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Unterleibschmerzen in der Schwangerschaft – Normal oder bedenklich?

Ein kleines Ziehen links, ein längeres Stechen rechts. Plötzlich ein langanhaltender Krampf. Das war sicher nur ein Dehnungsschmerz. Oder doch etwas Schlimmeres? Dieser Artikel hilft Ihnen, Unterleibschmerzen in der Schwangerschaft besser einzuschätzen.
Eine schwangere Freundin hat es vor kurzem in sehr passende Worte gefasst: „Es ist, als würde ich jeden Tag einen Karton rohe Eier mit mir herumtragen. Aber ich kann abends nie nachgucken, ob sie noch heile sind.“ Das „Nachgucken“ kann tatsächlich nur Ihr Arzt übernehmen. Deshalb stellen wir dem folgenden Text einen wichtigen Hinweis voran:

Sie sind sich unsicher, was die Schmerzen in Ihrem Unterleib zu bedeuten haben? Dann gehen Sie lieber einmal zu viel zu Ihrem Gynäkologen. Dieser Artikel und auch jede weitere Online-Recherche ersetzen keinen Arztbesuch!
Nach dieser zugegebenermaßen strengen Belehrung starten wir nun mit einer sehr beruhigenden Aussage: In den meisten Fällen sind Schmerzen im Unterleib während der Schwangerschaft kein Grund zur Sorge. Immerhin wächst gerade ein Kind darin heran! Die Gebärmutter dehnt sich, und auch die Muskeln und Bänder werden ungewöhnlich beansprucht. Vor allem im ersten und zweiten Trimester meldet sich deshalb der typische „Dehnungsschmerz“ im Unterbauch. Gegen Ende der Schwangerschaft kündigt sich dann die Geburt mit den sogenannten Senkwehen an. Sie werden ebenfalls als unangenehmer Unterleibsschmerz wahrgenommen.

Kurzfristige Schmerzen oder Krämpfe, die ohne Begleiterscheinungen auftreten, sind daher meist völlig normal. Legen Sie sich für einige Minuten hin und entspannen Sie – oft verschwinden die Schmerzen dann wieder von ganz allein.

Diese Begleiterscheinungen sind gefährlich

Treten zu den Unterleibschmerzen weitere Beschwerden auf, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf.

Bedenkliche Begleiterscheinungen sind:

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Ungewöhnliche Blässe
  • Ungewöhnlich starker Ausfluss oder Blutungen
  • Erbrechen/Unwohlsein
  • Durchfall
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Flimmern vor den Augen
  • Kurze Phasen der Bewusstlosigkeit

Natürlich können die Schmerzen und Symptome auch gar nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben: Vielleicht plagt sie eine Blasenentzündung und gleichzeitig eine Grippe, daher leiden Sie unter Fieber und Schüttelfrost. Trotzdem: Halten die Unterleibschmerzen aber an und kommen ein oder mehrere dieser Symptome hinzu, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. Sollte Ihr Gynäkologe oder Ihre Hebamme keine Zeit haben, empfehlen wir die Fahrt in die Notaufnahme. Die Symptome können Hinweise auf eine drohende Früh- oder Fehlgeburt, eine Fehlfunktion der Plazenta oder einen Gebärmutterriss sein. In diesem Fall ist schnelles Handeln lebenswichtig!

Tipps gegen den Schmerz

Es plagen sie einfach nur die ganz gewöhnlichen Dehnungs- oder Spannungsschmerzen? Dann können Sie selbst aktiv werden – beziehungsweise „inaktiv“:

  • Gönnen Sie sich ein warmes (nicht zu heißes) Entspannungsbad
  • Auch eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen wirken Wunder
  • Legen Sie sich entspannt auf die Couch, die Füße dabei hoch

Je mehr Ruhe und Entspannung Sie sich gönnen, desto besser wird es Ihnen gehen. Und den „rohen Eiern“ in Ihrem „Karton“ auch.


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