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Ausfluss in der Schwangerschaft – ist das normal?

Was ist das plötzlich? Fast jeden Tag eine unangenehm feuchte Unterhose, manchmal sogar der schockierende Gedanke „Hilfe, habe ich vielleicht Blutungen“? Keine Sorge: In der Schwangerschaft ist verstärkter Ausfluss ganz normal. Er kann sogar so stark werden, dass es sich anfühlt, als hätten Sie Ihre Tage bekommen. Dieser Artikel erklärt, warum das so ist – und ab wann Sie trotzdem lieber einen Arzt hinzuziehen sollten.
„Wo gibt es die süßesten Strampler? Welche Hebamme ist die Beste? Sollte ich lieber in die Klinik oder ins Geburtshaus?“ Es gibt so viel, worüber man sich mit anderen (Bald-)Mamis bis ins Detail auslassen kann.

Aber verstärkter Scheidenausfluss? Gehört irgendwie nicht zu den willkommenen Gesprächsthemen beim Kaffeekränzchen …

Schade eigentlich. Denn würden sich mehr Schwangere über dieses Thema austauschen, wüssten sie: Es ist ganz normal! In der Schwangerschaft wird der Genitalbereich stärker durchblutet und entspannter. Das kann unter anderem zu verstärktem Ausfluss führen. In der Frühschwangerschaft, wenn der Körper sich noch auf die hormonellen Veränderungen einstellt, hat jede zweite Frau vermehrten Ausfluss. Er enthält Milchsäurebakterien, die für ein saures Milieu sorgen. Darin können sich Erreger nicht vermehren. Das bedeutet: Scheidenausfluss schützt die Genitalregion vor Infektionen.

Woran erkenne ich normalen Scheidenausfluss?

Die Menge ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Ob es sich bei Ihrem Ausfluss um den ganz gewöhnlichen handelt, erkennen Sie an folgenden Merkmalen:

  • Er ist geruchslos oder riecht mild.
  • Er ist durchsichtig bis milchig.
  • Er unterscheidet sich so gut wie gar nicht von Ihrem Ausfluss vor der Schwangerschaft (bis auf die Menge).

Dieser Ausfluss stellt kein Risiko für Sie oder Ihr Kind dar. Im Gegenteil: Er weist auf eine gesunde Scheidenflora hin.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Verändert sich Ihr Ausfluss? Dann kann das ein Hinweis auf einen Scheidenpilz oder eine andere Infektion sein. Achten Sie auf folgende Auffälligkeiten:

  • Juckt oder brennt Ihr Ausfluss plötzlich?
  • Verändert er seine Farbe (grünlich/gelblich/bräunlich)?
  • Wird er blutig?
  • Ändert er seine Konsistenz zu dicklich/grobkörnig?
  • Riecht er auf einmal sehr unangenehm?

Ihr Arzt kann Ihren Ausfluss in diesem Fall auf Erreger untersuchen. Bei Bedarf verschreibt er Ihnen ein Medikament, das in der Schwangerschaft bedenkenlos verwendet werden darf.
Gegen solche Infektionen können Sie aber auch vorbeugen:

  • Bevorzugen Sie Baumwollunterwäsche.
  • Betreiben Sie Intimhygiene nur mit Wasser (nicht mit Seife).
  • Verwenden Sie zum Auffangen des Ausflusses (wenn nötig) keine Tampons, sondern Slipeinlagen ohne Plastikfolie.

Diese kleinen aber wirkungsvollen Maßnahmen verringern die Beeinträchtigung Ihrer Scheidenflora und sorgen für ein gesundes Klima.

Der Countdown läuft: Ausfluss am Ende der Schwangerschaft

Zum Ende der Schwangerschaft sind manche Frauen durch den starken Ausfluss besonders verunsichert. Sie fürchten, dass sie bereits Fruchtwasser verlieren. Fruchtwasser ist im Gegensatz zu Ausfluss allerdings flüssig wie Wasser. Bei einem vorzeitigen Blasensprung tritt es meist schwallartig aus – die typische Szene, die Sie aus zahlreichen Hollywood-Filmen kennen.

Ein sehr starker und dickflüssiger Ausfluss am Ende der Schwangerschaft hingegen kann tatsächlich auf die bevorstehende Geburt hinweisen: Löst sich nämlich der Schleimpfropfen vor dem Muttermund, setzen vermutlich die Wehen bald ein – die Geburt geht los.

Und spätestens diese aufregenden Geschichten sind dann auch wieder Kaffeekränzchen-tauglich, finden wir!