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Familienurlaub am Reschensee: Unser Südtirol-Roadtrip mit Kindern

Für unseren Sommerurlaub ging es mit unseren beiden Kindern – acht und vier Jahre alt – von München über Mittenwald nach Südtirol. Nach ein paar Tagen in Meran verbrachten wir den zweiten Teil unserer Reise rund um den Reschensee. Anfang September war dafür perfekt: noch sommerlich, aber schon angenehm entspannt. Übernachtet haben wir ganz unterschiedlich – von einer Jugendherberge über ein Stadtapartment bis hin zu zwei luxuriösen Familienhotels.

Geisterklamm, Therme, Reschensee, Sagenwanderung, Bogenschießen, Ritterburg, E-Bikes, Alpakas und Pferde – hier kommen unsere schönsten Erlebnisse und Tipps für Südtirol mit Kindern.

Unser erster Stopp: Mittenwald mit Kindern

Von München aus ging es für uns zunächst nach Mittenwald, wo wir eine Nacht in der Jugendherberge verbrachten. Noch am Anreisetag machten wir eine etwa zweistündige Wanderung durch den Koboldpfad und die Geisterklamm. Für unsere Kinder war diese Tour perfekt. Unser Sohn ist acht, unsere Tochter vier – und wir merken beim Wandern immer wieder, dass Wege in diesem Alter besonders gut funktionieren, wenn unterwegs etwas passiert. Einfach nur von A nach B zu laufen, ist schließlich nicht unbedingt das, was sich eine Vierjährige unter einem gelungenen Urlaubstag vorstellt. Gibt es aber etwas zu entdecken, wird aus einer Wanderung plötzlich ein kleines Abenteuer. (Leichte Wanderung von Mittenwald durch die Leutaschklamm)

Am Abend haben wir noch in der Jugendherberge gegessen und waren vom Essen wirklich positiv überrascht. Die Nacht selbst war jetzt nicht unbedingt die komfortabelste unserer Reise aber der Abend dort mit Brettspielen und Hostelfeeling wie zu unseren Backbackerzeiten vor den Kids und die Umgebung dort waren einfach ein Traum. Und die Vorfreude auf unser Stadtapartment in Meran am nächsten Morgen war nach der Nacht in den semi bequemen Stockbetten gleich noch ein wenig größer.;)

Drei Tage Meran: Stadtleben, Südtiroler Küche und Therme

Von Mittenwald ging es für uns zunächst nach Meran. Unser Apartment lag mitten in der Stadt, was mit Kindern unglaublich praktisch war. Wir konnten vieles direkt zu Fuß unternehmen, zwischendurch einfach zurück ins Apartment gehen und mussten nicht für jede Unternehmung ins Auto steigen. Wir ließen uns durch Meran treiben, genossen die Südtiroler Küche und freuten uns nach unserem ersten Wandertag auch ein bisschen über das Stadtleben.

Unser persönliches Highlight in Meran war aber ganz klar die Therme Meran. Gerade mit Kindern hat sie uns richtig begeistert. Der riesige Außenbereich erinnert eher an einen wunderschönen Schlosspark als an ein klassisches Schwimmbad. Zwischen den großen Grünflächen verteilen sich verschiedene Pools und Becken – mit warmem und eiskaltem Wasser und sogar einem Naturbecken. Für uns war das einer dieser Urlaubstage, an denen tatsächlich alle glücklich sind: Die Kinder können planschen und entdecken und wir Erwachsenen haben trotzdem das Gefühl, einen entspannten Thermentag zu verbringen.

Und wir hatten auch noch richtig Glück: Während unseres Aufenthalts fand in Meran ein Cityfest statt. Überall in der Stadt gab es Musik und Livebands und direkt an der Therme sogar ein Kinderfest. Nach dem Schwimmen noch lecker essen zu gehen und anschließend durch die belebte Stadt zu laufen, während überall Musik gespielt wurde, war ein wunderschöner Abschluss des Tages.

Zu Fuß über Meran: Passerpromenade, Pulverturm und Tappeinerweg

Am nächsten Morgen starteten wir direkt von unserem Apartment zu Fuß. Wir spazierten zunächst an der Passerpromenade entlang, liefen hinauf zum Pulverturm und weiter auf den Tappeinerweg. So waren wir innerhalb kürzester Zeit raus aus der Stadt und trotzdem immer noch direkt oberhalb von Meran unterwegs. Genau diese Mischung mögen wir mit Kindern: Man muss nicht erst eine halbe Ewigkeit irgendwohin fahren, sondern zieht morgens die Wanderschuhe an und läuft einfach los. Mittags kehrten wir im Unterweger ein, aßen dort richtig gut und natürlich durfte anschließend ein Eis nicht fehlen. Danach ging es gemütlich zurück zu unserem Apartment.

Weiter zum Reschensee – und endlich der Kirchturm im Wasser

Am Donnerstag verabschiedeten wir uns von Meran und machten uns auf den Weg zum Reschensee. Für die Fahrt brauchten wir ungefähr eine Stunde und 15 Minuten. Unser nächstes Zuhause war das Gerstl Family Retreat – und dieses Hotel war für uns tatsächlich ein Erlebnis für sich. Es ist ein Familienhotel auf absolutem Fünf-Sterne-Niveau und hat uns so gut gefallen, dass wir ihm einen eigenen ausführlichen Erfahrungsbericht gewidmet habe.

[HIER LINK ZUM GERSTL FAMILY RETREAT EINFÜGEN]

Natürlich wollten wir am Reschensee auch den berühmten versunkenen Kirchturm sehen. Eigentlich war unser Plan, ein Tretboot auszuleihen und damit über den See zum Kirchturm zu fahren. An diesem Tag war es allerdings so windig, dass wir uns das mit zwei Kids nicht getraut haben. Bei ruhigem Wetter und Sonnenschein stelle ich mir das wunderschön vor – und beim nächsten Mal würden wir es definitiv ausprobieren. Wir schauten uns den Turm stattdessen vom Ufer aus an. Und auch das war für die Kinder richtig spannend.

Wir erzählten ihnen die Geschichte der versunkenen Dörfer und erklärten ihnen kindgerecht, warum heute mitten im Reschensee ein Kirchturm aus dem Wasser ragt. Dadurch war es für sie plötzlich nicht einfach irgendeine Sehenswürdigkeit, sondern ein Ort mit einer echten Geschichte dahinter. Lesetipp: Passender hätte meine Urlaubslektüre kaum sein können. Meine Mutter hatte mir den Roman „Ich bleibe hier“ von Marco Balzano empfohlen, den ich tatsächlich während dieser Reise gelesen habe. Der Roman erzählt anhand einer Familie aus Graun von der bewegten Geschichte der Menschen in Südtirol, von Heimat, politischen Umbrüchen und schließlich vom Bau des Reschensees, durch den das alte Dorf Graun unter Wasser verschwand. Wenn man das Buch liest und gleichzeitig vor dem Kirchturm im See steht, bekommt dieser Ort noch einmal eine ganz andere Bedeutung.

Eine Küchenparty im Gerstl Family Retreat

Am Abend wartete im Hotel direkt das nächste Highlight auf uns: eine Küchenparty. Wir durften in die Küche gehen, den Köchen bei der Arbeit zuschauen und unser Essen direkt dort abholen. Die Kinder bekamen eigene Kochmützen und waren natürlich begeistert. Und das Essen war unfassbar gut. Überhaupt haben wir das Hotel in diesen Tagen sehr genossen. Besonders der große Spielebereich kam bei unseren Kindern so gut an, dass wir sie teilweise kaum gesehen haben. Für Eltern vermutlich eines der größten Komplimente, das man einem Familienhotel machen kann.;)

Mit der Saligen Anna auf Sagenwanderung

Am Freitagvormittag stand eine ganz besondere Wanderung auf unserem Programm: Gemeinsam mit der Saligen Anna, einer Sagenfigur aus der Gegend rund um Graun, machten wir uns auf eine etwa zweieinhalbstündige Erlebnis- und Sagenwanderung. Die Salige Anna verkörpert die „Hüterin des Wassers“. Sie kennt die wasserreiche Landschaft des Oberlandes mit ihren Quellen, Bächen und Seen – und natürlich auch die vielen Geschichten und Sagen rund um die versunkenen Dörfer. Die Wanderung führte uns von der Etschquelle über den Vinschger Höhenweg durch den Wald bis zum See und wieder zurück. Unterwegs erzählte Anna alte Sagen aus der Region. Dazu kamen verschiedene Sinnesübungen und spielerische Elemente rund um das Thema Wasser.

Gerade mit Kindern fanden wir diese Art der Führung richtig schön. Es ist eben keine klassische Führung, bei der die Kleinen lange stillstehen und zuhören sollen. Stattdessen wird die Landschaft Teil der Geschichte und die Kinder können selbst entdecken und mitmachen. Und weil wir den Kirchturm im Reschensee am Tag zuvor schon gesehen und mit den Kindern über die versunkenen Dörfer gesprochen hatten, passte die Wanderung perfekt zu unserem Aufenthalt.

Gut zu wissen: Die Führung findet nur im Hochsommer statt, dann wöchentlich freitags um 10 Uhr. Treffpunkt ist beim Sportplatz in Reschen, eine Anmeldung ist erforderlich. Für Gäste mit dem Reschensee Guest Pass ist die Teilnahme inklusive. Wer wie wir gegen Ende des Sommers unterwegs ist, sollte vorab prüfen, ob die Wanderung am gewünschten Termin noch angeboten wird. Mehr Infos zur Wanderung mit der Saligen Anna gibt’s hier.

Mittagessen mit Blick auf den Haidersee

Nach der Sagenwanderung ging es für uns weiter zum Haidersee, dem kleineren Nachbarn des Reschensees. Wir liefen ungefähr eine halbe Stunde zum Restaurant Ceres und machten es uns dort auf der Terrasse gemütlich. Vor uns der Haidersee, die Berge und dazu richtig gutes Essen – viel mehr braucht es manchmal gar nicht.

Gerade solche kleinen Wanderungen zu einem schönen Restaurant oder einer Hütte funktionieren für uns mit Kindern besonders gut. Die Strecke ist überschaubar, die Kinder haben ein Ziel vor Augen und am Ende wartet eine Belohnung.

Bogenschießen im wunderschönen Lärchenwald

Am Nachmittag stand dann ein Programmpunkt an, der vor allem meinen Mann und unseren Sohn glücklich machte: Bogenschießen im Talaiwald. Unser Guide hieß Tom und war unglaublich nett. Er erklärte den beiden in aller Ruhe, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht – und mein Mann und unser Sohn waren sofort begeistert. Bogen und Pfeile kann man sich bei der Touristeninformation in St. Valentin ausleihen.

Mehr Infos und Anmeldung zum Bogenschießen gibts hier.

Fast noch mehr als das Bogenschießen selbst hat uns allerdings der Ort begeistert. Der Talaiwald ist ein wunderschöner Lärchenwald und hat eine ganz besondere Atmosphäre. Lärchen haben vergleichsweise lichte Kronen, sodass viel Sonnenlicht den Waldboden erreicht. Deshalb können unter ihnen Gräser und andere Pflanzen wachsen und der Wald wirkt durch die Wiese und das viele Moos viel heller und offener als viele andere Nadelwälder. Ein wirklicher Märchenwald. Wir hatten selten einen sooo schönen Wald gesehen.

Während mein Mann und unser Sohn mit Pfeil und Bogen unterwegs waren, machten meine Tochter und ich es uns gemütlich. Wir liefen durch den Wald, legten uns ins Gras und genossen einfach diesen wunderschönen Ort.

Aus dem geplanten Bogenschießen wurde so irgendwie ein Familiennachmittag, bei dem jeder genau das machen konnte, worauf er Lust hatte. Und wir ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass wir ein paar Tage später ganz unverhofft in „unseren“ Lärchenwald zurückkehren würden.

Zurück im Hotel verschwanden die Kinder ziemlich schnell wieder im Spielebereich und am Abend genossen wir noch einmal das richtig gute Essen im Gerstl.

Ritter und Rüstungen: die Churburg in Schluderns

Nach dem Frühstück ging es am Samstag zur Churburg in Schluderns. Wir machten dort eine etwa einstündige Führung – und genau diese Länge war mit unseren Kindern perfekt. Die mittelalterliche Burg ist besonders für ihre Rüstkammer bekannt. Und natürlich ist eine echte Ritterburg für Kinder ohnehin spannender als so manche klassische Sehenswürdigkeit. Mauern, Türme, Rüstungen und die Geschichten dahinter machen Vergangenheit plötzlich ziemlich greifbar.

Für unseren Großen gab es noch ein besonderes Highlight: Er durfte selbst einmal einen Helm und ein Kettenhemd anprobieren. Plötzlich nicht mehr nur vor den alten Rüstungen zu stehen, sondern zumindest für einen Moment selbst in die Rolle eines Ritters zu schlüpfen, fand er natürlich großartig.

Anschließend kehrten wir in der Burgschänke Schluderns direkt bei der Churburg ein – und die können wir wirklich sehr empfehlen. Das Essen war hervorragend, mit richtig guten Südtiroler Gerichten, und auch die Atmosphäre hat wunderbar zu unserem Besuch auf der Burg gepasst. Nach der Führung gemütlich dort zu sitzen, gut zu essen und noch ein bisschen in dieser besonderen Umgebung zu bleiben, war für uns der perfekte Abschluss unseres Ausflugs zur Churburg.

Danach ging unsere Reise weiter in unser zweites Luxushotel, das Tuberis Life Balance & Nature Farm Hotel.

Auch das Tuberis hat uns so gut gefallen, dass es dazu noch einen eigenen ausführlichen Erfahrungsbericht gibt.

[HIER LINK ZUM TUBERIS-BERICHT EINFÜGEN]

Den ersten Abend ließen wir dort ganz entspannt bei einem richtig guten Abendessen ausklingen.

Familienwanderung zum Spielesee am Watles

Am Sonntag starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück zu unserer nächsten Familienwanderung. Von der Talstation am Erlebnisberg Watles liefen wir hinauf Richtung Spielesee. Für den Aufstieg brauchten wir ungefähr eineinhalb Stunden. Ganz ohne Anstrengung war die Wanderung nicht. Aber wir hatten gute Wanderschuhe dabei, waren entsprechend ausgerüstet und auch für unsere Kinder war die Strecke gut zu schaffen. Und wenn oben ein Spielesee wartet, sieht die Motivation bei Kindern sowieso gleich ganz anders aus.

Ein „Wie weit ist es noch?“ gehört bei einer Familienwanderung schließlich irgendwie dazu. Sobald das Ziel erreicht ist, scheint die ganze Anstrengung aber erstaunlich schnell vergessen zu sein. Zum Mittagessen kehrten wir in der Plantapatschhütte ein und stärkten uns nach dem Aufstieg.

Mit dem Kinder-E-Bike durch die Berge

Und der Sonntag war noch lange nicht vorbei. Am Nachmittag hatten mein Mann und unser Sohn noch etwas ganz Besonderes vor. Im Tuberis kann man E-Bikes ausleihen – und, was für Familien richtig toll ist, es gibt dort auch Kinder-E-Bikes.

Also machten sich die beiden allein auf den Weg. Ungefähr drei Stunden waren sie unterwegs, fuhren durch die Landschaft und kamen an kleinen Wasserfällen vorbei. Unser Sohn liebt es ohnehin, mit seinem Papa Fahrradtouren zu machen. Mit einem eigenen E-Bike durch die Südtiroler Berge zu fahren, war für ihn deshalb eines der Highlights der Reise.

Und ich finde, genau solche Erlebnisse dürfen im Familienurlaub auch dazugehören: Es müssen gar nicht immer alle gemeinsam dasselbe machen. Manchmal sind gerade diese Vater-Sohn- oder Mama-Tochter-Zeiten besonders schön.

Mit Alpakas zurück in „unseren“ Lärchenwald

Der Montag begann nach einem richtig guten Frühstück mit einem Programmpunkt, den wir vorher gar nicht so sehr auf dem Schirm hatten – und der sich im Nachhinein als eines der schönsten Erlebnisse für die Kinder herausstellte. Wir gingen Alpakawandern. Am Bauernhof trafen wir den Besitzer der Alpakas, der unglaublich nett war, und machten uns mit vier Tieren auf den Weg. Und dann kam eine kleine Überraschung: Unser Weg führte direkt zurück in den Talaiwald. Wir hatten vorher überhaupt nicht realisiert, dass wir bei der Alpakawanderung wieder durch genau den Lärchenwald laufen würden, der uns beim Bogenschießen so gut gefallen hatte. Umso größer war unsere Freude, plötzlich wieder dort zu stehen. Etwa eineinhalb Stunden liefen wir mit den Alpakas durch den Wald. Für die Kinder war das ein echtes Highlight und für uns Erwachsene mindestens genauso schön. Dieser helle Wald, das Gras unter den Lärchen, die Tiere neben uns und die Kinder mittendrin – das war einfach ein richtig besonderer Vormittag.

Mittagessen im Erlebnisbad in Graun

Nach der Alpakawanderung fuhren wir zum Erlebnisbad in Graun. Eigentlich wollten wir dort gar nicht schwimmen, sondern nur zu Mittag essen. Als wir das Bad dann sahen, kam allerdings ziemlich schnell der Gedanke auf: Schade, dass wir keine Badesachen dabeihaben. Andererseits wussten wir, dass wir später sowieso noch einmal den tollen Pool unseres Hotels genießen wollten. Also blieb es beim Mittagessen – und das war richtig gut. Die Kinder bekamen Pizza und mein Mann und ich Rindertagliata mit Rucolasalat (große Empfehlung!)

Danach mussten wir ohnehin weiter, denn um 14 Uhr hatten wir eine wichtige Verabredung. Im Reitstall.

Pferdeglück im Tuberis

Im hoteleigenen Reitstall wartete eine unglaublich nette Reitlehrerin auf uns. Unser achtjähriger Sohn bekam zunächst eine Reitstunde. Das Lustige daran: Wir haben zu Hause selbst einen Reitstall mit rund 50 Pferden. Pferde sind für unsere Kinder also wirklich nichts Ungewöhnliches. Aber offenbar gilt auch hier die alte Urlaubsregel: Woanders ist alles noch einmal ein kleines bisschen spannender. Während unser Sohn seine Reitstunde hatte, durfte unsere vierjährige Tochter schonmal die Ponys striegeln für den Ausritt.

Nach der Reitstunde sind dann beide Kinder gemeinsam zu einem etwa einstündigen geführten Ponyausritt aufgebrochen. Und als wäre das Pferdeglück für einen Tag noch nicht groß genug gewesen, durften sie danach nochmal mit in den Stall und die Ponys putzen und natürlich wurde ganz viel gekuschelt.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im wunderschönen Schwimmbad des Hotels. Besonders der beheizte Außenpool war nach diesem langen Tag genau das Richtige. Und auch kulinarisch hätte der Tag kaum schöner enden können: Am Abend genossen wir im Hotel noch ein unfassbar leckeres Vier-Gänge-Menü – der perfekte Abschluss für diesen erlebnisreichen Tag.

Unser letzter Tag – und wir wollten einfach noch nicht nach Hause

Und dann war tatsächlich schon unser letzter Tag gekommen. Eigentlich war unser Urlaub vorbei. Nur wollten wir uns noch nicht so richtig damit abfinden. Also ließen wir uns Zeit. Wir gingen noch einmal schwimmen, schauten noch einmal im Reitstall vorbei, spazierten ein bisschen durch das Dorf und tranken gemütlich Kaffee im Garten. Kein großes Programm mehr. Kein Punkt auf einer Liste, den wir unbedingt noch abhaken mussten. Einfach noch ein paar Stunden Urlaub.

Und vermutlich sagt genau das ziemlich viel darüber aus, wie gut es uns gefallen hat. Am Abend stiegen wir schließlich doch ins Auto und machten uns auf den Weg zurück nach München.

Unser Tipp für Familien aus Bayern: Anfang September nach Südtirol

Wir waren Anfang September während der bayerischen Sommerferien unterwegs – für Familien aus Bayern und Baden-Württemberg aus unserer Sicht ein echter Tipp. Während bei uns noch Ferien sind, ist die große Hochsaison in Südtirol vielerorts schon vorbei. Trotzdem hatten wir noch richtiges Sommerfeeling mit Wandern, Baden und Essen auf der Terrasse. Nur bei saisonalen Angeboten lohnt es sich, vorab die Öffnungszeiten und Termine zu prüfen. Für uns die perfekte Mischung: sommerlich, aber deutlich entspannter als in der Hochsaison.

Unser Fazit: Familienurlaub am Reschensee – wir kommen wieder

Südtirol hat uns einmal mehr gezeigt, wie vielseitig ein Familienurlaub ganz ohne weite Anreise sein kann. Berge, Seen, wunderschöne Orte, tolles Essen und unzählige Möglichkeiten, gemeinsam draußen unterwegs zu sein – für uns war es genau die richtige Mischung aus Abenteuer und Erholung. Besonders die Region rund um den Reschensee hat uns begeistert, weil wir hier so viele unterschiedliche Dinge erlebt haben: vom berühmten Kirchturm und der Sagenwanderung über Bogenschießen im Lärchenwald bis hin zu Alpakas, E-Bikes und Pferden.

Und trotzdem fühlte sich die Reise nie vollgepackt an. Es blieb immer wieder Zeit, einfach die Landschaft und die gemeinsamen Momente zu genießen. Für uns steht deshalb fest: Südtirol ist ein wunderbares Reiseziel mit Kindern – und rund um den Reschensee gibt es noch so viel zu entdecken, dass wir ganz bestimmt wiederkommen.

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