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Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, die dem Hanf sehr ähnlich sieht und ein bis vier Meter hoch wachsen kann. Der Mönchspfeffer wird umgangssprachlich auch „Keuschbaum“ genannt, weil er bei niedriger Dosierung das sexuelle Verlangen abschwächt. Auch der lateinische Name Vitex agnus castus deutet darauf hin, da „castus“ das lateinische Wort für „keusch“ ist.
In der Medizin werden dem Mönchspfeffer eine Reihe heilsamer Wirkungen zugeschrieben. Er soll sich regulierend auf den Hormonhaushalt und den weiblichen Zyklus auswirken und findet außerdem Anwendung beim prämenstruellen Syndrom. In der Vergangenheit wurde er zudem zur Unterdrückung des Geschlechtstriebs eingesetzt.

Mönchspfeffer in der Vergangenheit

Im Mittelalter verwendeten Mönche die Samen des Mönchspfeffers aufgrund ihrer Schärfe als Gewürz ähnlich dem Pfeffer, was sich vor allem bei Blähungen, Wassersucht oder Leberschmerzen wohltuend auswirkte. Dank seiner Libido senkenden Wirkung stellte er außerdem eine Hilfe bei der Einhaltung der Enthaltsamkeit dar. Auch die Klosterzellen, also die „Zimmer“ der Mönche, wurden mit Mönchspfeffer ausgeräuchert.

Niedrige und hohe Dosierung

Mönchspfeffer beeinflusst die Hypophyse, also die Hirnanhangdrüse, die für den Hormonhaushalt verantwortlich ist. In geringer Dosis eingenommen, steigert der Mönchspfeffer die Produktion des Hormons Prolaktin. Bei Frauen wird so zum Beispiel der Eisprung verhindert, bei Männern die Testosteron-Produktion reduziert.
Bei einer höheren Dosierung wird der Prolaktin-Pegel jedoch reduziert. Dadurch steigt bei Männern der Testosteron-Spiegel wieder an und der Geschlechtstrieb wird aktiviert. Bei Frauen harmonisiert sich der Zyklus, was den Eisprung fördert.

Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

Ein Zyklus von weniger als 25 Tagen weist bei vielen Frauen auf eine verkürzte Gelbkörper- oder Follikelphase oder auf andauernden Stress hin und geht mit einem zu hohen Prolaktin-Wert einher. Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann zum Ausbleiben des Eisprungs führen und so einer Schwangerschaft im Weg stehen. Bei einer regelmäßigen Einnahme fördert der Mönchspfeffer nicht nur die Reduzierung von Prolaktin, sondern unterstützt auch die Bildung des Hormons Progesteron. Progesteron ist wiederum wichtig für die Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter. Aber auch ein zu langer Zyklus kann durch Mönchspfeffer-Präparate reguliert werden.
Übrigens: Für Mönchspfeffer liegen – verglichen mit anderen Heilkräutern – die meisten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen vor. Eine morgendliche Tasse Kinderwunschtee aus Mönchspfefferfrüchten kann bereits gut helfen.

Mönchspfeffer und Folsäure

Wenn bei einem bestehenden Kinderwunsch bereits Folsäure eingenommen wird, steht der Zyklus-Regulierung mit Mönchspfeffer nichts im Weg. Die beiden Mittel behindern sich nicht gegenseitig. Auch wenn zwischenzeitlich eine Schwangerschaft eintritt, so sind keine Hinweise auf Entwicklungsschäden beim Embryo vorhanden. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft sollte aufs Mönchspfeffer jedoch verzichtet werden.

Mönchspfeffer beim prämenstruellen Syndrom

Das Hormon Prolaktin kann auch zu Regelschmerzen führen. Beschwerden vor der Regelblutung wie Unterleibsschmerzen oder das Spannen in den Brüsten werden durch die Einnahme von Mönchspfeffer gelindert. Präparate aus Mönchspfeffer finden aber auch bei Wechseljahres-Beschwerden Anwendung. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde zudem eine Steigerung der körpereigenen Dopamin-Produktion, was stimmungsaufhellend wirkt.

Mönchspfeffer im Handel

Mönchspfeffer ist rezeptfrei in der Apotheke als Tee, in Tabletten- oder Kapselform sowie als Tropfen erhältlich. Gerade bei einem bestehenden Kinderwunsch sollten sich Frauen vor der Einnahme jedoch von einem Arzt beraten lassen und die Heilpflanze nicht ohne Rücksprache einnehmen. Für die Schwangerschaft und die Stillzeit sind Mönchspfeffer-Präparate nicht geeignet.

Nebenwirkungen sind selten

Die Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Mönchspfeffer selten, können aber vorkommen. Dazu gehören Magenbeschwerden, Übelkeit und Durchfall, juckender Hautausschlag und sexuelle Unlust. Die

Dosierungsangaben der Packungsbeilage sind in jedem Fall strikt einzuhalten, da Mönchspfeffer, wie oben beschrieben, je nach Stärke der Dosierung gegensätzliche Wirkungen erzielt. Sexuelle Unlust wäre im Fall eines Kinderwunsches ja nun wirklich kontraproduktiv…


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