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Förderungen zum Schulanfang, von denen Sie noch nichts wussten!

Der erste Schultag ist ein besonderer Tag in Leben eines Kindes. Es fiebert mit leuchtenden Augen dem Augenblick entgegen, in dem es den Ernst des Lebens kennenlernt und sich auf eine prall gefüllte Schultüte freut. Für Eltern hingegen bedeuten der Schulstart und die darauffolgenden Schuljahre eine hohe finanzielle Belastung, von der das Kind nichts ahnt.

Ausgaben für Schulranzen, Hefte, Stifte und Turnbekleidung summieren sich rasend schnell, sodass am Ende für die Ausstattung eines Erstklässlers 300 Euro Kosten entstehen. Alle Kosten, von der Brotdose bis hin zum teuersten Posten, dem Schulranzen, der gefüllten Schultüte, schulgerechter Kleidung und der Einschulungsfeier, zusammengerechnet, erreichen oftmals Beträge von bis zu 1.540 Euro. Geld, das in vielen Familien für Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom oder Lebensmittel dringend benötigt wird. Um dem eigenen Kind einen erfolgreichen Schulstart und damit die Basis für ein später ebenso erfolgreiches Berufsleben zu bieten, tun Eltern alles. Aber keine Sorge. Es gibt Förderungen und Zuschüsse, um die Kostenexplosion rund um den Schulanfang einzudämmen und die finanzielle Belastung zu erleichtern.

Welche Förderung gibt es für den Schulanfang?

Wer Sozialhilfe, Sozialgeld, Arbeitslosengeld II, Hartz IV, Kinderzuschlag nach $ 6a BKGG, Bundeskindergeldgesetz, oder Wohngeld erhält, kann Unterstützung anfordern. Die Leistungen für Bildung und Teilhabe können gemäß § 28 SGB II beantragt werden, sodass ein Teil der Ausgaben gedeckt ist. Der Zuschuss beträgt 100 Euro im Jahr und gilt für Kosten wie Füller, Federmäppchen und Schulranzen. Verbrauchsmaterial wie Patronen, Hefte oder Bleistifte wird dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Diese Pauschale wird jeweils im Februar mit 30 Euro und den restlichen 70 Euro im August ausbezahlt. Die Auszahlung dieser Beihilfe erfolgt bei Empfängern, die Sozialhilfe, Sozialgeld oder Arbeitslosengeld beziehen, automatisch. Wohngeld- und Kinderzuschlagberechtigte hingegen müssen den Antrag bei ihrem Wohngeldamt oder der Familienkasse stellen.

Neben dem Zuschuss für den Schulbedarf gibt es bei dem Leistungspaket Bildung und Teilhabe finanzielle Zusatzleistungen für Freizeitaktivitäten, Tagesausflüge und Klassenfahrten. So können auch Kinder von Familien, die mit dem Geld noch stärker haushalten müssen, an schulischen Aktivitäten oder den Ausflügen in der Kita teilnehmen. Ist Ihr Kind versetzungsgefährdet, gibt es über das Bildung und Teilhabe-Paket finanzielle Unterstützung für Lernförderung, die über das schulische Angebot hinausgeht. Reicht das eigene Einkommen nicht aus, gibt es einen Kinderzuschlag, der maximal 170 Euro monatlich pro Kind beträgt. Für Schulbedarf oder Schulausflüge gibt es zusätzliche Zuschläge, um die Belastung für Eltern zu mindern.

Was, wenn das Geld nicht reicht?

Trotz der Zuschüsse und Förderungen ist es oftmals nicht einfach, die Besorgungslisten ohne Kopfzerbrechen abzuhaken. Schließlich geht das Leben weiter, die laufenden Kosten verharren nicht, weil Schulanfang ist. Reicht das Geld trotz der Förderungen nicht aus, weil ein Umzug oder eine andere größere Veränderung ansteht, ist ein Kredit eine Alternative. Ratgeber zur Einreichung von Krediten, die wichtige Informationen wie Einreichung welcher Unterlagen, Kriterien für die Kreditvergabe etc. bereithalten, bieten eine Fülle an lesenswerten Informationen.

Mit der Gewissheit, ein finanzielles Polster im Hintergrund zu haben, lässt sich der Schulanfang stressfreier genießen. Schließlich sind die ersten Wochen und Monate für das Kind eine große Umstellung und Herausforderung, das vertraute Umfeld der Eltern täglich für eine gewisse Zeit zu verlassen. Neue Gesichter und Aufgaben, das ABC und die ersten Schritte beim Rechnen stellen jedes Kind tagtäglich vor neue Perspektiven, mit denen sie erst lernen müssen, umzugehen.

Nicht am falschen Platz sparen

Der Schulranzen ist wohl der teuerste Posten in der langen Liste an Anschaffungen für die Schule. Hier ist es allerdings nicht sinnvoll einen günstigen Schulranzen zu kaufen, denn die Gesundheit des Kindes sollte im Vordergrund stehen. Spätere Haltungsschäden oder Beschwerden am Rücken und der Wirbelsäule stehen dem Kauf eines guten Schulranzens von rund 150 Euro gegenüber. Wer hier sparen möchte, kauft den Ranzen etwas später und nützt Rabatte oder Auslaufmodelle. Generell ist es sinnvoller, den Schulranzen zwischen Januar und Ostern zu kaufen.

Wer Geschwisterkinder hat, könnte zumindest bei den Büchern, die ausschließlich als Anschauungsmaterial verwendet worden sind, eingespart werden. Arbeitshefte müssen natürlich neu gekauft werden. Leere Etuis selbst bestücken ist günstiger. Es muss nicht zwangsläufig das zum Schulranzen passende Etui um satte 30 Euro sein oder ein Markenprodukt. Durch taktisch kluge Verhandlungen mit dem Kind und der Verdeutlichung, dass Einsparungen andere Vorteile bringen, sind Kinder durchaus kompromissbereit. Kleinere Anschaffungen wie Brotdose oder das Etui mitsamt Filzstiften und Buntstiften sind eine gute Gelegenheit, unterstützungswillige Omis und Opas, Patentanten oder andere Mitglieder der Familie in das Abenteuer Schulanfang zu integrieren.

Bereits vor Schulanfang locken viele Discounter mit Sonderangeboten wie einem Malkasten und anderen Utensilien für die Schule. Restbestände von zuhause nutzen, spart Geld. Kleinkram wie Radiergummi oder Anspitzer ist über das Jahr problemlos zu besorgen. Auch das sind ideale Gegenstände, die als Geschenk oder Füllmaterial für die Schultüte hervorragend geeignet sind.

Spartips für einen gelungenen Schulstart

Die liebevoll selbst gebastelte Schultüte ist für Kinder eine schöne Erinnerung an diesen Meilenstein Schulbeginn. Anstelle von Naschkram, Spielzeug oder anderen Dingen könnte man die Schultüte durchaus mit nützlichen Dingen füllen, die für die Schule benötigt werden. Warum nicht mal die Schultüte zum Gemeinschaftsprojekt der Familie avancieren lassen? Von Oma das Etui, von Opa der teure Füller, von dem älteren Geschwisterkind ein Radiergummi oder ein Gutschein für die Brotdose. So wird die Schultüte ebenso voll, aber sinnvoll gefüllt. Denn auch die Schultüte ist ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, der zwar einmalig auf der Kostenliste steht, aber sich dennoch deutlich bemerkbar macht. Eine gekaufte Schultüte mit Inhalt schlägt mit gut 15, 20 Euro zu Buche. Wertvolles Geld, das bereits einen kleinen Teil an Anschaffungen für die Schule ausreichen würde. Einziges Manko: Lehrer lieben Markenprodukte und begründen ihre Begeisterung mit der höheren Deckkraft von Farben bekannter Markenprodukten für Malkästen und Filzstiften.

Oma und Opa können ihre Enkel mit größeren Geschenken optimal unterstützen. Daheim ist ein eigener Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Stuhl vonnöten, um die Hausaufgaben in Ruhe erledigen zu können. Der Geburtstag des Kindes oder Weihnachten ist ein guter Anlass für solche Geschenke, die durchaus zwischen 100 bis 150 Euro ausmachen. Die stolzen Großeltern sind gern dabei, wenn es um das Glück der Enkel geht. Eltern ist damit sehr geholfen, obwohl noch genügend Ausgaben wie Kleidung für den ersten Schultag und eine neue Schulgarderobe auf sie warten.

Foto-Quelle:

Bild 1: @annca, Pixabay.com
Bild 2: @ Alexas_Photos, Pixabay.com


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