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10 Tipps, wie Sie Unfällen im Haushalt vorbeugen

Alle Eltern wollen ihre Kinder beschützen, so gut und so lange es geht. Dazu gehört auch der Schutz vor Unfällen, vor allem vor schwereren. Während sich einige Stürze oder Stöße nur durch persönliche Anwesenheit verhindern lassen, können Sie andere Maßnahmen schon vorbeugend treffen, sodass Ihr Baby oder Kleinkind möglichst wenig Gefahren ausgesetzt ist. Mit welchen zehn einfachen Maßnahmen Sie Ihren Alltag sicherer machen, erklären wir Ihnen hier.

Wichtig zu wissen: so sind Kinder

Sobald Babys anfangen, sich zu drehen und zu krabbeln, sind sie Gefahren ausgesetzt, die sie selbst noch nicht verstehen können. Trotzdem ist ihr Instinkt auf Erforschen und Erfahren gepolt. Nur so lernen die Kleinen allmählich, ihre Umwelt zu verstehen und sich sicher darin zu bewegen. Ihre Aufgabe als Elternteil ist es, sie auf diesem Weg sicher und unbeschadet zu begleiten.

Auch Kleinkinder können nicht zwangsläufig alle Warnungen und Verbote, die Sie aussprechen, verstehen. Und selbst, wenn sie sie in einem Moment aufnehmen und befolgen, haben sie sie im nächsten vielleicht schon wieder vergessen. Manchmal ist auch das Bedürfnis, etwas auszuprobieren einfach zu groß, um auf eine Warnung der Mutter zu hören. Denn für kleine Kinder ist die Welt ein einziger Spielplatz und Lernort und Gefahren nehmen sie nicht als solche wahr.

Behalten Sie daher diese Sachverhalte im Hinterkopf

    • Kinder wollen immer das tun, was Sie bei den Erwachsenen oder älteren Kindern sehen.
    • Kinder denken nicht logisch – sie sind möglicherweise unberechenbar.
    • Kinder haben ein eingeschränktes Sichtfeld und eine verzögerte Reaktionszeit.

Steckdosen und Strom

Sie kennen es vielleicht aus Filmen oder Schauergeschichten: Jemand fasst in die Steckdose und wird über mehrere Sekunden unter Strom gesetzt. In der Realität würde dies schwere Verletzungen bis hin zum Tod eines Menschen bedeuten – deshalb kommt es in modernen Haushalten auch nicht mehr vor. Denn alle Elektroinstallationen, die seit 2009 gemacht wurden, müssen gesetzlich über einen FI-Schalter im Sicherungskasten verfügen.

Dieser schaltet im Gefahrfall innerhalb weniger Millisekunden den Stromfluss ab. Statt einer langfristigen Stromeinwirkung auf den kindlichen Organismus erfolgt dann nur ein kurzer Stromschlag, der selten gesundheitlichen Schaden anrichtet. Übrigens erfolgt dieser auch nur, wenn Ihr Kind einen dünnen, leitenden Gegenstand in das Loch der Steckdose einführt. Ein Babyfinger ist dafür viel zu dick. Um restlos alle Risiken bezüglich Stromunfällen aus der Steckdose zu vermeiden, werden aber weiterhin Kindersicherungen oder Steckdosen mit integrierter Kindersicherung empfohlen.

Feuer und Brände

Feuerzeuge und Streichhölzer gehören nicht in Kinderhände, schon gar nicht ohne Aufsicht. Verstauen Sie diese deshalb in Regalen oder Schubläden mit Kindersicherung.

Aber auch durch defekte Elektrogeräte können Brände verursacht werden. Zu Ihrem eigenen Schutz und dem Ihrer Kinder ist daher ein Brandmelder unerlässlich. Seit einigen Jahren sind diese auch in den meisten Bundesländern in Deutschland Pflicht. Denn ein Brand wird nicht immer rechtzeitig entdeckt, um Haus oder Wohnung noch rechtzeitig zu verlassen. Häufig bildet sich zunächst Rauch, der Sie bewusstlos zurücklässt, bevor Sie überhaupt das Feuer bemerken können.

Lose Kabel

Was sich zunächst unproblematisch anhört, kann zum Verhängnis werden: Wenn Kabel von Elektrogeräten lose herumliegen, werden sie schnell Ziel des kindlichen Spieltriebes. Ein Stolpern und Stürzen ist noch die harmlose Version – wenn sich Ihr Kind dagegen an einem Kabel, das zu einem schweren Elektrogerät führt, hochziehen möchte, kann das zu schlimmen Unfällen führen. Ziehen Sie daher den Stecker, wenn Sie ein solches Gerät nicht benötigen und lassen Sie den Kabelsalat in Sockelleisten verschwinden.

TIPP: Für alles, was kindersichere Elektroinstallation betrifft, gibt es mittlerweile Elektrofirmen, die genau darauf spezialisiert sind. Vor allem, wenn Sie neu bauen oder eine Wohnung renovieren, lohnt sich eine Beratung und Planung im Voraus.

Treppen

Viele Familienhäuser und größere Wohnungen verfügen über Treppen innerhalb des Wohnraumes. Für kleine Krabbler und auch für Kleinkinder, die schon sicher laufen, sind die Stufen ein begehrter Ort des Kletterns und Springens. Sie können Ihrem Kind noch so oft sagen, dass es nicht alleine auf die Stufen soll – früher oder später wird es genau das wieder versuchen. Immerhin gehen Sie und Ihr Partner ja auch alleine nach oben und unten. Die einzig sichere Lösung sind Treppengitter, die nur Erwachsene öffnen können. Denn Treppenstürze können unter Umständen lebensgefährlich oder zumindest folgenschwer sein.

Wenn Ihr Kind größer ist und Sie ihm bereits zutrauen, die Stufen sicher zu bewältigen, achten Sie bitte darauf, dass die Stufen rutschfest sind. Denn auch verantwortungsbewusstere Kinder können noch ausrutschen. Für Treppen mit sehr rutschiger Oberfläche gibt es Anti-Rutsch-Streifen zum Kleben. Die können Sie später problemlos wieder entfernen.

Küche

Die Küche ist statistisch gesehen der gefährlichste Ort im Haus für ein Kind. Es gibt Messer, heiße Geräte, Reinigungsmittel, Wasser – und den Herd. Während Sie einen Wasserkocher oder den Messerblock problemlos so positionieren können, dass Ihr Kind sie nicht erreichen kann, die Kochplatten müssen Sie so nutzen, wie sie am Herd angebracht sind.

Natürlich interessiert sich Ihr Kind für die ganzen glänzenden Töpfe und Pfannen, mit denen Sie so viel Zeit verbringen. Weil es zu klein ist, um den Inhalt sehen zu können, wird es daran ziehen – und sich so möglicherweise mit dem heißen Inhalt übergießen. Vermeiden Sie solche Situationen bitte nicht, indem Sie „immer aufpassen“. Denn vielleicht kommt der Moment, in dem Sie Ihrem Kind nur mal eben den Rücken zudrehen, weil es ohnehin in der anderen Ecke des Zimmers spielt. Und weil Kinder, wie gesagt, unberechenbar sind, könnte das ein Moment zu lange sein.

Gehen Sie dieses Risiko nicht ein und investieren Sie in einen Herdschutz. Davon gibt es sehr günstige, die man mit Klebstreifen befestigen kann, sodass sie später rückstandslos wieder zu entfernen sind.

Reinigungsmittel, Zigaretten und andere giftige Substanzen

Alles, was sich in Flaschen befindet, ist für ein Kind ein potentielles Getränk. Leider gehören dazu auch Reinigungsmittel, Nagellackentfernen und Alkohol. Pulverartige Reinigungsmittel erinnern an Zucker oder Mehl und verlocken daher ebenfalls zu einer Kostprobe. Spülmaschinentabs, ein besonders ätzendes Reinigungsmittel, sind oft einzeln in Folie verpackt – genau wie leckere Bonbons.

Denken Sie daher darüber nach, wie viele gefährliche und giftige Stoffe Sie tatsächlich in einem Haushalt mit Kinder brauchen. Die, die sich nicht vermeiden lassen, sollten sicher und nicht in Bodennähe verstaut werden. Schranksicherungen können den Putzmittelschrank zusätzlich absichern, sodass auch mit einem Stuhl nichts zu holen ist.

Kordeln und Schnüre

Schnüre, Kordeln und lange Halsketten scheinen auf den ersten Blick harmloses Spielzeug zu sein. Tatsächlich wickeln sich Kinder diese aber gerne um den Hals – und bekommen sie dann nicht mehr richtig ab. Durch Ziehen und Zerren entsteht schnell eine beengende Schlinge, die das Kind fester und fester zieht. Auch können sich die Kleinen im Laufen mit der „Halskette“ irgendwo verfangen und strangulieren. Weder Kleidung noch Spielzeug sollte darum zu lange, lose Kordeln oder Schnüre haben.

Klettern und Fallen

Bitte bedenken Sie, dass Ihr Kind spätestens im Kleinkindalter klettern wird. Eine Leiter im Raum ist deshalb genauso gefährlich wie ein hohes Regal – vor allem, wenn dieses nicht an der Wand befestigt ist und darum samt Inhalt auf Ihr Kind kippen kann.

Ecken und Kanten

Babys, die stehen und laufen lernen, fallen hin. Das ist normal und unvermeidbar. Sehr wohl vermeidbar ist aber, dass Ihr Schützling an eine scharfe Kante oder spitze Ecke fällt. Entweder Sie bringen das entsprechende Möbelstück (vorübergehend) außer Reichweite oder Sie bringen einen Kantenschutz aus Kunststoff an.

Badewanne und Wasser

Ertrinken ist bei kleinen Kindern die häufigste Todesursache. Grund ist, dass Babys und Kleinkinder völlig lautlos ertrinken. Sie machen sich nicht durch Strampeln oder Schreien bemerkbar und ertrinken auch in den kleinsten Pfützen. Denn wenn ihr Gesicht unter Wasser gerät, können sie in eine Art Schockstarre verfallen. Statten Sie Ihre Badewanne daher mit rutschfesten Matten oder Klebstreifen aus und lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt in Wassernähe – egal ob Badewanne, Gartenteich oder Planschbecken. Um Verbrühungen oder Verbrennungen vorzubeugen ist es ratsam ein Thermostat zu verwenden.

Weitere Informationen zum Thema Kindersicherheit und Erste Hilfe:

Bildquellen:

Bild 1: fotolia.com #136086416 | Urheber: morrowlight

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