialien für Kindespielzeuge. Wichtig ist auch hier, dass keine giftigen Lacke und Farben verwendet wurden. Durch die vielen Gestaltungsmöglichkeiten bei Holz, lassen sich hier vielfältige Formen schaffen, die verschieden haptische Eindrücke vermitteln. Außerdem gelten Holzspielzeuge als relativ Bruchsicher und langlebig, somit haben unter Umständen auch die Enkel noch etwas vom Spielzeug.

Kunststoffmaterialien

Viele der Spielzeuge werden auch aus Kunststoff angeboten. In der Herstellung sind diese meist günstiger. Doch auch bei Kunststoffen gibt es hohe Unterschiede in der Qualität. Die Kunststoffarten sind in der Regel auf den Produkten angegeben. Gängige Kunststoffe aus dem Alltag sind:

  • Polyethylen (PE)
  • Polypropylen (PP)
  • Polyurethan (PU)
  • Polyvinylchlorid (PVC)
  • Polycarbonat (PC)
  • Polyethylenterephthalat (PET)

PVC und PC enthalten gesundheitsschädliche Weichmacher und sollten in Spielzeug gemieden werden. Außerdem kann bei weniger hochwertigen Kunststoffen Bruchgefahr bestehen.

Bei Spielsachen sparen

Einer der wichtigsten Tipps direkt vorweg: Sparen bei Spielsachen sollte nicht auf Kosten der Qualität gehen. Es ist besser dem Kind pädagogisch sinnvolle und gesundheitlich unbedenkliche Spielzeuge zum Spielen zu geben, statt es mit Massen an Kuscheltieren oder Spielsachen zu überhäufen.

Tipp 1: Qualität vor Quantität

Hochwertige Spielsachen halten nicht nur länger, sondern sind im Normallfall auch gesundheitlich unbedenklich. Statt vieler günstiger Spielsachen, die nach kurzer Zeit womöglich schon im Mülleimer landen, sollte sich daher auf weniger, aber dafür hochwertigere Spielzeuge konzentriert werden. Lange Lebensdauer und bessere haptische Eigenschaften machen den Anfangs höheren Preis schnell wieder wett.

Tipp 2: Vergleich der Hersteller

Oftmals bieten verschiedene Hersteller von Spielwaren ähnliche Spielwaren an. Um vergleichbare Qualität günstiger zu erhalten, lohnt sich also das jeweilige Angebot der verschiedenen Hersteller und Spielzeugmarken zu vergleichen. Ein Überblick über die Vielzahl an Spielzeugmarken gibt es auf www.spielzeug.org/marken. Über 120 Spielzeugmarken können so leicht in ihrem Sortiment überblickt und verglichen werden.

Tipp 3: Auf Angebote achten

Ebenso muss das Spielzeug nicht kurz vor speziellen Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten erworben werden. Wer das ganze Jahr über die Augen offen hält, findet immer wieder Zeiten, in denen hochwertige Spielwaren für kurze Zeit im Angebot sind.

Tipp 4: Spielzeug mieten

Kinder wachsen schnell heran und aus dem Alter für manche Spielzeuge schnell heraus. Daher kann es sich lohnen Kinderspielzeuge für bestimmte Altersklassen zu mieten. Dadurch kann dem Kind auch eine höhere Abwechslung an Spielmöglichkeiten geboten werden, ohne alles teuer zu erwerben und irgendwann an die Grenzen des eigenen Stauraums zu gelangen. Ein Erfahrungsberichte mit Pro und Kontra lässt für jeden schnell herausfinden, ob mieten für Sie oder Ihn interessant sein könnte.

Tipp 5: Spielzeug gebraucht erwerben

Ähnlich ist auch bereits gebrauchtes Spielzeug oftmals deutlich günstiger als Neues. Ein Besuch auf Flohmärkten oder Online-Börsen kann daher auch zur ein oder anderen Einsparung führen, die nicht auf Kosten der Spielzeugqualität geht.

Sicherheit bei Spielzeugen

Egal ob neu, gemietet oder gebraucht erworben, neben der Qualität sollte unbedingt auch immer auf die Sicherheitsaspekte geachtet werden. Ob Spielzeuge überhaupt zum Verkauf auf dem europäischen Markt zugelassen sind kann recht einfach an dem CE-Prüfsiegel erkannt werden. Allerdings liegt es am Hersteller zu überprüfen und festzustellen, dass sein Produkt den entsprechenden Richtlinien genügt.

Auf Gütesiegel achten

Wer auf eine unabhängige Überprüfung Wert legt, sollte auf weitere Gütesiegel achten. Eines der größten Prüfinstitute ist TÜV Rheinland. Es vergibt unter anderem das TÜV Proof, ToxProof und das LGA Siegel. Auf welche Stoffe Materialien und Spielwaren genau untersucht werden, muss jedoch den dortigen Prüfkriterien entnommen werden. Andere Prüfsiegel wie „Spiel gut“ wiederum bewerten nur den pädagogischen Nutzen und gehen gar nicht auf Material und Schadstoffe ein. Je besser sich über die jeweiligen Prüfsiegel informiert wird, desto besser lässt sich letztendlich die Qualität des Produkts beurteilen. Einige der gängigsten Prüfsiegel sind:

  • TÜV Proof
  • Tox-Proof
  • LGA
  • Spiel gut
  • GS (Geprüfte Sicherheit)
  • Öko-Tex Standard 100
  • DVE (Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik)

Generelle Sicherheitsaspekte

Grundsätzlich sollte sich beim Erwerb des Spielzeugs an die empfohlener Altersangabe des Herstellers gehalten werden. Um auf Nummer Sicher zu gehen, werden jedoch noch einige selbstdurchzuführenden Tests empfohlen:
Geruchstest
Riechen Spielzeuge bereits nach Chemie, enthalten sei mit hoher Wahrscheinlichkeit Lösungsmittel und Weichmacher und sollten besser nicht erworben werden.

Abriebtest
Bleibt beim Reiben über den Gegenstand Farbe am Finger haften, wird sich die Farbe auch bei Benutzung durch das Kind lösen. Auch hier gibt es keine Kaufempfehlung.

Zupftest
Bleiben beim leichten Zupfen an einem Plüschtier ein Büschel Fasern zwischen den Fingern, sollte das Spielzeug nicht für Kleinkinder verwendet werden. Ebenso besteht bei Spielzeugen mit nicht richtig fest angenähten Knöpfen oder ähnlichen Kleinteilen Gefahr durch verschlucken.

Bildquelle:
Pixabay.com, Alexas_Fotos CC0-Lizenz
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