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Behandlungsarten im Überblick

Hormonelle Stimulation
Die Stimulation der Eierstöcke durch eine medikamentöse Behandlung beginnt ab dem 2. bis 3. Zyklustag. Eine Kontrolluntersuchung per Ultraschall findet nach 6 bis 8 Tagen statt. Wenn die Follikel (Eibläschen) auf eine optimale Größe herangewachsen sind, wird eine Auslösespritze mittels HCG (Humanes Chorion-Gonadotropin) gegeben. 36 Stunden nach dieser Spritze findet normalerweise der Eisprung statt. Der Geschlechtsverkehr sollte 24–32 Stunden nach der Auslösespritze erfolgen.

Die Insemination (= Samenübertragung)
Zum Zeitpunkt des Eisprungs werden sogenannte „gewaschene“ Spermien, die speziell aufbereitet werden, mit einer Spritze und einem dünnen Katheter direkt in die Gebärmutterhöhle eingeführt.

In-vitro-Fertilisation (IVF)
Bei diesem Verfahren werden Eizellen, die vorab stimuliert werden, entnommen und mit dem Samen des Mannes zusammengeführt (außerhalb des Körpers). Die befruchtete Eizelle bzw. Embryonen werden in die Gebärmutterhöhle übertragen.

Voraussetzungen einer IVF Behandlung:
Frauen:

  • Unter 40 Jahre, wenn die Kasse die Kosten tragen soll (bei Selbstzahlern nicht zwingend notwendig)
  • Unerfüllter Kinderwunsch konnte mit anderen Behandlungsmethoden nicht behoben werden
  • Die Gebärmutter und mindestens ein Eierstock sind funktionstüchtig
  • Der Rötelnschutz ist vorhanden
  • HIV negativ

Männer:

  • Spermien sind vorhanden (alles weitere hängt vom Samenbefund ab)

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
Dies ist eine Zusatzmaßnahme zur In-vitro-Fertilisation, bei der ein einzelnes Spermium mit Hilfe einer Injektionspipette direkt in der Eizelle platziert wird.

Kryokonservierung von Eizellen
Kryokonservierung bedeutet, dass „zu viel generierte“ befruchtete Eizellen tiefgefroren und für einen späteren Zyklus aufgetaut, weiter kultiviert und in die Gebärmutterhöhle übertragen werden. Dies ist eine Folge aus dem deutschen Embryonenschutzgesetz, wonach nur drei Eizellen kultiviert werden dürfen. Vorteil des Verfahrens ist, dass beim nächsten Zyklus keine weitere Eizellreifung oder Follikelpunktion vorab notwendig ist.

Hodenbiopsie/Testikuläre Spermienextraktion (TESE)
Testikuläre Spermienextraktion (TESE) meint die operative Gewinnung von Spermien im Rahmen einer Hodenbiopsie für das ICSI Verfahren. Es ist ein diagnostisches Verfahren um festzustellen, wie hoch die Erfolgsaussicht an sich ist.


Verfasser/in: Dr. Tandler-Schneider, seit 1999 gehört er zum Team des Fertility Center Berlin. Bis 2012 war er im Vorstand des Bundesverbandes Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V. (BRZ) tätig.


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