Menü ◀ zurück
  1. schwangerinmeinerstadt.de
  2. Informationen
  3. Familienpolitik
  4. Gelder & Anträge
  5. Finanz-Tipps für Eltern
News

Die besten Finanz-Tipps für junge Eltern

Die Freude nach der Geburt des Kindes ist erst mal groß. Doch mit der Geburt folgen schnell weitere Kosten, die gedeckt werden müssen. Wer da den Überblick verliert, kann schnell in finanzielle Nöte geraten. Welche Kosten auf einen zukommen und auf welche Finanzhilfen zurückgegriffen werden kann, verraten die folgenden Tipps.

Staatliche Leistungen in Anspruch nehmen

Es gibt eine Vielzahl an staatlichen Leistungen für junge und werdende Eltern, die einem zustehen und auch in Anspruch genommen werden sollten. Dazu gehören in erster Linie das Mutterschaftsgeld während der Schwangerschaft, das Elterngeld und das Kindergeld:

Mutterschaftsgeld

Der Gesetzgeber stellt werdende Mütter unter Schutz und verlangt vom Arbeitgeber die schwangere Frau, sechs Wochen vor der errechneten Geburt bis acht Wochen danach, von der Arbeit freizustellen. Zudem wird während dieser Zeit ein Mutterschaftsgeld bezahlt. Der Antrag auf Mutterschaftsgeld muss dabei rechtzeitig bei der Krankenkasse und dem Arbeitgeber erfolgen. Die zustehende Summe kann bis zu 13 Euro pro Kalendertag betragen. Für privat Versicherte Personen können auch andere Regelungen gelten. Oftmals wird die Summe dann nur einmalig ausbezahlt und nur bis zu maximal 210 Euro.

Elterngeld

Das Elterngeld kann erst ab der Geburt des Kindes beantragt werden. Da den Eltern in den ersten Wochen oftmals nicht viel Zeit für die nötige Bürokratie bleibt, erlaubt es der Gesetzgeber den Antrag auch bis zu drei Monate rückwirkend zu stellen. Wer nicht auf das zustehende Geld verzichten möchte, sollte daher spätestens bis drei Monate nach der Geburt den Antrag gestellt haben. Die Höhe des Geldes variiert je nach dem vorangegangenen Verdienst zwischen 300 und 1800 Euro. In einigen Fällen kann ein Wechsel der Steuerklasse zu mehr Elterngeld führen. Insgesamt beträgt der Anspruch auf diese Leistung bis zu zwölf Monate.

Kindergeld

Die Kindergeldzahlung folgt automatisch sobald das Kind gemeldet wird. Voraussetzung dafür ist, dass der Wohnsitz auch in Deutschland gemeldet ist, oder sich zumindest der Lebensmittelpunkt nachweisbar in Deutschland befindet. Die Zahlung erfolgt in der Regel bis zum 18. Lebensjahr, oder bis zum Ende der ersten Ausbildung/Studium. Maximal jedoch bis zum 25. Lebensjahr. Das Kindergeld ist für alle gleich und steigt mit der Anzahl der Kinder an. Für das erste Kind erhalten die Eltern 192 Euro, für das zweite 198 Euro und für jedes weitere Kind 223 Euro.

Weitere Informationen zu den staatlichen Leistungen wie Elterngeld sind auch auf Elterngeld.de einsehbar. Als Finanzportal gibt es jungen Eltern Einblick welche Leistungen ihnen zustehen und auf welche Freibeträge oder Kinderzuschläge zu achten sind, um die finanziellen Möglichkeiten optimal auszunutzen.

Günstig an Möbel und Ausstattung kommen

Neben den Geldern, die in Anspruch genommen werden können, lassen sich gerade in den ersten Monaten und Jahren jede Menge Optionen finden, bei den Ausgaben für das Kind gespart werden können. Dem Baby ist es egal, ob die Wickelkommode, Kleidung oder Spielzeug neu oder schon gebraucht ist. Und da diese Dinge oft nur für einen begrenzten Zeitraum benötigt werden, sollte sich nicht gescheut werden, zunächst im Bekannten und Verwandtenkreis nachzufragen. Oftmals lassen sich durch Fragen viele der benötigten Sachen für die ersten Wochen und Monate organisieren.

Auf sinnvolle Erstausstattung achten

Außerdem hilft es sich vorher zu informieren, welche Erstausstattung für das Baby tatsächlich nötig ist. Nicht alles was sich im Netz findet ist wirklich nötig, um die Bedürfnisse des Neugeborenen zu stillen. Ein Grundstock an Kleidung in mehreren Größen darf jedoch schon dabei sein. Denn das Kind wechselt in der ersten Zeit schnell die Kleidergrößen, da macht es auch nichts aus, wenn das Outfit in den ersten Wochen noch etwas zu groß ist.

Spielzeug: weniger ist oft mehr

Beim Thema Spielzeuge gilt: Lieber weniger und was Hochwertiges statt viel und billig. Die meisten Babys werden sowieso von Besuch und Verwandtschaft mit Spielzeug überschüttet. Dass es einem Kind hierzulande an Spielzeug und Kuscheltieren mangelt wird wohl nicht vorkommen. Doch immer wieder zeigen die Tests, dass mindestens zwei Drittel der Kuscheltiere mit Schadstoffen belastet sind. Daher sollte beim Erwerb darauf geachtet werden, dass das Spielzeug möglichst von Anfang an schadstofffrei ist und gewaschen werden kann. Wenn dem Kind also etwas zum Kuscheln mit gegeben wird, dann lieber nur ein Kuscheltier mit hoher Qualität, als ein ganzes Bett voll Kuscheltiere mit schlechter Qualität. Letztendlich zahlt sich das doppelt aus: Es wird nicht nur Geld in der Anschaffung gespart, sondern auch dadurch, dass erst gar keine gesundheitlichen Probleme beim Kind entstehen, für die Folgekosten in Form von Medikamenten oder Arztbesuchen notwendig werden.

Auf gebrauchte Kleidung zurückgreifen

Ähnliches gilt für die Auswahl der Kleidung. Vor allem bei neuen Kleidungsstücken sollte die Qualität im Fokus stehen. Während gebrauchte Sachen schon oft gewaschen wurden und eventuelle Schadstoffe aus dem Material hinausgewaschen sind, kann neue Kleidung noch belastet sein. Wenn Kleidung nach Chemie riecht sollte sie daher gar nicht erst gekauft werden. Die Chemikalien können nicht nur zu Juckreiz und Hautausschlägen führen, sondern laut Experten sogar das Kinderhirn schädigen. So beeinflussen sie das noch junge Nervensystem und stehen in Verdacht Legasthenie, ADHS und Autismus mit zu verursachen. Allerdings können auch andere Kleidungsstücke oder Spielzeuge belastet sein, die nicht direkt durch einen chemischen Geruch auffallen. – Mit gebrauchter Kleidung fährt man somit nicht nur günstiger, sondern meist auch gesünder.

Bei Möbeln auf Pragmatismus setzen

Auch bei der Nutzung von Möbelstücken wie Wickelkommode oder Schlafbettchen sollte die Qualität nicht außer Acht gelassen werden. Sogar noch ein Stück mehr als bei Kleidungsstücken. Denn enthaltene Schadstoffe in Lacken oder im Holz können auch nach Jahren noch ausdünsten.

Ebenso ist ein Blick auf die Verarbeitung zu werfen. Eine schlechte Verarbeitung, die zu einer Instabilität des Möbelstücks führt oder zu rauen Flächen und Splittergefahr, sollte vom Erwerb und der Nutzung abweichen lassen. Es ist wenig nützlich, Verletzungen durch die Möbelstücke in Kauf zu nehmen. Die Funktionalität muss auch bei gebrauchten Gegenständen voll gewährleistet ein.

Bildquelle:

Pixabay.com, ©PublicDomainPictures CC0-Lizenz

Pixabay.com, ©ekseaborn0 CC0-Lizenz

Pixabay.com, ©AlexasFotos CC0-Lizenz

Pixabay.com, ©dinhnguyenungdung0 CC0-Lizenz