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Dresden mit Kind

Die sächsische Landeshauptstadt gehört mit seiner historischen Altstadt und seiner malerischen Lage an der Elbe zu den schönsten und beliebtesten deutschen Städten. Besonders der originalgetreue Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Frauenkirche hat weltweit für Furore gesorgt. Hier ein paar Tipps für ein Wochenende in Dresden mit Kindern unserer Redakteurin Bettina Stengle.

Freitag – Sachsen, wir kommen!

Die Frauenkirche prägt mit ihrem prachtvollen barocken Kuppelbau eindrucksvoll das Dresdner Stadtpanorama. Genau hier, an der wahrscheinlich bekanntesten Stelle des Stadtzentrums, checken wir – Papa Daniel, Mama Bettina, Lilienne (6) und Valerie (4) – an einem Freitagabend im Frühling in das Viersterne-Hotel INNSIDE Dresden ein, um die als „Elbflorenz“ bekannte Metropole auf ihre Familientauglichkeit zu testen.

Schlafen wie „Gott in Dresden“

Das Hotel überzeugt uns mit seiner luftig-modernen und stylischen Atmosphäre. Da wir uns kaum in unserem Hotelzimmer aufhalten werden, haben wir uns bei der Buchung für ein Premium-Doppelzimmer entschieden. Familienzimmer mit Kinderbetten wären aber auch verfügbar gewesen, hatte uns die Reservierungsmitarbeiterin mitgeteilt. Unser Zimmer ist hell und ansprechend, das Bad ein Hit, den Teppich finden wir etwas gewöhnungsbedürftig. Bei unseren letzten Ausflügen haben wir in Hotels fast ausschließlich pflegeleichte Holz- oder Laminatfußböden vorgefunden. Aber der Teppich macht unser Zimmer eine Spur gemütlicher. Wir genehmigen uns einen Salat-Snack im Hotelrestaurant VEN und schlummern später wie „Götter in Dresden“.

Samstag – Hygiene-Museum und ein temporeiches Mittagessen

Nach dem Frühstück, das aufgrund der spanischen Kettenzugehörigkeit des Hotels unerwartet südländisch angehaucht ist, stürzen wir uns ins Getümmel der Altstadt. Wir lassen uns mitreißen, zumindest versuchen wir es. Die Mädels sind von Zeit zu Zeit schwer von den Pferdekutschen, die gemütlich mit Touristen „im Gepäck“ an den Sehenswürdigkeiten vorbei traben, weg zu bekommen. Vielleicht hätten wir doch ein Bauernhof-Wochenende buchen sollen? Nein, natürlich nicht.

Der gläserne Mensch

Nach 1,5 Kilometern kommen wir an unserem eigentlichen Ziel an: dem Deutschen Hygiene-Museum. Mit rund 280.000 Besuchern pro Jahr gehört das Museum zu den bestbesuchten Museen Dresdens und lockt mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen. Wir entscheiden uns für die Dauerausstellung „Abenteuer Mensch“ und für das „Kinder-Museum Unsere fünf Sinne“. Der „Gläserne Mensch“ ist ein Highlight der Ausstellung und zieht unsere Kinder sofort in seinen Bann. Sie sind schwer beeindruckt von der Tatsache, wie es in ihrem Inneren aussehen soll. Im Großen und Ganzen faszinieren sie während unseres Rundgangs aber am meisten die Knöpfchen und Hebelchen, die man überall drücken und ziehen kann, um eine Interaktion auszulösen. Ob am Ende alle Fragen unserer körperbewussten Töchter beantwortet wurden? Nein, es sind im Gegensatz viele neue Fragen dazu gekommen…

Absolut abgefahren: Das Achterbahnrestaurant

Am frühen Nachmittag verlassen wir das Museum und erreichen nach einer knappen halben Stunde Fußmarsch das Erlebnisrestaurant unser Wahl, das Achterbahnrestaurant Schwerelos. Kurze Zeit später rasen Töpfchen mit unserem Mittagessen per Achterbahn an den Tisch, die Kinder strahlen vor Vergnügen und Begeisterung. Selbst Loopings müssen die angeschnallten Töpfe absolvieren. Wie uns Pommes, Chicken Nuggets, das Geschnetzelte mit Spätzle und das „Verrückte Weltraumeis“ geschmeckt haben? Wir können es vor Action und Aufregung gar nicht so richtig sagen.

Auszeit auf der Brühlschen Terrasse

Nach so vielen Eindrücken beenden wir den Tag auf der Brühlschen Terrasse am Elbufer, wo wir in der Sonne sitzend den Dampfern zuschauen, wie sie an uns vorbei tuckern. Kein Familienmitglied kann sich zu weiteren Aktivitäten motivieren – Tagesziel erreicht.

Sonntag – Pferde und Tapas

Am Sonntag kommen wir an den Pferdekutschen nicht vorbei, auf vielfaches Bitten der Mädels steigen wir ein und genießen eine Stadtrundfahrt, zwar nicht hoch zu Ross, aber immerhin in einer nostalgischen Kutsche. Wir traben auf allseits bekannten Touristenpfaden dahin, Fürstenzug, Zwinger, Semperoper, alles dabei.

Tapas vs. Urlaubsbudget

Bevor wir wieder gen Heimat düsen, wollen wir uns kulinarisch noch einmal verwöhnen. Durch das spanische Hotelfrühstück auf den Geschmack gekommen, entern wir das „Las Tapas“ in der Münzgasse nahe der Frauenkirche. Im typischen Tapas-Bar-Ambiente bestellen wir Tapas-Variationen, knuspriges Brot, Rosmarinkartoffeln, eine traditionelle Bohnensuppe und eine große Platte der laut Speisekarte „drei besten Schinken Spaniens“. Köstlich, köstlich, köstlich… Als Gourmet-Valerie beschließt, dass ihr die Serrano-Iberico-Schinkenplatte für € 14,50 am leckersten schmeckt und sie sich weigert zu teilen, setzen wir den Besuch einer Tapas-Bar zähneknirschend in Gedanken auf die „Blacklist“ für Dinge, die das Urlaubsbudget ruinieren. Dennoch: Gut gesättigt und zufrieden machen wir uns anschließend auf den Heimweg.

Die Adressen:
Dresden: www.dresden.de

Hotel Innside Dresden: www.innside.com/de/hotel-dresden-zentrum.html

Deutsches Hygiene-Museum: www.dhmd.de

Achterbahnrestaurant: www.rollercoaster-dresden.de

Brühlsche Terrasse: www.festung-dresden.de/de/bruehlsche_terrasse

Restaurant Las Tapas: www.las-tapas.de